Frage von Mieter2211, 87

Verfahren bei Gericht, Betriebskostenabrechnung?

Mein Problem ist folgendes: ich gehe schwer davon aus, dass ich mit meinem Vermieter vor Gericht gehen muss bezüglich meiner Betriebskostenabrechnung. Er behauptet mein Freund würde bei mir wohnen. Ich frage mich ernsthaft wie er auf so eine Idee kommt, er ist wenns hoch kommt 2-3 mal in der Woche bei mir für ein paar Stunden. Wie wird das bei Gericht geprüft werden können? Haben ja Keine Kameras oder so als Beweis.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von chvoyage, 20

wenn der Vermieter personenbezogene Posten der NKAbrechnung mit 2 Personen bei Dir abrechnet, musst Du Wiederspruch (schriftlich) einlegen und um Korrektur bitten. Es kann durchaus sein, das der Vermieter hier eine flasche NK vorlegt und sich betrügerisch bereichern will indem er allen eine bewusst falsche NK vorlegt. Und wenn keiner dagegen vorgeht wird er das weiter machen. Wenn Dein Freund nicht bei Dir eingezogen ist, dann wohnt er dort auch nicht. Wenn Dein Freund eine eigene Wohnung hat, dann kann er auch nicht bei Dir wohnen, bestenfalls zu Besuch sein. Besuch nimmt aber keinen Einfluss auf die NK. Da kann der Nachbar erzählen was er will.

Schriftlich Wiederspruch einlegen gegen die NK, entweder Brief mit Zeugen in den Briefkasten werfen oder als Einschreiben per Posteinwurf.

Stellung halten und dann kommen lassen.

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 28

Wie sind denn deine Betriebskosten im Mietvertrag vereinbart? Eine Behauptung, du würdest zu zweit die Wohnung  bewohnen, kann durchaus zu Konsequenzen führen, wenn Einzelposition der BK nach Personen auf dich als Mieter umgelegt worden sind. Besuchsweiser Aufenthalt Dritter in deiner Wohnung ist davon aber nicht betroffen. 

Der skrupellose Vermieter kann immerhin aus dem Besuch deines Freundes eine "ungenehmigte Überlassung der Mietsache an Dritte" konstruieren und somit auf eine fristlose Kündigung hinsteuern. Eine Anpassung der BK ist aber erst nach Abrechnung der BK, wenn überhaupt, möglich.

Ich vermute aber, dass das nicht in der Absicht des Vermieters liegt, sondern dass der Vermieter von dir mehr Miete über höhere Betriebskosten schinden will. 

Scheinbar ist die Beweislage des Vermieters sehr schwach bis nicht vorhanden. Damit ist keine aktuelle Gegensteuerung erforderlich.


Kommentar von Mieter2211 ,

Ja das Problem ist dass er bestimmt meine Nachbarn gefragt hat die meinten bestimmt dass sie ihn öfters sehen, ist ja auch so aber nur weil er mich abholt und heim bringt. Was mach ich wenn die vor Gerixht aussagen ihn öfters gesehen zu haben 

Kommentar von Gerhart ,

Gar nichts ist da zu machen. Aus einer Aussage, dass die Nachbarn ihn öfters gesehen haben, ist kein Beweis des ständigen Aufenthalts zu stricken. Aber ich sehe hier keine Gewitterwolken am Horizont. eigentlich ist doch noch nichts passiert.

Kommentar von chvoyage ,
dass der Vermieter von dir mehr Miete über höhere Betriebskosten schinden will. 

Blödsinn, Nebenkosten kann man nicht "schinden" weil der Vermieter davon keine Vorteile hat! Der Vermieter will nur nicht Gefahr laufen, angreifbar zu werden, wegen falscher NK Abrechnung, wenn Posten in der NKAbrechnung über Personen abgerechnet werden.

Kommentar von Gerhart ,

Das ist ja lachhaft.

Antwort
von schelm1, 20

Der Kläger wird Beweise, z.b. über Zeugen erbringen.

Kommentar von Mieter2211 ,

Ok dann hab ich ja nichts zu befürchten

Kommentar von schelm1 ,

Ihre fage läßt da aber etwas anderes befürchten!

Vergessen Sie nicht, daß man auf "hoher See" und vor Gericht "in Gottes Hand" ist!

Was immer ein Richter da so entscheidet, greicht dem Unterlegenen zum Kostennachteil.

Antwort
von troublemaker200, 31

Dein Freund wohnt erst dann bei Dir, wenn er sich auch bei der Stadt ummeldet auf Deine Adresse, dann muss der Mietvertrag geändert werden.

Natürlich gibt es diesbezüglich auch Regeln und Pflichten die Ihr einhalten müsst.

Was hat der VM denn für ein Problem? Wenn Dein Freund bei Dir ist, verbraucht Ihr in der Wohnung mehr Wasser. Das wird durch die Wasseruhr festgehalten und am Ende des Jahres wirst Du evtl. eine Umlagen-Nachzahlung erhalten.

Du musst nix beweisen, Dein VM müsste das wenn überhaupt.

Dein VM muss ich ebenfalls an geltendes Recht halten, der kann sich nicht einfach was "ausdenken" wie er gerade will.

Ich rate Dir:

1.) mach Dich nicht verrückt, selbst wenn es vor Gericht gehen SOLLTE (obwohl ich nicht weiß warum überhaupt) hast Du nix großartiges zu befürchten.

2.) Geh schnellstmöglich zum Mieterschutzbund und lass Dich beraten



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