Frage von flof50, 95

Verkehrsteilnehmer als Privatperson "melden" oder zu einer "Überprüfung" schicken?

Einen Bekannten von mir ging es neulich so. Er fuhr mit dem Auto von zu Hause in die schule, da winkte ihn irgendwann ein normaler Autofahrer hinaus der ihn kurz zuvor überholte. Dieser Mann fragte ihn dann was er sich denn eig. bei dieser Aktion gedacht hat. Zuerst hatte mein Bekannter keine Ahnung von was dieser Mann eigentlich spricht, bis er endlich sagte, dass er zugesehen hatte wie er ein gefährliches Überholmanöver durchgeführt hatte und das kurz vor einer Kurve. Mein Bekannter allerdings sagte, dass das keinesfalls ein gefährliches Manöver war und sich alles leicht ausging. Der Mann sagte dann nach einer längeren Diskusion das er sich das Kennzeichen notiert hat und ihn, übrigens ein Führerscheinneuling, zu einer Überprüfung schicken würde. Der Mann hat sich allerdings weder vorgestellt und hat auch keinen Polizeiausweis gezeigt, dashalb ist anzunehmen das er einfach eine Privatperson war. Als mein Bekannter dann nachfragte zu welcher Überprüfung er denn geschickt werden sollte, antwortete der Mann nur: "Das wirst du dann schon sehen". Zu allem Überfluss war das Überholmanöver des Mannes nicht gerade ungefährlich da mein Bekannter da gerade aus dem Beschleunigungsstreiffen ausfahren wollte und durch den Mann blockiert wurde und beinahe in die Leitplanken gedrückt wurde.

Meine Frage ist nun: "Kann eine einfache Privatperson, noch dazu im Ausland (Deutschland), einfach einen anderen Verkehrsteilnehmer herauswinken und ihn beschuldigen ein gefährliches Überholmanöver begangen zu haben?? Zusätzlich sich nicht vorzustellen und dann behaupten, denjenigen mit seinem Kennzeichen zu melden und zu einer Überprüfung zu schicken?? Und das auch noch, trotz Nachfrage, ohne zu erwähnen zu welcher Überprüfung?"

Falls ja, könnte dannn nicht einfach jeder das Gesetz einfach in die Hand nehmen und jeden Anderen wegen ganz banalen Sachen melden?

mfg flof50 freue mich schon auf kompetente Antworten

Antwort
von petrapetra64, 49

Kann ja sein, dass die Privatperson ein Polizist in seiner Freizeit war, der darf das durchaus. Aber auch eine Privatperson kann natuerlich einen anderen Anzeigen (und zuvor Kennzeichen notieren)., wenn er meint, ein Verkehrsdelikt gesehen zu haben.

Ich denke nicht, dass er direkt gemeint hat, den Fahrer zu einer Ueberpruefung schicken, sondern eher den Vorfall zu einer Ueberpruefung schicken. Dann bekommt der Vekehrsteilnehmer irgendwann Post oder wird zur Anhoerung vorgeladen. Je nachdem halt.

Jeder Buerger hat das Recht, Vorfaelle anzuzeigen. Natuerlich.  Die Weiterverfolgung obliegt aber dem Staat. Der kann die Sache natuerlich auch einstellen.

Kommentar von flof50 ,

ja das jeder im prinzip eine anzeige machen kann ist mir bewusst, aber in wie fern wird so eine anzeige oder überprüfung die von einer Privatperson angeordnet wurde ohne weitere Zeugen verfolgt?

Ich meine im oben angegeben Fall steht eindeutig Aussage gegen Aussage, ohne weitere Zeugen. So ein Verfahren mit solch mangelnder Beweislage kann doch unmöglich aufgenommen werden, oder?

Antwort
von Ninombre, 95

Die Antwort ist doch naheliegend: Der andere hat kein Recht ihn herauszuwinken oder "Überprüfungsmaßnahmen" anzuordnen. Er kann natürlich zur Polizei gehen und irgendwelche Anzeigen erstatten. Dann hat er allerdings das Problem, dass das Kennzeichen alleine ihm nicht den Fahrer verrät und es auch spannend sein dürfte, wie er irgendwas beweisen will. Entsprechend motiviert wird die Polizei dieser Sache dann nachgehen.

Kommentar von flof50 ,

ja so denke ich auch, aber wie kann man sich da sicher sein. falls ihr von irgendwelchen ähnlichen Vorfällen wisst, schreibt sie bitte rein. les ich mkr alles gerne durch

Antwort
von lovelyflow, 75

Ein ähnliche Situation hat auch mal ein Bekannter erlebt und wurde verurteilt. Ein Zivilist habe Ihn beobachtet wie er bei rot gefahren sei und dass der Polizei gemeldet. Diese gab der Anklage Recht mit der Begründung, dass sich niemand so etwas aus Jux und Dallerei ausdenken würde. Hat mich damals wirklich erstaunt.

Kommentar von flof50 ,

aber so kann mandoch nicht einfach eine Anzeige durchbringen. Da fehlt doch jede Art von Beweis.

Kommentar von lovelyflow ,

Das habe ich auch gedacht. Die Polizei stand ca. 200m weiter. Der Zivilist hat es denen gemeldet, sie sind ihm hinterhergefahren und es gab die Anzeige. Obwohl Aussage gegen Aussage stand.

Kommentar von PatrickLassan ,

Eine Zeugenaussage reicht u.U. auch aus.

Kommentar von flof50 ,

ja aber so eine ist nicht vorhanden

Kommentar von lovelyflow ,

Nunja, ein Überholmanöver ist noch keine rote Ampel, aber dennoch steht evtl eine Aussage gegen eine andere.

Kommentar von flof50 ,

also eine aussage eines unbhängigen zeugen ist nicht vorhanden... sry wenn das falsch rumgekommen ist

Kommentar von lovelyflow ,

Den unabhängigen Zeugen, gab es bei meinem Bekannten auch nicht. Einfach nur Aussage gegen Aussage. Und die ANklage hat gewonnen.

Kommentar von Artus01 ,

ja aber so eine ist nicht vorhanden

Aber sicher ist eine Zeugenaussage vorhanden. Die des Anzeigenden.

Antwort
von flof50, 47

Hat jemand vielleicht schon einmal von so einer Überprüfung gehört, wie sie oben beschrieben wurde??

Antwort
von nurlinkehaende, 59

Das war ein Wichtigtuer, ein echter Depp, der da was melden will.

Ein mieser, kleiner und billiger Freizeitpolizist.

Kommentar von RuedigerXY ,

Genau!

Kommentar von lovelyflow ,

Ja, da gebe ich Dir auf jeden Fall recht. Ein absolutes A-...

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