Verletzung der Obliegenheiten in Privatinsolvenz?

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1 Antwort

Zunächst mal ist es nötig Dir eine Illusion zu rauben der Du aufsitzt. 

Ein gesetzlicher Betreuer ist gehalten sich an die Vorgaben des Familiengerichts zu halten. Das ist die führende Stelle. 

Wenn nun eine fürsorgeberechtigte Person - so heißt es in Amtsdeutsch - wie Du schreibst sogar nicht mal in einer betreuten Wohneinrichtung lebt sondern an einem anderen Ort

dann kannst Du mit 100%iger Sicherheit davon ausgehen dass die Stelle welche diese betreute Wohneinrichtung unter sich hat es mitbekommt. 

Gesetzlich wäre nach meiner Kenntnis diese betreute Wohneinrichtung verpflichtet zu melden wenn eine in ihrer Obhut lebende Person eben nicht dort wohnt. Das scheint sie aber nicht zu tun. 

Um in eine solche betreute Wohneinrichtung zu kommen wird es eines psychiatrischen Gutachtens bedürfen. Wie Du dagegen angehen willst - da müsstest Du schon einen Fachanwalt zu Rate ziehen. Es dürfte sich als sehr schwierig erweisen. 

Eine gesetzliche Betreuung wird auf Antrag der zu betreuenden Person erstellt wenn entsprechende Gründe vorliegen. In der Regel wird dann ein psychiatrisches Gutachten verlangt vom zuständigen Familiengericht. 

Dieses Familiengericht bestellt nun einen gesetzlichen Betreuer.

Der gesetzliche Betreuer ist gehalten die Interessen der fürsorgeberechtigten Person zu vertreten. Ist nur Betreuung für finanzielle Angelegenheiten eingerichtet so wird sich der gesetzliche Betreuer an die Angaben der betreuten Person halten. Ein gesetzlicher Betreuer wird nicht dafür bezahlt zu kontrollieren ob diese Angaben stimmen oder nicht. So viel Zeit wird ihm nicht bezahlt um nachzusehen wie die betreute Person ihre Zeit verbringt. 

Dann ist da die Schwarzarbeit. Hier macht sich vor allen Dingen der Arbeitgeber straffällig im Sinne von Sozialversicherungs- und Steuerbetrug. In der Regel werden solche Straftaten wie Kavaliersdelikte verfolgt. Aber auch nur dann wenn eindeutige Beweise vorliegen. In dem Fall legst Du Kopien der eindeutigen Beweise den Sozialversicherungsträgern und dem Finanzamt vor. Du kannst diese Beweise auch der Staatsanwaltschaft im Rahmen eines Strafantrages vorlegen. Handelt es sich um einen Minijob ist an die entsprechende Stelle Meldung zu machen. Findest Du online. 

Ja. Du regst Dich massiv auf und hast mein volles Verständnis. Aber tatsächlich gibt es Vormundschaft nur noch in den seltensten Fällen und dann kann davon ausgegangen werden dass sie sich nicht nur auf finanzielle Angelegenheiten bezieht. 

Der Gedanke, ich melde all diese Dinge dem gesetzlichen Betreuer und der wird sich kümmern., ist leider ein wenig daneben wie Du wahrscheinlich aus meinen Ausführungen entnimmst. Denn bei dieser Berufsgruppe handelt es sich lediglich um eine ausführende Berufsgruppe. Verantwortlich sind hier Andere wie genannt. 

Wenn Du die Sache verfolgen willst so gibt es auf facebook eine Gruppe Gesetzliche Betreuung wo Fachmenschen sich austauschen. Ich kann mir vorstellen dass Du mit mindestens einer chatten kannst um der Frage nachgehen zu können wie bestmöglich vorzugehen ist. 

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