Frage von Ikazee, 68

Verlustrisiko bei CFDs mithilfe von mehreren GmbHs durch Insolvenz verringern?

Hey,

ich handle selber noch nicht mit CFDs und werde es in naher Zukunft auch nicht machen. Trotzdem würde mich interessieren ob folgendes Gedankenspiel funktioniert:

Person A gründet GmbH A, Person B gründet GmbH B. Beide GmbHs haben jeweils eine Einlage von 100.000 €. Die Unternehmer machen "unter der Hand" aus sich die Gewinne bzw. Verluste zu teilen. Beide melden sich bei einem CFD Broker an und suchen sich eine Aktie die starken Kursschwankungen unterliegt (10 - 20 % oder mehr). GmbH A setzt mit einem Hebel von 100 mit dem höchstmöglichen Betrag auf fallende Kurse, GmbH B macht das gleiche nur auf steigende Kurse. Der Kurs steigt jetzt um 20 % und GmbH A steht mit 2 Millionen in den miesen -> GmbH A meldet insolvenz an. GmbH B hingegen ist 2 Millionen im Plus . GmbH A ist also insolvent, wird liquidiert und der Broker muss einen Großteil der Forderungen abschreiben. GmbH B lässt sich jetzt auszahlen und die beiden Unternehmer teilen den Gewinn unter sich auf. Beide haben großen Profit gemacht.

Das sowas legal ist denke ich mal nicht, aber könnte es funktionieren? Natürlich sollten beide unterschiedliche Broker nutzen.

Antwort
von Traveller24, 34

Zwei Probleme dürften da auftreten:

(1) Der Broker würde einer GmbH diese Kontrakte nicht verkaufen, da er die begrenzte Haftung ja kennt.

(2) Wie will in Deinem Beispiel denn der jenige auf der Verliererseite sicherstellen, dass er tatsächlich seinen Anteil bekommt. Person B könnte jetzt einfach mit seinen 2 Mio davondüsen. A kann ihn ja schlecht verklagen.



Antwort
von BrokerJohny, 13

Gehts noch umständlicher? Ein guter Broker schützt ein davor und schliesst die Nachschusspflicht aus. Also maximaler Verlust der möglich ist das vorhandene Geld auf dem Konto des Brokers und privat verliert man nicht 1 Cent.

Kommentar von Ikazee ,

Alle Broker die ich bisher gesehen habe weisen schon explizit in ihrer Werbung daraufhin das "Verluste Einlagen übersteigen können". Gab ja auch nen Fall wo ein einfacher Privatmann beim Frankensturz mit einer Einlage von 2.800 € auf über 280.000 € ins Minus gerutscht ist weil sein Stop erst zu spät gezogen hat. Der Fall wird oder wurde vor Gericht verhandelt, der CFD Broker fordert auf jedenfall das Geld.

Antwort
von slos8, 49

Ich bezweilfe überhaubt das eine GmbH unter diesen Voraussetzungen bei einem Broker Handeln kann. Viel mehr wird man hier nur als Privatperson Traden können und nicht über sein Unternehmen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community