Frage von nike1983, 45

Verhalten im Vorstellungsgespräch?

Hallo,

ich habe eine weitere Frage, da mir das Thema wichtig ist und ich mich etwas sicherer fühlen möchte. Vielleicht sind unter den Antwortgebern ja ein personaler, das wäre sogar recht hilfreich.

Ich war jetzt fast genau 4 Jahre als Sachbearbeiter in einem Betrieb und wurde gekündigt. Hintergrund: es gab über eine längeren Zeitraum große Differenzen zwischen einem Kollegen und mir, was auch zu Spannungen meines Vorgesetzten und mir bzw. zu Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis führte. Gegen den Arbeitskollegen gehe ich evtl noch privat vor aber das ist eine ganz andere Sache.

Nun ist es so, dass ich mich bewerbe und auch ein ganz gutes Zeugnis habe. Laut meiner Anwältin sind Passagen eine 1 andere eine 2 andere eine 3 - Gesamtnote etwa 2-3. denke das ist ok, denn ich bin wie gesagt ein "normaler" Sachbearbeiter ohne projekttätigkeit oder große Verantwortung.

Nun geht aus meinem Zeugnis hervor, dass ich nicht auf eigenen Wunsch gekündigt habe, es auch keinen Aufhebungsvertrag gab und auch keine betriebsbedingte Kündigung, mit anderen Worten, mir wurde gekündigt, was auch so korrekt ist.

Für die Arbeit wird sich bedankt und für die berufliche und private Zukunft alles gute und viel Erfolg gewünscht.

Für meine Begriffe ist es so, dass Kündigungen vorkommen können, auch solche, die nicht betriebsbedingt sind. Ich denke es gibt mehr Kündigungen als man denkt.

Leider habe ich das Gefühl, dass trotz der modernen Zeit das Wort Kündigung immer noch ein Problem für viele personaler darstellt und man immer gleich negative Eigenschaften oder Verhaltensweisen hinter dem Bewerber vermutet und es direkt zu absagen, kritischen hinterfragen im Vorstellungsgespräch oder sogar "hinterherspinoieren" (ehemaligen Vorgesetzten anrufen etc.) kommt.

Warum ist das so oder ist es doch nicht so? Glaubt man vielen Antworten aus Foren wie hier, der Presse, dem www oder Fachliteratur, dann liest man oft Dinge in dieser Richtung.

Nun ist es einfach mal so, dass im Leben nicht immer alles rund läuft und dort wo Menschen zusammen kommen, kann es zu allerhand Problemen oder zwischenmenschlichen Umständen kommen.

Wie soll ich mich in meinem Fall zB verhalten? Angenommen ich werde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und man fragt, was es mit der Kündigung auf sich hat, wie verhalte ich mich in meinem o.g. Fall ohne jemanden schlecht zu machen, mich schlecht zu verkaufen oder mich bis auf die u-Hose zu einem Thema nackig zu machen, das im Grunde einen Dritten nicht wirklich etwas angeht?

Vermutlich wird der personaler in meinem Zeugnis eine Verhaltensbedingte Kündigung als Grund herauslesen aber heißt das für mich, keinen Job mehr zu finden?

Ich könnte wirklich etwas Rat benötigen.

Vielen Dank!

Antwort
von Paguangare, 16

Der Personaler wird ganz bestimmt das herauslesen können, was du auch vermutest. Es hat also keinen Sinn, zu lügen, etwas schönzufärben oder Ausflüchte zu suchen.

Du kannst die Angelegenheit also so darstellen, wie du es auch in diesem Text gemacht hast.

Ein Literaturtipp:

Jack Welch und Suzy Welch: Winning - Das ist Management, Campus Verlag, Frankfurt/New York, 2005.

Hier S. 294 ff: "Jobsuche, nachdem Sie entlassen wurden"

Kommentar von nike1983 ,

Lügen oder schön reden möchte ich ja auch nichts, sonst würde ich hier nicht fragen. Wenn ich abgebrüht wäre, dann wäre es mir egal und ich würdenirgendeas erzählen - das bin ich aber nicht. Möchte einfach nur wissen, wie man am besten mit dem Thema umgehen kann/soll

Antwort
von PrincessBlanc, 21

Also ich würde dann einfach sagen, dass sich ein bestimmter Kollege schlecht verhalten hat (Mobbing ect) & das es über die Zeit halt immer wieder Unstimmigkeiten gab, du aber nicht genau drauf eingehen willst, und dann gekündigt wurdest, weil du halt sehr gereizt warst.
Ich glaube nicht das du keinen Job mehr bekommen wirst, Arbeitskräfte sind immer gefragt.  

Kommentar von nike1983 ,

Hallo Princess blanc. Meinst du aber nicht, dass es besser ist, das irgendwie geschickt zu verpacken? Mobbing zu sagen wäre bestimmt nicht so gut. Nur was wäre eine geschickte Antwort? Bin an sich recht wortgewandt aber das ist echt schwierig. 

Kommentar von PrincessBlanc ,

Mh. Auf jeden Fall wäre es die Wahrheit. Natürlich kann man einfach nur sagen das eure Charaktere nicht kompatibel waren & es deswegen zu Komplikationen im Arbeitsverhältnis kam. Aber ich denke das der neue Chef dann denkt, dass es deine Schuld war & du immer gestritten hast & nicht anders herum..

Antwort
von nike1983, 8

Habt ihr noch weitere Antworten für mich - bitte! 

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