Frage von blizzaard, 110

Verhältnisformeln der Salze?

Hallo liebe Community, ich bin in der achten Klasse, und stehe vor einem Problem. Ich bin etwas verwirrt, was das Erstellen der Verhältnisformeln für die Salze angeht. Ich weiß, das jeder Stoff acht Außenelektronen haben möchte, und das die Elemente der Hg. 1-3 Elektronen abgeben, und die Elemente der Hg. 5-8 Elektronen aufnehmen. Die Vierte hatten wir noch nicht! Doch jetzt mal ein Beispiel: Ich hab das Kation Mg2+ (die 2+ ist hochgestellt) und das Anion Br-(das Minus ist hochgestellt.) Wie finde ich die Verhältnisformel raus? Und manchmal musste man auch die Zahlen multiplizieren, bspw. bei Mg2+ (hochgestellt) und N3-(hochgestellt), um den kleinsten Vielfachen herauszufinden. Wieso macht man das nicht überall so, und wie macht man das in anderen Fällen?

Mfg

Antwort
von ThomasJNewton, 58

Du solltest dich der Chemie nicht über Rechenregeln nähern, denn die Chemie handelt von echten Stoffen.

Magnesium bildet halt Mg²⁺-Ionen, Brom Br⁻-Ionen.

Das musst du erst mal so hinnehmen, danach kannst du rechnen.

Und eigentlich sind die Rechnungen nicht schwierig, wenn du die Sache verstanden hast.

Fragst du nach dem kleinsten/größten gemeinsamen Teiler/Vielfachen, wenn im Zoo jeder Wärter 2 Bananen tragen kann und jeder Affe 3 frisst?

Wohl eher nicht. Dann müssen halt 3 Wärter her, um 2 Affen satt zu machen.

Und so müssen halt 2 Aluminiumatome jeweils 3 Elektronen hergeben, um 3 Schwefelatome satt zu machen, die jeweils 2 Elektronen "essen".

Die Chemie verdient keinen Respekt, und die Mehrheit der Chemielehrer nach meinen Eindrücken hier auch nicht.
Chemie ist zwar sehr schwierig, aber das Rechnen nicht. Und das Rechnen ist keinesfalls die Chemie.

Lös dich von den Zahlen, und sieh die Stoffe. OK, wenn man Atome und Elektronen vor sich sieht, ist man wohl ein Nerd.
Aber was ist schlecht daran?

Antwort
von theantagonist18, 64

Du willst immer eine nach außen hin neutrale Verbindung haben. Das bedeutet du musst immer schauen wie du die Ladungen ausgleichen kannst. Am Beispiel Magnesiumbromid: Du hast ein Kation mit der Ladung 2+ und ein Anion mit der Ladung 1-. Somit ergibt sich, dass du 2 Bromidionen brauchst um die 2-fach positive Ladung des Magnesiums auszugleichen. Die Verhältnisformel ist also MgBr2.

Kommentar von blizzaard ,

Danke schön! Doch nun stellte ich mir folgende Frage: Was war dann das, mit dem multiplizieren? Wann macht man das?

Kommentar von theantagonist18 ,

Naja, im Prinzip hast du das bei MgBr2 ja auch schon. Das kleinste gemeinsame Vielfache ist hier eben 2. Somit brauchst du nur ein Mg(2+) aber eben 2 Br(-).

Es gibt dann aber Sachen wie Al2O3 und darauf willst du sicher hinaus. Im Aluminiumoxid hast du als Kationen Al(3+) und als Anionen O(2-) vorliegen. Das kleinste gemeinsame Vielfache von 2 und 3 ist 6. Somit musst du die jeweiligen Verbindungspartner multiplizieren um mit deren Ladungen auf jeweils 6 zu kommen: Von Al(3+) brauchst du demnach 2 Stück (2 x 3+ = 6+) und von O(2-) brauchst du 3 Stück (3 x 2- = 6-). Das ergibt eine Verhältnisformel von Al:O = 2:3 --> Al2O3.

Kommentar von blizzaard ,

Geht das mit jedem Element?

Kommentar von theantagonist18 ,

Was meinst du genau?

Kommentar von blizzaard ,

Das man einfach den kleinsten Vielfachen findet, und dann guckt, wie viele man immer braucht?

Kommentar von theantagonist18 ,

Naja, prinzipiell schon. Bei Salzen kannst du das in der Regal so machen. Du musst natürlich darauf achten, dass du auch tatsächlich 2 Bindungspartner hast, die eine ionische Bindung eingehen.

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