Frage von lajelohe, 20

Verfassung von 1849?

Im Internet steht, dass die Kleindeutsche Lösung eine Aufhebung der deutschen Grenzen bedeutet hätte. Aber es wurde sich ja in der Paulskirchenverfassung für einen Bundesstaat entschieden? Das Reich sollte nur noch die Macht über die Außenpolitik und die Wirtschafts- und Verkehrspolitik haben  und alle Rechte, die nicht eindeutig dem Reich zugeschrieben wurden, sollten bei den Einzelstaaten verbleiben. Das würde doch bedeuten, dass es noch einzelne Staaten gibt, die sozusagen eine eigene Regierung haben, aber die deutschen Grenzen sollten doch aufgehoben werden?
Danke schonmal im Vorraus!

Antwort
von Aproximadamente, 15

"Deutschland" und somit auch "deutsche Grenzen " gab es vor 1848 noch nicht. Deshalb ja die Revolution.... Das Ziel der gescheiterten Revolution 1848 war ja der Nationalstaat (Einigkeit) und  eine Verfassung (Recht). Nach dem scheitern der Versammlung in der Paulskirche, könnten nationale bewegungen im Metternichs system nicht vollständig unterdrückt bzw. ignoriert werden. Demnach fasste man die Einzelstaaten zu einem losen Staatenbund zusammen (-> dem deutschen Bund)  Es gab also weder einen einheitlichen Wirtschaftsraum, eine einheitliche Währung oder sonstiges. Jeder einzelstaat hatte sein eigenes system. (Zeit der Restauration) die ausgearbeitete Verfassung der paulskirchner Versammlung trat nie in Kraft. 

Antwort
von hutten52, 2

Vor 1848 gab es nur einen lockeren Staatenbund. Die kleindeutsche Lösung wäre ein Bundesstaat mit starken Zentralinstanzen (deutsches Parlament, deutscher Kaiser, Reichsregierung) und mit Ländern, die Teilbefugnisse haben. Die Länder wären keine Staaten mehr gewesen, so wie auch heute die Bundesländer keine Staaten sind.

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