Frage von UrlaubRest16, 57

Verfällt der Resturlaub wenn man im März krankgeschrieben war?

Hallo,

ich habe nochn paar Tage Resturlaub und wollte noch im März nehmen, bin nun aber 4 Wochen krankgeschrieben gewesen und konnte ihn deshalb nicht antreten. jetzt ist der Monat bald rum und somit kann ich den gesamten urlaub ja nicht mehr nehmen. verfällt er jetzt ? Ausserdem habe ich vor bei meiner Rückkehr zu kündigen.... würde mich über ein paar Infos freuen!

Danke an euch!

Antwort
von dadamat, 42

Es kann eine Verlängerung bis Ende Mai beantragt werden. Hast du wegen Krankheit auch bis zu diesem Termin deine Arbeit nicht wieder aufgenommen, hast du dann bis Ende dieses Jahres noch Anspruch auf den gesetzlichen Urlaub. Dieser beträgt 4 Wochen. Hast du aber diese 4 Wochen schon gehabt, und nur noch der (längere) tarifliche Urlaub übrig, verfällt dieser Anspruchslos. Hattest du aber weniger Urlaub bekommen, als die vier Wochen, steht dir dieser Resturlaub noch bis Ende des Jahres zur Verfügung, oder kann geldmässig Ausgezahlt werden.

Kommentar von Familiengerd ,

Es kann eine Verlängerung bis Ende Mai beantragt werden.

Woher hast Du das denn?!?!

Hast du aber diese 4 Wochen schon gehabt, und nur noch der (längere) tarifliche Urlaub übrig, verfällt dieser Anspruchslos.

Das trifft aber nur zu, wenn es eine entsprechende Vereinbarung gibt oder wenn im Arbeits- oder Tarifvertrag beim Urlaubsanspruch
zwischen gesetzlichem und zusätzlichem Urlaub unterschieden wird.

Antwort
von Jadwiga84, 57

Wenn der Urlaub verfällt müsste er dir (wenn ich mich nicht irre) ausgezahlt werden.

Kommentar von Familiengerd ,

müsste er dir (wenn ich mich nicht irre) ausgezahlt werden

Und da irrst Du eben tatsächlich!

Die Ausbezahlung/Entgeltung von Urlaub ist nach dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 Abs. 4 nur erlaubt, wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann!

Kommentar von Jadwiga84 ,

Danke für den Hinweis :) Hab jetzt wieder was gelernt.

Kommentar von Familiengerd ,

:-)

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 43

Wenn Du den Resturlaub aus dem Vorjahr wegen einer Erkrankung nicht (rechtzeitig) nehmen kannst, verfällt er nicht. Der Übertragungszeitraum mit der Grenze 31.03. nach dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 3 spielt dann keine Rolle: Der Anspruch bleibt Dir erhalten.

Der Resturlaub muss dann aber unverzüglich genommen werden, sofern nicht dringende - !!! - betriebliche Gründe eine spätere Urlaubsnahme bedingen).

Die Abgeltung (Ausbezahlung) von Urlaub ist nur erlaubt, wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus dringende betrieblichen Gründen nicht mehr genommen werden kann (§ 7 Abs. 4).

Antwort
von Rockuser, 46

Nein. Entweder muss der Urlaub ausgezahlt werden, oder man kann ihn Später nehmen.

Kommentar von Familiengerd ,

Entweder muss der Urlaub ausgezahlt werden

Nein!

Eine Ausbezahlung/Entgeltung von Urlaub ist nach dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 Abs. 4 nur erlaubt, wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann!

Kommentar von Rockuser ,

@ Familienmitglied. Liest Du nur die Hälfte? Ich habe nichts Anderes Behauptet. Zudem ist dein Kommentar auch noch Falsch.

„Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden.

Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur

statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des

Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen.“

Kommentar von Familiengerd ,

Liest Du nur die Hälfte?

Das muss ich jetzt allerdings Dich fragen - aber nicht bezüglich der Hälfte, sondern des gesamten Kommentars (es scheint mir dabei aber eher eine Frage des Verstehens zu sein).

Du hast geschrieben, dass der Urlaub ausgezahlt werden müsse, oder man könne ihn später nehmen.

Und wenn ich sage, dass das falsch ist, weil die Ausbezahlung nach BUrlG nur im Kündigungsfall erlaubt ist, nennst Du das "Ich habe nichts Anderes Behauptet."? Was ist das denn?!?!

Zudem ist dein Kommentar auch noch Falsch.

Ganz sicher nicht! Im Übrigen ist mir der Gesetzestext absolut geläufig (ich behaupte: mehr als Dir).

Erstens wissen wir nichts über die Hintergründe, warum hier Resturlaub übertragen wurde.

Zweitens können der Übertragungszeitraum wie auch die Übertragungsgründe durch vertragliche Vereinbarungen ausgeweitet werden (BUrlG § 13 "Unabdingbarkeit").


Und hier wurde Resturlaub übertragen, aus welchen Gründen auch immer: das braucht uns für die Beantwortung der Frage nicht weiter zu interessieren.

Du musst Dich schon genauer informieren (oder auskennen), wenn Du meinst, hier Fehler meinerseits behaupten zu können!



Kommentar von Familiengerd ,

Ergänzung:

Es hat schon etwas von "Schizophrenie" an sich, wenn Du mir mit Verweis auf das Bundesurlaubsgesetz und einem Zitat des Paragraphen (übrigens unberechtigt) einen Fehler unterstellst, aber genau das in Deiner eigenen Antwort selbst nicht beachtest!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community