Frage von minimaus333, 122

Soll ich die Trauer über meine Verluste verdrängen?

Also in diesem Jahr ist mein Pferd gestorben und seit dem habe ich Angst noch weitere wichtige Menschen/ Tiere in meinem Leben zu verlieren..meinem Pferd trauer ich fast jeden Abend noch hinterher...

Weiß jemand vielleicht was ich tun könnte, um diese Gefühl zu 'verdrängen'?

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Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 27

Nein, verdängen ist nicht die beste Lösung:

 Verarbeiten ist sinnvoller:

Du kannst einen virtuellen Gedenkplatz für dein Pferd einrichten mit schönen Bildern, Geschichten über tolle gemeinsame Erlebnisse, vielleicht schreibst du auch ein Gedicht (so wie ich).

So erinnerst Du dich an all dasSchöne UND hebst es sicher und verüfgbar auf.

Aber dadurch daß du es quasi "ablegst", legst du auch einen teil deiner Traurigkeit ab.

Schäme dich nicht der Tränen !  Die haben wir alle schon  geweint !

Es tut weh, einen solchen "Schatz" zu verlieren, aber es ist schön, diesen Schatz überhaupt gehabt zu haben !!!

SO weißt du nun auch deine lieben Freunde, Verwandten usw noch mehr zu schätzen und kannst ganz bewußt Zeit mit ihnen verbringen UND dies sehr bewußt genießen.

Du weißt, alles was lebt ist auch sterblich. Also mach denen das Leben schön und genieße es mit ihnen gemensam.

Dann hast Du immer etwas in der Erinnerung, was Euch/Dir gehört und ewas die keiner nehemen kann.

Der Schmerz des Verlustes gehört zum Leben und zum Erwachsen werden dazu.  Es dauert, bis er vergeht, aber er wird kleiner, gaaaanz sicher.

Alles Gute - und hab Geduld mit Dir. DU darfst tieftraurig sein !!!

Aber guck auch immer mal wieder zwischendurch auf das Leben um dich herum und nimm dran teil.

Antwort
von Andrea275, 9

Vor fast 3 Jahren ist mein kleiner gestorben und ich trauere noch heute um ihn.

Mir hat es damals weitergeholfen mich weiter um unsere anderen Pferde zu kümmern. Danach wollte ich eigentlich kein Pferd mehr haben bis max in mein Leben getrampelt ist und das war Wort wörtlich so unsere 1 Minute zusammen endete damit das er mir auf ein Fuß getreten ist. Aber ich wollte unbedingt diesen 152 cm großen Haflinger der zu diesem Zeitpunkt schon ca 24 war wenn nicht sogar noch älter. Leider musste ich ihn vor 3 Wochen erlösen aber ich hatte 2 wundervolle Jahre mit ihm und er hoffentlich auch mit mir.

Leider gehört das zum Leben dazu aber du solltest Dich immer an die schönen Sachen erinnern das gibt dir mehr als um ihn zu trauern. Es bleibt nichts für die Ewigkeit außer der Erinnerung daran und die solltest du bewahren.

Kommentar von minimaus333 ,

Tut mir leid für Sie ..:(

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 25

Du sollst Gefühle nicht unterdrücken. (Verdrängen ist etwas ganz anderes). Du kannst sie aber verarbeiten und sie irgendwann loslassen.

Mein Araberwallach ist vor 11 Jahren gestorben, ich habe längst ein anderes Pferd, das ich abgöttisch liebe. Trotzdem werde ich immer noch traurig, wenn ich an das Pferd denke. Aber das ist in Ordnung so.  Das hindert mich  nicht daran, meine Stute zu lieben und mit ihr glücklich zu sein. Genauso geht es mir mit meinen Hunden. Ich erinnere mich gerne an sie, da ich viele glückliche Erlebnisse mit ihnen hatte. Und die überwiegen irgendwann die Trauer darüber.

Ich finde es schade, dass man aus Angst, sie zu verlieren, sich nicht mehr auf neue Beziehungen einlassen will. Ja, wenn es Tiere sind, wird man sie wahrscheinlich wieder verlieren, denn wir leben im Allgemeinen länger als unsere Tiere. Aber man versagt sich auch viele Jahre Freude mit und an ihnen. Und das ist doch schade.

Kommentar von minimaus333 ,

Ich finde es ja auch schade nur weiß ich nicht was ich dagegen tun soll..

Kommentar von Dahika ,

ein neues Pferd? Oder eine neue RB?

Aber eine Frage hätte ich:

kann es auch sein, dass du dir es auch ein wenig selbst verbietest, wieder fröhlich zu sein und nicht an dein Pferd zu denken?

In dem Fall: Erlaube es dir, loszulassen und öffne dein Herz für ein neues Pferd oder ein neues Hobby.

Kommentar von minimaus333 ,

Ich War nach dem mein Pferd gestorben ist noch ein paar mal in dem Reitstall und bin auch ein paar Pferde von Freunden ect. geritten aber es hat sich so falsch an gefühlt..ich denke, dass ist so , weil er für mich immer noch mein Pferd ist und ich denke , dass er es nicht gut finden würde .. (ich weiß selber dass das Schwachsinn ist ..:/)

Kommentar von Heklamari ,

wenn es an der Zeit ist für Dich, daß du dich auf etwas neues einlassen kannst, dann wird das auch kommen - ob Pferd, Mensch, Haustier oder was auch immer.

Pferd gefällig?  such dir doch ein "nur-Pflegepferd" zum liebhaben, betüdeln, pflegen, versorgen - am besten eines, das irgendwie gaaanz anders ist als das verstorbene....

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 4

gar nichts kannst du tun.

das ist völlig normal. auf die dauer der trauer hast du keinen einfluss. um meinen hund habe ich fast 3 jahre getrauert.

das gefühl der trauer ist ja auch nicht 24 stunden am tag präsent. es wird im laufe der zeit immer seltener. aber es wird immer teil deines lebens bleiben.

du kannst es auch nicht steuern, wie lange du trauerst und wie sehr.

es kann sogar passieren, dass du um ein tier intensiver und länger trauerst als um einen menschen.

der tod gehört zum leben.

ich bin gerade in einer lebensphase, in der  liebe menschen ganz plötzlich und unerwartet gehen. mal ist die trauer sehr intensiv, mal weniger. man kann nicht sein leben nur von diesem gefühl bestimmen lassen. es geht weiter - und den teil davon, den man selber hat, sollte man mir sorgfalt hüten und gestalten.

das wichtigste ist immer, nach vorn zu blicken und sich auf das zu freuen und auch neugierig zu sein, auf das, was kommt.

das leben ist nun mal geben und nehmen, kommen und gehen. das muss man einfach lernen. deine art, die trauer zu beschreiben, gehört zum erwachsen werden. von daher - deine ängste sind ganz normal.

wenn du lernst das leben zu akzeptieren und die welt mit neuen augen zu betrachten, ist das ein wichtiger schritt in deinem leben.

nur wär trauern kann, kann auch lieben. denn diese beiden gefühle sind die stärksten gefühle, die ein mensch haben kann.

keine angst. es ist alles teil des lebens.

Antwort
von Su0204, 27

Du solltest nie Gefühle oder Erinnerungen an etwas das du geliebt hast oder noch immer liebst verdrängen. Am Ende wirst du es nur bereuen. Ich weiß es ist hart und braucht viel Zeit um es zu akzeptieren wie es ist, aber die beste Mögluchkeit ist es die Menschen/Tiere die von uns gegangen sind im Herzen zu behalten. Du solltest versuchen vorm schlafen gehen statt an den Verlust an die schöne Zeit und die Tiefe Verbundenheit zu denken. Der Schmerz vergeht dann ganz von allein.🙂
Lassen Kopf nicht hängen, du wirst auch diese schwere Zeit überstehen
GLG Su

Antwort
von DerAtojojo, 49

Hi ! Du tust mir sehr leid . Also bei mir ist auch die Großmutter und der Onkel innerhalb eines Jahres gestorben beide waren mir sehr wichtig . Ich weiß nicht genau wie ich es geschafft hab nicht dran zu denken . Ich wurde in der Schule unkonzentrierter und unaufmerksamer nach c.a 3 Monaten hing es noch schwach an mir . Ich habe mich eher dann auf YT Videos o.ä konzentriert . Ich weiß es klingt nach einem Klischee aber ich Hab einfach versucht an sie zudenken bis ich auch einige positive Dinge fand. Bei mir hat´s geholfen an sie zu denken . Ich finde es unnötig gesagt zu bekommen denkt an einen Urlaub oder so. Ich hab mich einfach reingedacht bis mir halt die Interesse "fehlte" . Ich hoffe ich konnte dir weiter helfen . Und ich denke mal dass auch du hinweg kommst .

Kommentar von minimaus333 ,

Okey danke:) ich hätte das letzte Schuljahr fast nicht geschafft, weil ich so unkonzentriert war:/

Kommentar von DerAtojojo ,

Naja Ich war sehr am Boden zertört hab sehr viel geweint doch ich hab´s irgendwie geschafft

Antwort
von ApfelTea, 50

Du solltest es gar nicht verdrängen. Trauer zu empfinden, ist in so einem Moment völlig normal und auch gesund. Lass es einfach zu und sprich mt jemandem darüber, dem du vertraust.

Kommentar von minimaus333 ,

Ich habe schon mit meinen Eltern und meiner besten Freundin darüber gesprochen sie nehmen mich auch ernst aber es wird trotzdem nicht besser.

Kommentar von ApfelTea ,

Die Phasen der Trauer können eine ganze Weile andauern. Du bist keine Maschine.. gib dir die Zeit, die du brauchst.

Antwort
von Holzfreund748, 6

Hallo.
Ich habe anhand deiner Kommentare auf die so lieben Antworten das Gefühl, dass du nicht nach vorne schauen WILLST... ich werde jetzt wahrscheinlich auch nichts anderes sagen als die anderen: es ist klar, das du dein Pferd noch liebst und das wird auch immer so bleiben. Lass dieses Schuldgefühl hinter dir. Dein Pferd hat dich geliebt, wie du Es. Denk am dein Pferd - es will doch auch, dass du glücklich bist! Du musst etwas an deiner Einstellung ändern. Dann geht es auch bergauf.
Wann in diesen Jahr ist dein Pferd gestorben? Wenn es erst ein Paar Monate her ist, ist diese Art von Trauer normal. Wenn es nun schon über 10 Monate her ist, solltest du mal anders durch die Welt laufen
LG

Antwort
von Illuminaticus, 3

Tu es nicht, sonst wirst du vielleicht zeitebens mit Verlustaengsten geplagt, was dein Leben spaeter in schiefe Bahnen lenken koennte, besonders bei Beziehungen kann das stoeren.

Heule dir die Seele aus dem Leid, schreibe deinem Pferd und den Menschen einen Brief, wie sehr du sie geliebt hast und lasse alles raus.

Unausgelebte Gefuehle sind Grund fuer spaetere Depressionen und allerlei Gefuehlsprobleme.

Wenn du jetzt damit anfaengst, Gefuehle zu unterdruecken, wie willst du spaeter mit den Umwegbarkeiten des Lebens umgehen, wenn es hoch hergeht.

Sage alles, schreibe alles auf, schreie es heraus. Dann ploetzlich, wenn du diese unschoenen Gefuehle ausgelebt bzw. ausgefuehlt hast, dann kommt der Moment, und du weisst, es ist gut und dann kannst du dein Leben uneingeschraenkt leben! Viel Erfolg!

Antwort
von 2Marie2, 9

Hallo,ich kann verstehen wie du dich fühlst , mein pflegepferd ist dieses jahr auch gestorben ...ich würde die gefühle nicht verdrängen, lass es raus dann geht es dir besser . Sterben gehört nunmal zum leben dazu ..es ist okei zu trauern , nur musst du wieder aufstehen und weitermachen

Antwort
von Help4, 18

Du musst nicht trauern denk einfach es geht ihm jetzt gut ... dass er bei Gott ist
Und hänge halt irgendwas von ihm in dein Zimmer oder was auch immer

Kommentar von minimaus333 ,

Ich vermisse ihn aber sehr. Ich glaube nicht an Gott..

Kommentar von Help4 ,

Aber es geht ihn. Bestimmt gut :) da brauchst du dir keine sorgen machen
Denk lieber nach vorn denn dein Pferd geht es gut und er ist bestimmt dankbar dass dich um ihn gekümmert hast

Antwort
von Lexa1, 42

Du wirst im Leben noch viele Verluste hin nehmen müssen. Finde dich damit ab. Verdrängen sollte man das aber nicht, sondern sich damit auseinandersetzen.  Und eventuell sich in der ersten Zeit ablenken und sich auf etwas anderes konzentrieren.

Kommentar von minimaus333 ,

Ich versuche mich immer abzulenken aber dann wenn ich an ein falsches Thema denke sind alle Erinnerungen da und ich weine nur noch..

Kommentar von Lexa1 ,

versuche mit vertrauten Menschen, die eventuell ähnliches erlebt haben, ins Gespräch zu kommen. Da könnt Ihr euch gegenseitig trösten und aufbauen.

Antwort
von Michel2015, 17

Ja, mach weiter uns sehe nach Vorne.

Tut mir Leid, das ist der einzige Weg. Es werden neue Aufgaben kommen, andere Pferde. Der Familien-und Freundskreis wird nicht nur schrumpfen, er wird zunehmen. Es werden sich immer wieder Verluste einstellen und es werden sich immer Gewinne einstellen.

So ist das Dein ganzes Leben und das bis zum Tod.

Wenn irgendwo eine Tür zugeht, dann geht woanders eine auf.

Nur nicht für die, die es verweigern!!

Was will ich sagen? Sehe die Chance, Du hast mit dem Tod des Pferdes eine bekommen.

Kommentar von minimaus333 ,

Naja jeder hat gesagt wir waren/sind ein Dreamteam..er war mein erstes pferd und ich hatte ihn seit 2009 und seit dem war ich jeden tag bei ihm und habe ihn jeden tag gleich geliebt ..

Kommentar von Michel2015 ,

Grund genug erneut danach zu streben!

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