Frage von mar7in21, 58

Verkehrsunfall Polizeifragebogen?

Hallo,

Ich hatte einen Verkehrsunfall mit meinem auto. Bin gegen ein anderes auto gefahren. Die polizei wurde alarmiert sowie krankenwagen, feuerwehr etc. Nun habe ich ein schreiben von der polizei bekommen wo ich namen, unfallhergang etc aufschreiben soll. Da ich schuld bin und da steht "ihnen wird zur last gelegt, einen fehler begangen zu haben" und ich habe im endeffekt geschrieben "ja" Der andere beteiligte, der den schaden an seinem auto hat, kriegt das schreiben sicher auch und schreibt auch wie es passiert ist und er wird sicher auch sagen dass ich schuld bin, was auch so ist. Meine frage ist jetzt: braucht das die polizei nur um zu sehen ob es unstimmigkeiten gibt damit man dann ein gerichtsverfahren einleiten kann? Also wenn beide aussagen übereinstimmen, ist doch alles geregelt oder? Also wegen dem schaden, das zahlt ja meine kfz-versicherung, habe vollkasko etc.

Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Polizei, 11

Hallo mar7in21,

da ein Krankenwagen informiert wurde, gehe ich mal davon aus, dass Jemand bei dem Unfall verletzt wurde.

Diesbezüglich hat die Polizei gegen Dich ein Strafverfahren nach folgender Rechtsgrundlage eingeleitet:

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§ 229 StGB - Fahrlässige Körperverletzung

Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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Im Rahmen des Strafverfahrens ist die Polizei verpflichtet Dir rechtliches Gehör anzubieten. Aus diesem Grunde wurde Dir der Anhörungsbogen zugesendet.

Das Angebot des rechtlichen Gehörs kannst Du annehmen und Dich zur Sache äußern und den Verstoß zuzugeben. Verpflichtet bist Du nicht, Angaben zur Sache zu machen. Du kannst auch Vermerken, dass Du Dich nicht zur Sache äußern willst und machst nur die Pflichtangaben zu Deiner Person.

In den meisten Fällen kommt es nicht zu einer Bestrafung, weil die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt, weil die verletzte Person keinen Strafantrag gestellt und öffentliches Interesse verneint wurde oder es wird wegen Geringfügigkeit (der Schuld) eingestellt.

Wird das Strafverfahren eingestellt, bleibt noch die Ordnungswidrigkeit bestehen, die je nachdem welches Fehlverhalten von Dir zum Unfall geführt hat:

  • Mit einem Verwarnungsgeld oder
  • Mit einem Bußgeld plus Verwaltungsgebühren von 28,50 Euro
  • und evtl. mit Punkten
  • und evtl. mit einem Fahrverbot von 1 - 3 Monaten

geahndet wird.

Schöne Grüße
TheGrow

Antwort
von annokrat, 25

der andere bleibt aussen vor, weil in deinem fall die sache klar sein dürfte. wenn du jetzt keine phantasiegeschichte rein schreibst, die deine unschuld darstellen soll, wird nichts passieren. du wirst dann halt entsprechend verknackt und gut. sofern kein personenschaden bei anderen aufgetreten ist, wird die staatsanwaltschaft die sache möglichst schnell und ohne grosses theater einstellen.

annokrat

Kommentar von Bauer12321 ,

Soweit richtig! Kann aber auch ein Bußgeld bzw. Punkt auf
mar7in21 zukommen. Je nach Vergehen halt. Wenn eine andere Person verletzt wurde kann noch fahrlässige Körperverletzung dazu kommen.

Kommentar von mar7in21 ,

Bußgeld und punkt?! Ab wann denn? Wenn es mutwillig oder grob fahrlässig war? 

Also in meinem fall war das so, dass ich ihn beim spurwechsel übersehen habe, keiner ist verletzt worden. 

Kommentar von mar7in21 ,

Entstehen eigentlich verwaltungskosten o.ä. Kosten für diesen ganzen Vorgang? 

Antwort
von annokrat, 17

klar, jeder strafzettel löst verwaltungskosten aus, die der bestrafte zu erstatten hat. ist aber nicht so wild.

annokrat

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