Frage von michi5424, 206

Verheimlichte Schwangerschaft - Wie rechtliche Situation?

Meine (damalige) Freundin hat mir ihre Schwangerschaft verheimlicht währenddessen wir zusammen waren und mich erst nach Trennung davon in Kenntnis gesetzt. Wir hatten zu Beginn der Beziehung jedoch klipp & klar darüber gesprochen, kein gemeinsames Kind zu wollen. Seit der Trennung erfolgte ihrerseits keine Information mehr und nun ist das Kind da.

Habe ich irgendwelche rechtlichen Möglichkeiten, dass ich nicht zahlen muss (ausser dass ich vielleicht nicht der leibliche Vater wäre - diese Chance besteht auch noch.

Antwort
von PatrickLassan, 136

An der rechtlichen Situation ändert sich nichts, nur weil deine Ex dir die Schwangerschaft verheimlicht hat. Wenn du der leibliche Vater des Kindes bist, bist du unterhaltspflichtig. Wenn du Zweifel an der Vaterschaft hast, dann solltest du einen Test verlangen.

Antwort
von Mieze1231, 78

Entschuldige mal...

Es geht hier um das Kind! Und das Kind kann auch nichts für das dämliche Verhalten deiner Exfreundin!

Selbstverständlich musst du zahlen, wenn du der leibliche Vater bist!

Das arme Baby... Dich hat doch auch irgendwer groß gezogen und das Baby hat auch nur einen Vater... Also das einzige, was du einklagen kannst ist ein Umgangsrecht und das gemeinsame Sorgerecht. Es ist auch dein Kind! Nicht nur das der Mutter. Dabei ist es völlig egal, ob es gewollt war oder nicht oder wie es zu der Schwangerschaft kam. Ich wünsche dem Baby, dass du dich doch nur für das Kleine interessierst! Und dir wünsche ich, dass du irgendwie doch noch Gefallen daran findest und dich möglichst schnell an die neue Situation gewöhnst!

Achso, noch was... Du bist auch der Mutter gegenüber zum Unterhalt verpflichtet, bis das Kind 3 Jahre alt ist und sie nicht arbeitet. Das gilt auch für Eltern, die nie verheiratet waren. Allerdings würde ich dort keine schlafenden Hunde wecken. So lange sie es nicht beansprucht, kann sie es auch später nicht rückwirkend einfordern. (Im Gegensatz zum Kindesunterhalt, den sie zB auch erst nach 5 Jahren einfordern kann und du rückwirkend alles nachzahlen müsstest.) Bei dem Unterhalt gegenüber der Mutter hättest du aber vielleicht eine geringe Chance raus zu kommen, wenn sie den verlangt. Nämlich dann, wenn du nachweislich irgendwie bei der Zeugung getäuscht worden bist. Aber wie gesagt, die Chancen sind generell eher gering und lass dich vorher gut von nem Anwalt beraten, ob sich das Anfechten überhaupt lohnt.

Kommentar von gnarr ,

egal ob muttis unterhalt oder kindesunterhalt - es kann beides nicht rückwirkend gefordert werden, sondern erst ab dem tag der inverzugsetzung.

es gibt kein herauskommen aus der vaterschaft, nicht mal über angebliche täuschungen während der zeugung - selbst wenn so etwas existieren würde. ein anfechten ist nicht mgl. was mgl. ist und das ist ihm ans herz zu legen ist ein vateschaftstest einzufordern und durchzuführen, um erstmal zu gucken ob er überhaupt der vater ist.

Kommentar von Mieze1231 ,

Ich glaube du hast meinen Text nicht verstanden.

Ich habe nie gesagt, dass er die Vaterschaft anfechten könnte. Kann er auch nicht.

Und es ist sehr wohl so, dass der Kindesunterhalt auch später verlangt werden kann, wenn keine Zahlung erfolgte. Es gab schon Väter die mussten viele Jahre den Unterhalt nachzahlen, weil sie bis Zeitpunkt X nicht mal etwas von dem Kind wussten und demnach auch gar nicht zahlen konnten. Der Mindestunterhalt muss in jedem Fall nachgezahlt werden.

Beim Unterhalt gegenüber der Mutter sieht das etwas anders aus. Sie hat in den ersten 3 Jahren so lange sie nicht arbeitet einen Anspruch. Stellt sie die Forderung aber beispielsweise erst, wenn das Kind schon ein halbes Jahr alt ist, dass muss der Vater für sie auch erst ab da bezahlen. Der Vater muss ihren Unterhalt nicht für die letzten 6 Monate nachzahlen.

Und genau gegen diesen Unterhalt, den die Mutter erhebt, kann ein Vater angehen, wenn er bei der Zeugung getäuscht wurde. Wie ich auch geschrieben haben, sind die Aussichten nicht besonders gut, aber es gibt durchaus Gerichtsurteile, in denen entschieden wurde, dass der Vater der Mutter keinen Unterhalt zahlen muss. Das hat aber nichts mit der Vaterschaft und dem Unterhalt dem Kind gegenüber zu tun!

Antwort
von Giwalato, 49

Hallo Michi,

Du fühlst Dich von Deiner Freundin hintergangen. Möglicherweise war sie schon schwanger von Dir als ihr gemeinsam beschlossen habt, zusammen kein Kind zu bekommen.

Einen Vaterschaftstest würde ich in einer solchen Situation auf jeden Fall machen. Nur so kannst Du sicher sein, daß das Kind tatsächlich von Dir ist.

Das Kind hat Anspruch auf Unterhalt und ist erbberechtigt, im Gegensatz zu seiner Mutter. Ich würde aber mit meinem Kind Kontakt haben wollen. Schließlich kann es ja nichts für die Situation, und wenn Du es schaffst es zu lieben, hat das auf seine gesunde Entwicklung einen guten Einfluss.

Vielleicht freuen sich Deine Eltern auch mehr auf ihre Großelternschaft als Du, wenn die rechtliche Situation geklärt ist, daß das Kind tatsächlich von Dir ist.

Die Situation ist nicht schön, aber mach das Beste daraus.

Giwalato

Antwort
von Schnoofy, 61

Auch ein Verheimlichen der Schwangerschaft ändert nichts an der Tatsache, dass Du ein Kind gezeugt hast vorausgesetzt ein Vaterschaftstest bestätigt dies).

Unabhängig von Deinem Verhältnis zur Mutter des Kindes hast Du deshalb eine Verpflichtung Deinen Beitrag zum Unterhalt des Kindes zu leisten, für das Du mitverantwortlich bist.

Noch ein Tipp für die Zukunft:

Verhütung liegt nicht nur in der Verantwortung eines Partners. Deshalb sollte man auch als Mann aktiv etwas tun, um eine Schwangerschaft zu vermeiden und sich nicht auf die Aussage "Ich nehme die Pille" verlassen.

Antwort
von landregen, 7

Nein, die hast du nicht, denn es geht um die Interessen und Rechte des Kindes und nicht um den egoistischen Streit der Eltern.

Ein Kind hat Eltern, und die haben für seinen Unterhalt zu sorgen. Es hat sich dich nicht als Vater ausgesucht.

Wenn deine Partnerin erst einmal schwanger ist von dir, dann hast du rechtlich gesehen keinerlei Möglichkeit, auf ihre Entscheidung Einfluss zu nehmen.

Nebenbei: Wenn du keine Kinder  haben möchtest, dann sorg dafür, dass du vorsorgst und verhütest, statt die Verantwortung auf die Frau abzuschieben.

Antwort
von nicinini, 105

Nein zahlen musst du , (es sei denn du bist nicht der vater) das einzige was du einklagen kannst ist ein umgangsrecht oder gemeinsames sorgerecht. Es ist immernoch dein Kind egal ob du die Frau magst oder was du geplant hast

Antwort
von FeeGoToCof, 93

Du musst einen Vaterschaftstest veranlassen.

Wenn das Ergebnis negativ ist, musst Du nicht zahlen.

Ist das Ergebnis positiv, musst Du zahlen, egal, ob Du ein Kind zeugen WOLLTEST, oder nicht. Hier zählt nur das Ergebnis.

Solange es nicht Vergewaltigung oder Samenraub waren, die zur Schwangerschaft führten, hast Du nun väterliche Pflichten und allerdings auch Rechte ;)

Antwort
von gnarr, 17

die rechtliche situation ist ganz einfach. du bist der vater des kindes. wirst eingetragen als solcher oder erkennst es selbst an. du hast die pflicht unterhalt zu zahlen erstmal für das kind und in zweitem schritt für die mutter in form von betreuungsunterhalt.

du bist verantwortlich für die kosten der erstausstattung, dafür kann sie geld von dir einfordern. (bettchen, kinderwagen, anziehsachen, etc)

weiterhin hast du das recht auf gemeinsames sorgerecht. das kannst du einfordern u. einen termin machen zur gemeinsamen erklärung oder eben gerichtlich einfordern.

weiterhin hast du das recht auf umgang. den kannst du ebenfalls einfordern oder wenn nötig gerichtlich durchsetzen.

bevor du dich als vater eintragen lässt, solltest du einen vaterschaftstest beim jugendamt machen lassen um zu gucken ob du überhaupt der vater des kindes bist. wenn du nachgewiesener maßen der vater bist, solltest du dich der verantwortung stellen. sie hat dir nichts verheimlicht, sie sagte dir ja das sie schwanger war.

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Schwangerschaft, 44

Für eine Schwangerschaft braucht es immer 2 Menschen. Du warst offensichtlich beteiligt.

Wenn du klipp & klar sagst du möchtest dein Kind solltest du auch dementsprechend handeln.

Wenn ein Kind eine Katastrophe ist sollte es nicht allzu schwer sein ein Gummi über den Lümmel zu ziehen. Tut man dies nicht oder vermasselt die Anwendung ist man selbst schuld.

Zahlen musst du sofern du der Vater bist. Steh deinen Mann.

Lg

HelpfulMasked

Antwort
von Dahika, 68

Nein, wenn du der Erzeuger bist, musst du zahlen. Du hast ja Nerven. Sie mag dir die Schwangerschaft verheimlicht haben, aber gemacht hast du es. Wenn die Vaterschaft festgestellt ist, musst zu für das Kind aufkommen. Solche Typen liebe ich...

Kommentar von michi5424 ,

Hallo Dahika, ja, ich glaub Dir das Du "solche Typen" liebst...aber bevor Du pauschal verurteilst, müßtest Du die ganze Story kennen und dann erst  urteilen....es ging mir nur um die Frage des rechtlichen...ich bin biologisch wahrscheinlich der Vater, emotional jedoch nicht, das war von Anfang an fix geklärt...und Sie hat es mir nur gesagt weil ich es beendet habe ...wer weiß wann sie es sonst gesagt hätte ...es is ja nicht ihr erstes Kind...

Kommentar von Kitharea ,

Die Story hat keine Relevanz - das Baby hat seine ganz eigene Geschichte die JETZT beginnt mit dem Satz: Meine Mama hat meinen Dad angelogen und der will nichts von mir wissen. Voll gut. Die Community freut sich sicher schon in 12 Jahren hier von den Problemen des jetzt Neugeborenen zu lesen nur weil kein angeblich erwachsener Mensch dazu stehen will.
Es ist DEIN Baby ... und es hätte einen Vater verdient, der das auch annimmt und gern hat.

Kommentar von gnarr ,

das kind wird nicht sagen das mama das kind angelogen hat. das kind wird sagen: mein vater ist ein oller div, der sich um nichts gekümmert hat und mama das leben schwer macht. nie hat er sich um mich gekümmert.

mutti hat ja nicht gelogen, er wußte doch das sie schwanger war. ist doch egal wann das war.

Antwort
von petrapetra64, 20

Du hast keine rechtlichen Möglichkeiten, wenn du der Vater bist und bist deinem Kind zu Unterhalt verpflichtet. Es ist dein Kind. Wer keines will, muss sich davor schützen. 

Man kann ein Kind nicht mit der Info gross ziehen und ernähren, dass man es nicht gewollt hat. Es ist da und es hat Bedürfnisse und es hat keine Absprachen mit euch getroffen. 

Antwort
von schwarzwaldkarl, 62

Das dürfte wohl die einzige Möglichkeit sein, dass Du nicht der Vater bist, ansonten bist Du schon unterhaltspflichtig... 

Antwort
von Kleckerfrau, 87

Auch wenn sie es dir verheimlicht hat wirst du zur Kasse gebeten. Es sei denn du lässt einen Vaterschaftstest machen und es wird nachgewiesen, dass du nicht der Vater bist.

Antwort
von NicoleU, 32

Nein! Wer ein Kind macht muss auch dafür zahlen - egal ob geplant oder Unfall.

Antwort
von anniegirl80, 58

Offensichtlich hat sich deine Freundin etwas dabei gedacht, dir ihre Schwangeschaft zu verheimlichen. Für mich klingt das nämlich so als hättest du sie dann zur Abtreibung genötigt.

Antwort
von DFgen, 47
Habe ich irgendwelche rechtlichen Möglichkeiten, das ich nicht zahlen muss 

Nein.

Wenn du die Vaterschaft anerkannt hast oder durch gerichtlich angeordneten Vaterschaftstest als solcher festgestellt wurdest, hast du alle damit verbundenen Rechte und Pflichten, so auch die Unterhaltspflicht.

Antwort
von Otilie1, 65

wenn du der vater bist wirst du zahlen müsen auch wenn sie gegen deinen willen schwanger geworden ist, leider !  wenn du glaubst du bist nicht der vater lass einen dna test machen

Antwort
von LucasPezzetta, 75

In diesem Fall bist du leider in die Zwickmùhle geraten... ich persònlich finde es unfair, dass solche Frauen in solchen Fàllen noch dermassen vom Gesetz unterstùtzt werden.. aber naja.. kann man nix machen:)

Kommentar von Kitharea ,

Ich persönlich finde es unfair, wenn sich Männer zwar vergnügen wollen aber nicht genug Sicherheitsmaßnahmen ergreifen dass dies auch ohne Nachwirkungen bleibt. Selbst ist der Mann heißt es. Wer keine Kinder will sollte sich über Verhütung Gedanken machen oder zahlen.
Es gibt sicher auf beiden Seiten "schwarze Schafe" - aber die "Schuld" dann auf den Anderen zu schieben wo man selbst hätte nachdenken müssen ist auch etwas kurzsichtig.

Kommentar von LucasPezzetta ,

Da hast du Recht; ich wollte hier auch keinem die Schuld in die Schuhe schieben. Ich wollte nur einen (auf diesen Fall bezogenen) Kommentar abgeben:) Hierbei ist der Mann wohl leider gewissermassen "hintergangen" worden :/

Kommentar von Mieze1231 ,

Naja nicht ganz... Das Gesetz unterstützt hier in erster Linie das Kind! Und das kann ja wohl auch nichts für das Fehlverhalten der Frau! Wer nicht selbst auf die Verhütung acht gibt, muss anschießend auch die Konsequenzen tragen.

Kommentar von Kitharea ,

Ja hatte ich wohl vergessen in dem Moment ... klar geht es um das Wohl der Kinder. Davon abgesehen - wäre der Vater in dem Fall nicht unterhaltspflichtig könnte ja jeder kommen. Es ziehen sich ohnehin schon viel zu viele aus der Affäre. Da kann das Kind nichts dafür. Und überleben sollte es trotzdem dürfen.

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