Frage von kurze110, 17

Verlängerung bei Zeitverträgen mit Angabe von Grund?

Ich arbeite in einem Altenheim und bin mit einem 6 Monatsvertrag als Krankheitsvertretung angefangen, das war Juli 2014 bis 31.12.14 / 1ten 6 Monate. Dann bekam ich eine Verlängerung für weitere 6 Monate, also vom 01.01.15 bis 30.06.15, wieder als Krankheitsvertretung. Vom 01.07. bis 30.12.15 kam dann die 2te, wieder der Grund als Krankheitsvertretung für eine Kollegin. Jetzt habe ich die 3te bekommen, also vom 01.01.16 bis 30.06.16, wieder für die gleiche Kollegin. Es steht immer ein Grund nach §14 TZG, als Krankheitsvertretung für Frau............, drin. Jetzt habe ich erfahren, das diese Kollegin im Dez. 2015 ausgeschieden ist. Kann mir jemand sagen, ob die 3te Verlängerung noch rechtens ist, eben weil die Kollegin nicht mehr da ist? Danke schon im Voraus für die Infos. Lg Gabi

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 8

Wenn Du einen weiteren sachgrundbefristeten Vertrag erhalten hast, obwohl der Sachgrund, die Erkrankung der Kollegin, wegen der Beendigung von deren Arbeitsverhältnis noch vor Beginn des neuen Vertrags entfallen ist, dann kannst Du die Entstehung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses gegenüber dem Arbeitgeber behaupten (und gegebenenfalls auch gerichtlich die Unwirksamkeit der letzten Befristung  - 01.01.-30.06.2016 -  feststellen lassen).

Das solltest Du aber erst gegen Ende dieser erneuten Befristung tun, denn momentan bringt Dir das konkret noch nichts - außer vielleicht unnötigen Stress mit dem Arbeitgeber, der diesen Umstand (Wegfall des Sachgrundes) vielleicht nicht bedacht oder aber sogar bewusst "unterschlagen" hat.

Denn ohne Sachgrund darf er Dich vor Ablauf von 3 Jahren seit dem letzten Arbeitsverhältnis nicht mehr befristet beschäftigen.

Antwort
von IronMike75, 8

Bis zu 2 Jahre kann ein befristeter Vertrag laufen. Dann muß Dich der Arbeitgeber in ein unbefristetes Arbeitsverhältniss übernehmen. So hat er Die Möglichkeit unliebsame Mitarbeiter besser unter Druck zu setzen und sich schnell und unbürokratisch von Ihnen zu trennen.

Kommentar von Familiengerd ,

Bis zu 2 Jahre kann ein befristeter Vertrag laufen.

Das gilt nur für Befristungen ohne Sachgrund, also für kalendermäßige Befristungen; außerdem können tarifvertraglich länger Zeiten vereinbart werden, und nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz TzBfG gelten Ausnahmen mit längeren Zeiten für Firmenneugründungen und für ältere Arbeitnehmer

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