Raimund1 am 23.01.2008 um 22:32 Uhr
Bekanntlich haben Banken notleidende Kredit als Paket verkauft, um sich damit Liquidität zu beschaffen.
Kann ich mich als Kreditnehmer eigentlich dagegen wehren, dass mein Kredit verkauft wird?
Kann die Bank jeden Kredit verkaufen?
Muss der Kreditnehmer nicht sein Einverständnis dazu geben? Immerhin wechseln ja die Vertragspartner.

Hier findest du Antwort auf deine Fragen. Keine sehr schöne aber es sind Antworten.

Ja, Du kannst bei Abschluss eines Kreditvertrages einen Verkauf ausschließen.

Du kannst Dich gegen einen Verkauf nicht wehren, Dein Einverständnis ist nicht erforderlich. Das geht gerade in letzter Zeit durch die Medien, was damit für ein Schindluder und so mancher Kreditnehmer in den Ruin getrieben wird.

Gerade heute (oh nein, schon gestern, 23.01.2008) gab es eine Pressemitteilung des Bundesjustizministeriums,dass die Rechte der Darlehensnehmer gestärkt werden sollen. Es werden aber gerade die ersten Schritte im Gesetzgebungsverfahren gemacht:
http://www.bmj.de/enid/27386d0b25bd70de8df1670282b8e44b,5b2293636f6e5f6964092d09...
Nein.
Es kann Dir passieren, daß Du zusätzlich zu den Restschulden nochmal den ganzen Kredit in voller Höhe zahlen mußt, die Summe, die mal als Kredit bewilligt wurde.
Nur eine schnelle Kündigung des Kredits und wechseln zu einer Bank, die solche Gebaren des Verkaufs nicht hat, kann Dich vor unsinnigen Forderungen schützen. Einige Verbraucherverbände sind fieberhaft am arbeiten, um die Gesetzgeber dazuzubringen, diese unselige Lücke per Gesetz zu schließen.
Übrigens werden nicht nur notleidende Kredite verkauft, leider auch solche, die immer ordentlich und pünktlich getilgt wurden/werden.
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