Frage von chowdong, 52

Verfahrenskosten 8400€ als Auszubildender?

Guten Abend Community,

Ich habe heute folgenden Brief vom Amtsgericht erhalten, dass ich 8424 Euro bezahlen muss wegen meinem Vater, der kein Unterhalt zahlen möchte und er gewonnen hat. Ich als Auszubildender verdiene jedoch wenig, wie soll ich das alles nun schaffen? Ich habe gerade das Gefühl, als sei mein ganzes Leben vorbei wegen dieser hohen Summe.... Ich erwarte wirklich nicht viel, jedoch nur Tipps wie ich da am besten agieren soll.. Meine Ausbildung ist Juli 2017 zu ende, und danach werde ich eine neue Ausbildung anfangen im Finanzbereich, somit wird mein Einkommen nicht drastisch steigern, (eher sogar sinken, wegen der neuen Ausbildung)..

Gibt es da irgendwelche Möglichkeiten, damit ich nicht diese Kosten zahlen muss?

VIELEN DANK VORAB ...

Antwort
von DFgen, 5

Du solltest dich mit allen entsprechenden Unterlagen an einen Anwalt wenden und dich beraten lassen...., hier wird dir keiner sagen können, ob die Zahlungsaufforderung berechtigt ist oder nicht.....

Wenn du selbst keinen Unterhaltsprozess gegen deinen Vater geführt hast, so bräuchtest du eigentlich auch nichts zahlen.....

Aber es wäre ja auch möglich, dass dein Vater bis zu deinem 18. Geburtstag noch Unterhalt an deine Mutter bezahlt hat, obwohl aufgrund deines Azubi-Einkommens eigentlich kein Anspruch mehr bestanden hätte... und die Mutter den Vater darüber nicht informiert hat..... Dann hätte der Vater ggf. Anspruch auf Rückzahlung - da du als Volljähriger nun selbst für deine "Unterhaltsangelegenheiten" verantwortlich bist, ging die Forderung dann an dich - und du müsstest die zu Unrecht erhaltenden Beträge ggf. von deiner Mutter einfordern und zurückzahlen....

Antwort
von lasterfahren, 30

hat dein anwalt dir nicht im vorfeld erklärt beratungshilfe und verfahrenskostenhilfe zu beantragen? hat er für dich zu beginn des verfahrens keine verfahrenskostenhilfe beantragt? hat er dir zu beginn des verfahrens nicht erklärt, dass deine chancen auf unterhalt gleich null sind, weil du entweder selbst genügend einkommen hast oder dein vater einfach nur nicht leistungsfähig ist und garnicht zahlen kann?

Kommentar von chowdong ,

Ich habe kein Unterhalt verlangt.

Ich habe eines Tages ein Brief vom Familiengericht/Amtsgericht bekommen, dass da was im Gange ist seitens meines Vaters.

Ich habe jedoch nichts vom Geld gesehen, oder benutzt sondern das hat alles meine Mum geregelt.

Ich habe dann dort angerufen, und die meinte ich müsste nichts machen und ergo habe ich keinen Anwalt dazugeholt, da ich keine Rechtsschutzversicherung habe oder das Geld dafür.

Kommentar von lasterfahren ,

warum hast du ein unterhaltsverfahren zu laufen, wenn du nichts angeleiert hast. wenn du ü18 bist, musst du es anleiern. oder es ist aus einer zeit in der du minderjährig warst. warum also hat deine mutter keine verfahrenskostenhilfe beantragt. stell einen antrag auf ratenzahlung. wird eben ne weile dauern.

Kommentar von Menuett ,

Die Rechtschutzversicherung zahlt in Familienangelegenheiten nicht.

Antwort
von tuedelbuex, 28

Such Dir einen Anwalt und lass Dich beraten! Du hast als Auszubildender versucht, den (Dir zustehenden) Unterhalt von Deinem Vater einzuklagen und verloren....? Ohne die Hintergründe zu kennen schon unverständlich, wie ein Gericht so entscheiden kann..... 

Kommentar von lasterfahren ,

ihm steht kein unterhalt mehr zu. er verdient bedarfsüberdeckend.

Kommentar von MarcWOe76 ,

Das hätte man ihm allerdings bei Einreichung der Klage bei Gericht bereits sagen können, ohne es auf eine Verhandlung ankommen zu lassen, von der er als Laie dachte, sie gewinnen zu können.

Kommentar von tuedelbuex ,

Das stand nicht in der Frage, wurde erst durch die Kommentare deutlich......das tatsächliche Einkommen habe ich erst zur Kenntnis genommen, als meine Antwort bereits "raus" war....und jetzt steht natürlich der Gedanke im Raum, ob der Vater nicht tatsächlich noch weniger zur Verfügung hat.......und damit die Frage, welch einen möglicherweise miesen Charakter der Fragesteller haben könnte.....

Kommentar von chowdong ,

Ich habe keinen Unterhalt verlangt. Er war der Ansicht, dass er nicht mehr zahlen muss.

Ich habe eines Tages ein Brief vom Familiengericht/Amtsgericht bekommen, dass da was im Gange ist seitens meines Vaters.

Ich habe jedoch nichts vom Geld gesehen, oder benutzt sondern das hat alles meine Mum geregelt.

Ich habe dann dort angerufen, und die meinte ich müsste nichts machen und ergo habe ich keinen Anwalt dazugeholt, da ich keine Rechtsschutzversicherung habe oder das Geld dafür.

Kommentar von Menuett ,

Wie alt bist Du?

Antwort
von MarcWOe76, 33

Es gibt Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe, die man beantragen kann. Ob das bei dir jetzt noch geht ist fraglich. Du könntest aber auf jeden Fall Rechtsmittel einlegen, wenn die Frist dazu noch nicht abgelaufen ist und somit etwas Zeit gewinnen, um dich zu informieren.

Kommentar von chowdong ,

Ja Prozesskostenhilfe habe ich bereits angefragt, jedoch ist das fraglich ob das bei mir akzeptiert wird.

Verdiene momentan 1050 € Brutto also habe ich am Ende ungf. 870 € raus. Fixkosten habe ich ja auch.. denkst du das wird bei mir akzeptiert?

Kommentar von MarcWOe76 ,

Den Antrag kannst du stellen, der wird dann geprüft. Vergiss das Rechtsmittel nicht, was dir zeitlich Luft verschafft und die Vollstreckbarkeit der Forderung hemmt. Wenn du das verbummelst wird die Forderung fällig und das bedeutet wahrscheinlich, dass irgendwann der Gerichtsvollzieher bei dir klingelt.

Kommentar von lasterfahren ,

warum klagt man bei 870 euro netto auf unterhalt? dir war doch von anfang an klar oder dein anwalt hätte dir das erläutern müssen, dass dein bedarf bei 735 euro abzog. nettogehalt und kindergeld liegt. du hast ein sinnloses verfahren angestrengt, damit ist es richtig das du die gerichtskosten und anwaltskosten deinerseits und der gegenseite trägst.

Kommentar von MarcWOe76 ,

Wenn er einen Anwalt hatte, dieser ist bei Verfahren vor dem Amtsgericht keine Pflicht.

Kommentar von lasterfahren ,

doch im unterhaltsverfahren ist der anwalt pflicht.

Kommentar von Menuett ,

Das wird aktzeptiert. Aber alle 4 Jahre wird geschaut, ob du nicht doch zahlen kannst.

Antwort
von Menuett, 3

Verfahrenskosten von 8424€?
Kann es nicht eher sein, dass es sich hier um den Streitwert handelt?

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