Frage von Lalina123456, 36

"Vergleichsbereitschaft" bei Krankenkassen. Was heißt das?

Hallo, ich habe von meiner Krankenkasse einen Mahnbescheid bekommen, in dem steht, dass ich die Beiträge von 3 Monaten von Anfang 2015 nachzahlen soll. Der Betrag ist natürlich der Höchstsatz? Ich bin zwar erstmal aus allen Wolken gefallen, aber ich habe mich mit denen gleich in Verbindung gesetzt und nun kam heute ein Antwortschreiben. In diesem steht, dass sie aufgrund meiner derzeitigen studentischen Krankenversicherung "vergleichsbereit" sind. Jetzt stehe ich aber total auf dem Schlau. Was heißt das denn? Was kann ich denn jetzt mit denen Vergleichen? Ich bin ja froh, dass sie mir entgegen kommen wollen, obwohl es ja offensichtlich mein Fehler war. Aber ich weiß ja gar nicht was die jetzt von mir erwarten. Kann mir vllt jemand hier helfen??

Liebe Grüße und jetzt schon danke für eure Antworten

Antwort
von kevin1905, 14

Hallo,
ich habe von meiner Krankenkasse einen Mahnbescheid bekommen

Halte ich für unwahrscheinlich, da gesetzliche Krankenkassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts keine Mahnbescheide beantragen müssen, sondern einfach selbst Bescheide erlassen können über Beiträge.

Der Betrag ist natürlich der Höchstsatz?

Freiwillig Versicherte, die ihre Einkünfte nicht angeben im Rahmen ihrer Mitwirkungspflichten, werden so eingestuft als würden sie i.H.d. Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Diese betrug in 2015 genau 4.125,- € (§ 240 SGB V).

Was heißt das denn?

Vermutlich, dass sie, wenn du angibst kein Einkommen in der Zeit gehabt zu haben, dich zum niedrigsmöglichen Beitrag einstufen. Wären immer noch für 3 Monate etwa 500,- €.

Antwort
von Mignon5, 21

Bei zivilrechtlichen Streitigkeiten kann man sich "vergleichen". Dann wird vom Gericht kein Urteil gesprochen. Die beiden Parteien einigen sich ohne Richterspruch. Meistens ist der "Vergleich" so circa in der Mitte der Forderung. Beide Parteien geben ein wenig nach. Ein Vergleich ist sozusagen ein Kompromiss, der immer dann geschlossen wird, wenn die Rechtslage für beide Seiten unklar ist.

Wenn also die Krankenkasse jetzt "vergleichsbereit" ist, ist das für dich zunächst einmal positiv. Das bedeutet, dass die Krankenkasse bereit ist, sich außergerichtlich mit dir über einen Betrag zu einigen. Das erspart dir Prozesskosten. Die Krankenkasse kommt dir sozusagen entgegen. Trotzdem kannst du natürlich über den Betrag verhandeln.

Kommentar von Lalina123456 ,

Vielen Dank für die schnelle Antwort. 

Das heißt jetzt also für mich, dass ich mich bei denen melde und irgendwie nachweise, dass ich zu der Zeit kein Einkommen hatte, in der Hoffnung, dass sie dann mit ihren Forderungen des Betrages nach unten gehen. 

Wenn das klappen sollte und die Kasse sich darauf einlässt, wäre das natürlich wunderbar! Und ich bin dir dann zu tausend Dank verpflichtet!

Kommentar von Mignon5 ,

Sehr gerne! :-)

Ja, genau das heißt es! Versuche, den Betrag so weit wie möglich nach unten zu drücken.

Viel Glück und Erfolg!

Kommentar von Lalina123456 ,

Super! Vielen vielen Dank!!! Ich freue mich gerade riesig :-D

Danke! Danke!

Kommentar von Mignon5 ,

Ich kann es nachempfinden! :-)

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