Frage von Lindea, 33

Verletzungen beim Yoga?

Wer hat sich beim Yoga schonmal verletzt? Weshalb ist das passiert? Was habt ihr dann getan?

Ich habe im letzten Jahr, als es Herbst wurde bei einer Vorwärtsbeuge mit einem hochgestrecken Bein irgendetwas verletzt, es gab einen lauten Knall. Im Bereich Gesäß. Ich dachte nicht, dass mir jemals so etwas passiert! Da meine Knie leicht gebeugt sind in der Haltung ist dort nichts passiert, sonst hätte ich sicher ein anderes Problem. Es war an diesem Tag ungewöhnlich kalt im Raum...ich denke das war das Thema und ich war so beschwingt drauf und wohl unachtsam.

Leider habe ich nicht gleich einen Termin beim Arzt/Osteopathen bekommen, der hat das wieder sehr gut hingekriegt, aber gleich hinzugehen, wäre beser gewesen. Es ist nun wieder Herbst und kalt, ich bin jetzt sehr vorsichtig und habe auch eine Hose gekauft, die wärmt :-)

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von Kristall08, 22

Ich hatte eine zeitlang immer Schmerzen im rechten Knie. Kein Yogalehrer konnte sich einen Reim darauf machen, obwohl sie wieder und wieder meine Haltung prüften und eigentlich alles in Ordnung hätte sein müssen.

Am Ende bin ich selbst drauf gekommen: Ich habe den Fuß nicht richtig aufgesetzt und zuviel Gewicht auf den Vorderfuß gelegt. Seit ich das korrigiert habe, sind die Schmerzen auch weg.

Ansonsten achte ich darauf, gut aufgewärmt zu sein und mich nicht zu überdehnen.

Antwort
von Yogamag, 17

Hi Lindea,

Vorwärtsbeugen sind grundsätzlich problematisch, mehr als Rückbeugen. Denn die rückwärtige Beinmuskulatur (dazu zähle ich auch das Gesäss) ist sensibler (damit meine ich reissgefährdeter) als der vordere Bereich. Hinzu kommt, dass bei verkürzten rückw. Beinmuskeln der Rücken bei Vorwärtsstreckungen sehr gestresst wird.

"Da meine Knie leicht gebeugt sind in der Haltung ist dort nichts passiert, sonst hätte ich sicher ein anderes Problem."

Wie darf ich diese Aussage verstehen und welches Asana hast du konkret ausgeführt?  Es würde mich freuen, wenn du es genauer beschreiben würdest! Vielleicht hast du bei der Ausführung was falsch gemacht, was überhört oder falsch verstanden? Nicht immer sind die Unterrichtenden schuld :-)

Ein "kalter" Körper ist ein Risiko für Verletzungen. Umso wichtiger ist es in den kalten Jahreszeiten, den Körper zB durch dynamische Abläufe oder kraftvolle Stehstellungen vorzubereiten. Ich (als Yogalehrerin) meide im Winter zu tiefe Dehnungen. Und was noch zu berücksichtigen ist: der unterrichtende Lehrer sollte ein Auge auf seine Schüler haben und sie restriktiv entweder durch den Einsatz von Hilfsmitteln unterstützen oder sie durch die persönliche Kenntnis ausbremsen.... oder gar nicht erst sowas unterrichten zu dieser Zeit in einem kalten Raum.

Ich gehe mal davon aus, dass du eine erfahrenere Yogini bist (hast schon wunderbare Antworten gegeben zum Thema). Du solltest dich besser beobachten beim Üben.... ich glaube, jeder ausdauernde Übende hat sich schon mal durch den eigenen Übermut beim Yoga verletzt... das passiert halt. Wichtig ist, dass du danach vorsichtig weitermachst. Muskelrisse können Narben bilden und verhärten oder schlecht zusammenwachsen, wenn man unreflektiert weitermacht. Manche Asanas sind je nach Verletzung eine Zeit lang zu vermeiden...

Ausser dass mein Kreuzbein sich verzogen hat, ist mir GottseiDank noch nie was passiert... aber ich kenne einige Leute, die mit gerissenen Hamstrings oder Adduktoren jahrelang rumgemacht haben.

Antwort
von Araklaus, 24

Falscher Ehrgeiz ist beim Yoga unangebracht. Das musste ich mir auch schon sagen lassen. Jeder soll nur soweit gehen, als er problemlos kann. Das hören wir bei jeder Yogastunde. Die Grenze verschiebt sich so von ganz allein nach oben. Es gibt auch Asanas, die kann man einfach nicht und andere dafür um so besser. Kalte Räume, sowie schlechte Erwärmung vorher sind auch bei jeder anderen Sportart unbedingt zu vermeiden. Wir mache vor jeder Yogastunde eine ausgiebige Muskelan- und entspannung. Ich selbst mache Yoga und Krafttraining, für mich eine super Kombination.


Kommentar von Lindea ,

Was ist eine Muskelan- und Entspannung?

Kommentar von Araklaus ,

Z.B., zu Beginn der Yogastunde(Hathayoga) liegen wie entspannt auf unserer Matte.Der Reihe nach spanne und entspannen wir alle Muskeln. Beginnen mit dem rechten Bein: Bein anspannen, leicht anheben, Muskeln anspannen, fester, fester-halten- uff-entspannen und ablegen. So geht das durch den ganzen Körper,selbst Gesichtsmuskeln werden so entspannt. Zum Schluß alle Muskeln anspannen: beide Beine anheben, Arme anheben, Finger ausstrecken, zum Schluß noch die Zunge raus, alles anspannen halten,halten,halten und dann der "Löwenschrei": uff, alles entspannen Arme und Beine fallen lassen. Dann machen wir unsere Athemübungen und lenken so unserem Athem durch den ganzen Körper. Das sind wunderbare Vorbereitungen für die Asanas!

Antwort
von FahrradLecker, 22

Handgelenk überdehnt. Hab dann mit Yoga aufgehört und mach jetzt Gewichtheben und hab absolut keine Probleme :)

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