Frage von christl10, 76

Verliert man sein Versicherungsschutz wenn man nachweislich am Steuer das Handy bedient hat und einen Unfall verursacht?

Mit welchen Konsequenzen muss man rechnen?

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 57

Die Haftpflichtversicherung muss natürlich trotzdem zahlen und stuft dich anschließend hoch.

Die Kaskoversicherung kann von der Leistung frei sein, weil hier grobe Fahrlässigkeit vorliegt.

Deswegen wird es ja auch vom Staat unter Strafe gestellt.

Die Einwähldaten werden übrigens mittlerweile bereits routinemäßig abgefragt, wenn es zu einem Personenschaden gekommen ist.

Kommentar von BenniXYZ ,

Genau. Deswegen sucht man sich einen Tarif, in dem grobe Fahrlässigkeit mit versichert ist. In Haftpflicht und in Kasko. Inzwischen bieten die meisten Gesellschaften solche Tarife an.

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 15

Man kann dafür sogar ins Gefängnis gehen wie jetzt in England da hat auch so ein Vollhonk das Ding auch genutzt und einen tödlichen Unfall verursacht 4 Tote darunter 3 Kinder und muss 10 Jahre rein das sollte bei jeden Unfall geprüft werden ob der Fahrer durch das am Misthandy spielen abgelenkt war .

Ungebremst raste Tomasz Kroker mit seinem Lastwagen in Großbritannien in ein Stauende, weil er mit seinem Handy beschäftigt war. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, darunter drei Kinder.

Link mit Video des Unfalls .

http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/9362840/abgelenkt-durchs-handy---zehn-j...

Das allen ist verboten : Rechtskräftige Urteile . 

Haftung bei Freisprechanlage Auch, wer eine Freisprecheinrichtung benutzt, ist versicherungsrechtlich nicht immer auf der sicheren Seite. In einem Fall hatte ein Pkw-Fahrer bei Tempo 120 einen Anruf abweisen wollen, kam aus der Spur und fuhr auf einen Wohnwagen auf. Seine Vollkaskoversicherung verweigerte wegen grober Fahrlässigkeit die Zahlung. Zu recht, entschied das LG Frankfurt.
(LG Frankfurt - Az.: 2/23 O 506/600)

Uhrzeit oder SMS ablesen Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschied, dass das Ablesen der Uhrzeit vom Display ebenso ordnungswidrig ist wie das Lesen einer SMS oder einer Telefonnummer im Display.
(OLG Hamm - Az.: 2 Ss OWi 177/05; 2 Ss OWi 1005/02; 2 Ss OWi 402/06)

Diktieren Entsprechend urteilte das OLG Jena bezüglich der Nutzung des Handys als Diktiergerät.
(OLG Jena - Az.: 1 Ss OWi 82/06)

Anrufer wegdrücken Das Oberlandesgericht Köln (Az.: III-1 RBs 39/12) entschied, dass auch derjenige ein Mobiltelefon im rechtlichen Sinn benutzt, der einen Anrufer wegdrückt. Es droht ein Bußgeld.

Handy als Navi Sämtliche Bedienfunktionen sind vom Verbot umfasst. Das gilt laut OLG Köln selbst für das integrierte Navi.
(OLG Köln - Az.: 81 Ss-OWi 49/08)

Das Ohr gewärmt? Straffrei bleibt laut OLG Hamm theoretisch auch, wer das Handy nur nutzt, um mit dem Akku sein entzündetes Ohr zu wärmen. Allerdings glaubte das Gericht diese Ausrede nicht, der Ertappte musste zahlen.
(OLG Hamm - Az.: 2 Ss OWi 606/07)

Handy und Unfall Kommt es zu einem Unfall, kann es richtig teurer werden. Die Nutzung des Handys kann als grobe Fahrlässigkeit gedeutet werden. Schäden können dann womöglich nicht erstattet werden. Das Landgericht (LG) Kiel entschied auf 20 Prozent Mitverschulden bei einem unverschuldeten Unfall. 
(LG Düsseldorf - Az.: 7 S 100/04)

Motor abstellen , Zündung muss ganz aus sein also keine Start Stop. Im grünen Bereich ist dagegen, wer an einer roten Ampel flugs den Motor ausstellt, telefoniert und das Gespräch beendet, bevor er den Wagen wieder startet. So entschied das OLG Hamm. 
(OLG Hamm - Az.: 2 Ss OWi 190/07)

Handy auf dem Seitenstreifen Wenn das Auto steht, etwa an einer roten Ampel, riskiert man ebenfalls ein Bußgeld. Wer zum Telefonieren auf dem Seitenstreifen hält, verdient nach Ansicht des OLG Düsseldorf sogar ein höheres Bußgeld als bloß 40 Euro - im Urteil heißt es zur Begründung: "Der Seitenstreifen ist nur für den Fall einer Panne gedacht." 
(OLG Düsseldorf - Az.: IV-2 Ss OWi 84/04)

Fahrlehrer und Handy Laut OLG Bamberg darf auch der Fahrlehrer nicht telefonieren. Auch wenn er auf dem Beifahrersitz sitzt, sei er doch der Fahrzeugführer.
(OLG Bamberg - Az.: 2 Ss Owi 127/2009)

Akkurasierer? Genauso erging es einem Mann, der vor dem OLG Karlsruhe angab, er habe sich bloß mit seinem Akkurasierer die Barthaare gestutzt.
(OLG Karlsruhe - Az.: 2 Ss OWi 528/06)



















Antwort
von NamenSindSchwer, 10

In der Haftpflichtversicherung verliert man den Versicherungsschutz auf keinen Fall.

In der Kasko nur dann, wenn im Vertrag die grob fahrlässige Herbeiführung des Schadens nicht mitversichert ist. In einem halbwegs gescheiten Tarif ist das heutzutage jedoch nicht der Fall. Beim super billig Online Versicherer kann das aber schon passieren. 

Kommentar von DerHans ,

Deswegen steht da "kann"

Kommentar von NamenSindSchwer ,

Uh...was?

Antwort
von BenniXYZ, 5

Wenn du dir einen gängigen Tarif ausgesucht hast, bei dem grobe Fahrlässigkeit in Haftpflicht und Kasko mit versichert sind, dann kann garnichts passieren. Dann wird gezahlt.

Schau mal in deine Versicherungsbedingungen.

Vorsatz ist jedoch immer ausgeschlossen.


Antwort
von rena101955, 4

Den Versicherungsschutz kann man dadurch nicht verlieren, eher den Führerschein! Allerdings kann es sein, dass die Versicherung den Haftpflichtschaden zunächst zahlt; dann aber aufgrund schuldhaftem grob fahrlässigen Verhaltens des Fahrzeugführers die Zahlung vom Versicherten zurückfordert. Sicherlich eine Menge Lehrgeld, um für die Zukunft die Finger vom Handy zu lassen während der Fahrt!

Antwort
von Stellwerk, 33

Ja, das ist gut möglich, dass die Versicherung wegen grober Fahrlässigkeit nicht zahlt.

Expertenantwort
von ronnyarmin, Community-Experte für Auto, 42

Welchen Versicherungsschutz?

Kommentar von christl10 ,

Ist das so undeutlich? Was für eine Versicherung hat man denn, wenn man Auto fährt? 

Kommentar von Shelly82 ,

- eine Haftpflicht 

- eine Vollkasko 

- eine Teilkasko

...zum Beispiel

Kommentar von ronnyarmin ,

Eben :-) Eine private Unfallversicherung könnte man auch noch haben. Oder eine gegen Arbeitsunfähigkeit.

Ja, christi10, deine Frage war sehr unüberlegt und undeutlich gestellt.

Kommentar von christl10 ,

Danke @DerHans hat wenisgtens mitgedacht und mir die Antwort schon gegeben, ohne nachzufragen. So schwer kann das doch nicht sein, oder? 

Kommentar von ronnyarmin ,

DerHans hat freundlicherweise geraten und alle Möglichkeiten aufgezählt, die ihm eingefallen sind. Ob er damit die Versicherung getroffen hat, nach der fragen wollest, kann Niemand wissen.

So schwer kann das doch nicht sein, eine Frage klar definiert zu stellen, oder?

Kommentar von christl10 ,

Ich nenne das logisches Denken! Autofahren + Versicherungsschutz + Unfall! Was kann das wohl nur sein? Logisch, daß ich die Haftpflichtversicherung meine, was denn sonst? Warum dann so kompliziert denken? So kommst Du im Leben nicht weit. 

Kommentar von ronnyarmin ,

Das Leben ist nicht so einfach, wie du denkst. Das wirst du spätestens dann merken, wenn du aufgrund deiner einfachen Denkstrukturen gegen die Wand gelaufen bist.



Logisch, daß ich die Haftpflichtversicherung meine, was denn sonst?

Logischerweise wird bei einem selbstverschuldeten Unfall die Vollkasko in Anspruch genommen.

Logischerweise wird bei einem selbstverschuldeten Unfall, der gesundheitliche Beinträchtigungen nach sich zieht, die private Unfallversicherung in Anspruch genommen.

Logischerweise wird bei einem selbstverschuldeten Unfall, der zur Invilidität führt, die Arbeitsunfähigkeitsversicherung in Anspruch genommen.


Ich nenne das logisches Denken!

Das ist anscheinend nicht so dein Ding.

Kommentar von ronnyarmin ,

Da nun klar ist, dass du aus allen in Frage kommenden Versicherungen nur die Haftpflichversicherung meinst: Die kann sich nie vor der Zahlung drücken. Kann dich aber möglicherweise, wie es z.B. bei einer Trunkenheitsfahrt gemacht wird, in Regress nehmen.

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