Frage von XenoZz, 54

(Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw) Schaden wird nicht von der Versicherung des Verursachers bezahlt! Und jetzt soll ich für die Kosten aufkommen!?

Hi Leute, erst mal etwas Hintergrundwissen für Euch. Und zwar hatte ich einen Autoumfall gehabt, wie man es schon in der Überschrift herausnehmen kann. Ich schilder Euch kurz den Umfallhergang:

Es passierte innerorts - Vor mir ein Pkw, mit einer Geschwindigkeit von ca. 15-20 km/h. Ich setzte daraufhin zum überholen an, doch plötzlich scherte der Pkw-Führer nach dem tätigen des linken Blinkers sofort ein (der Pkwführer wollte auf die Einfahrt seines Hauses). Zu diesem Zeitpunkt bewegte ich mich noch hinter dem Pkw aber schon auf der linken Fahrbahn und war grad am beschleunigen, ich hatte so ca 20-25 km drauf und bemerkte das Manöver des Pkw-Führers.

Reflexartig zog ich das Lenkrad nach links, um einer Kollision zu entgehen, und nahm sogar den Bordstein mit. Dabei habe ich zugleich eine Vollbremsung hingelegt. Nicht desto trotz habe ich das andere Fahrzeug "gerammt" mit weniger als 5 km. Wen überhaupt, man könnte eher laut dem Schadensbild sagen können der Pkw ist an mir entlang geratscht.

Wir haben die Polizei gerufen und die haben uns erklärt, dass es ein Versicherungsschaden ist, wir sollten das unseren Versicherungen melden. So jetzt aber habe ich ein Einschreiben bekommen von dem Rechtsanwalt des Pkw-Halters und darin fordern Sie von mir eine Summe von über 5.000,- € ... weil meine Versicherung sich weigert, für den Schaden aufzukommen.

Naja, wie ich Euch nun wohl denken könnt, möchte ich nun wissen, ob ich wirklich für diesen Schaden aufkommen muss ...?

Zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, der Pkw-Führer hätte auch mal ruhig einen Schulterblick riskieren können ... total skeptisch schaute der Halter nach der Kollision auf dem Fahrerfenster und sah das geschehene. Der Gesichtsausdruck der Person "Uch wo kommt du den her und ... warum bist du in meiner Fahrertür ..."

Noch etwas, es gab Zeugen ... die sahen, wie das "Opfer" geblinkt hat... yej sarkastisch

Hat jemand etwas ähnliches erlebt oder jemanden und kann mir den Ausgang berichten oder hat jemand etwas zu sagen, was mir weiter hilft?

Ich bedanke mich schon mal hierfür, dass Ihr euch mein Anliegen durchgelesen habt =)

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 5

Wenn deine Versicherung sich weigert den Schaden des anderen zu zahlen, brauchst du wahrscheinlich auch nicht zu zahlen.

Der Rechtsanwalt des anderen schreibt das, was sein "Kunde" von ihm verlangt. Dem ist das letztlich egal, er bekommt sein Geld auf jeden Fall.

Dir wird hier nichts anderes übrig bleiben, als die weiteren Forderungen an deinen Versicherer weiter zu leiten.

Du genießt insofern "passiven Rechtsschutz" dass deine Versicherung unberechtigte Ansprüche zurück weist.

Antwort
von Antitroll1234, 37

weil meine Versicherung sich weigert, für den Schaden aufzukommen.

Deine Versicherung weigert sich auch zu Recht diesen Schaden zu begleichen, dich trifft keine Schuld, wenn überhaupt nur ein geringer Anteil der Haftung.

Das schöne an der Kfz-Haftpflichtversicherung ist doch, dass nicht nur Schäden reguliert werden sondern auch ungerechtfertigte Ansprüche wie in deinem Fall abgewehrt werden.

Dein Unfallgegner soll sich an deine Versicherung wenden und notfalls dort vor Gericht ziehen, Du hast mit Übergabe des Schadens an deine Versicherung mit dem Rechtsstreit nichts am Hut.

Gegenteil, Du kannst Forderungen deines Schadens beim Unfallgegner geltend machen.

Zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, der Pkw-Führer hätte auch mal ruhig einen Schulterblick riskieren können ...

Er hätte das nicht nur machen können, lt. StVO hätte er dies tun müssen.

Antwort
von schleudermaxe, 9

... wenn ich die Urteile hier so richtig lese, werden solche Schäden mit 30 bis 50% reguliert. Schicke die Forderung an den RA zurück mit Hinweis "Irrläufer". Er möge sich an Deine Versicherung wenden.

Mit welcher Quote wurde denn Dein Schaden geordnet?

Antwort
von suzisorglos, 12

Da die Kraftfahrthaftpflichtversicherung Deines Fahrzeugs nicht nur die Aufgabe hat, berechtigte Ansprüche Dritte zu befriedigen, sondern auch, unberechtigte Ansprüche abzuwehren, erfüllt sie hier genau ihre Aufgabe. Auf das Anwaltsschreiben solltest Du nicht reagieren, sondern dieses unter Angabe der Schadennummer umgehend an Deine Kraftfahrthaftpflichtversicherung weiterleiten. Dort kümmert man sich dann um das Weitere und lässt dem Anwalt die erforderliche Antwort zukommen.

Antwort
von Apolon, 12

Nein - ich habe bisher noch nie erlebt, dass man ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 5 km/h rammen kann.

Daher komme ich zur Überzeugung, dass hier ein Märchenonkel seine Märchen zum besten gibt.

Kommentar von XenoZz ,

Ich werde Morgen Bilder hochladen und noch einige Details offenlegen. Habe heute ein Brief vom Amtsgericht bekommen das die Klage vor Gericht ausgefechtet wird. Und mit 5 km/h habe ich eigentlich nur versucht zu verdeutlichen das vorgefallen ist... Möglicherweise meinerseits schlecht gewählte Worte. Bin halt nicht ins gegnerische Fahrzeug eingetaucht sondern hab durch eine schnelle Reaktion schlimmeres verhindern können.... Warum auch immer ich das als wichtig ansah, als ich den Text verfasst habe. Vielleicht und zu beschreiben wie der Unfall ausgegangen ist.  Skizziere zudem für euch noch den hergang um alles etwas verständlicher zu machen. Bis später muss schlafen... Um 6 geht's zur Arbeit -_-

Kommentar von DerHans ,

Es reicht, wenn du DEINER VERSICHERUNG eine wahrheitsgemäße Schadensmeldung zukommen lässt.

Antwort
von Aliha, 32

Dein Unfallgegner soll sich mit deiner KFZ-Haftpflicht streiten, du bist versichert und somit außen vor. Das Einschreiben eines Anwaltes verpflichtet dich keinesfalls etwas zu zahlen. Wende dich nochmals an deine Versicherung.

Antwort
von RudiRatlos67, 16

Als Versicherungsfachmann kann ich das zu 100% bestätigen was Antiroll geschrieben hat.
Eine Haftpflichtversicherung ist nicht nur zur bedingungsgemäßen Schadensregulierung verpflichtet, sondern ist auch vertraglich dazu verpflichtet unberechtigte Ansprüche abzuwehren.
Das gilt nicht nur für Kfz- Haftpflichtversicherungen sondern für jede Haftpflichtversicherung.

Antwort
von Schnoofy, 11

Deine Schilderung des Sachverhaltes kenne ich jetzt.

Um mir aber ein wirklich objektives Bild machen zu können, wäre auch die Sichtweise Deines Unfallgegners unerlässlich.

Diese Information liegt auch Deiner Haftpflichversicherung vor und ich gehe davon aus, dass die Ablehnung einer Schadensregulierung aufgrund einer Analyse aller zur Verfügung stehenden Aussagen erfolgte.

Kommentar von XenoZz ,

Werde es Morgen bzw. Heute nach der Arbeit hochladen. Cya

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