Frage von Halloooo00, 181

Verdient ein Richter wirlich nach 10 Jahren 10.000 Euro Brutto im Monat?

Antwort
von moreblack, 115

Statt dich auf das Hörensagen aus gutefrage.net zu verlassen, informiere dich am besten selber :-)

Zuerst kommt es darauf an, welche Position man inne hat. Die meisten Richter sind in den Gruppen R1 und R2 engruppiert. Ab R3 sind es nur noch herausgehobene Leitungsfunktionen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Besoldungsordnung_R

Was das nun konkret bedeutet, kannst du hier schauen:

http://oeffentlicher-dienst.info/beamte/land/

Bundesland auswählen und dann in der Besoldungsgruppe die jeweilige R-Besoldung angeben. So bekommt z.B. ein lediger Jurist in Bayern beim Einstieg ca. 4000€ Brutto (3000€ Netto). Mit den Jahren steigt die Besoldung automatisch auf ca. 6200€ Brutto (4300€ Netto).

10000€ Brutto verdient man dabei erst ungefähr in der Besoldungsgruppe R8, was aber nur sehr wenige jemals erreichen, da es hier sich um Präsidenten von Oberlandesgerichten oder von oberen Gerichtshöfen des Bundeslandes handelt.

Kommentar von Halloooo00 ,

Danke, für deine ausführliche Antwort! Habe ich es richtig verstanden, dass durch Berufserfahrung die Besoldung automatisch steigt und damit die Position gewechselt (vom Gericht) wird?

Kommentar von moreblack ,

Das Gehalt steigt in R1 und R2 "automatisch" an, ohne dass die Position gewechselt werden muss.

Beispiel: Ein Richter fängt "neu" in einem Amtsgericht. Er ist nun "ganz normaler" Richter und bekommt die Besoldungsgruppe R1, da dies seinen Tätigkeiten als "normaler" Richter entspricht (gesetzlich geregelt). Am Anfang ist er innerhalb der Gruppe R1 auf Erfahrungsstufe 1. 

Bleibt dieser Richter sein ganzes Berufsleben "normaler" Richter am immer gleichen Gericht, erhöht sich lediglich das Gehalt innerhalb der Gruppe R1 um die Erfahrungsstufe. Das wäre das von mir genannte Beispiel, anfangs 4000€, später 6200€.

Bewirbt sich dieser Richter nach ein paar Jahren auf eine Stelle in einem höheren Gericht, wird er, sofern er die Stelle bekommt, z.B. dann in R2 eingruppiert. Er bekommt damit dann mehr Geld, als er in R1 bekommen hätte.

Antwort
von wurzlsepp668, 120

wenn der / die Richter / Richterin Präsident / Präsidentin des jeweiligen BUNDES-Gerichtes ist .........

und von 1.000 Richtern erreicht diese Stufe vermutlich 1% .... (und das ist bereits positiv geschätzt .....)


Dieser Verdienst wird somit für Dich unerreichbar sein ..... (als Richter ....)

Antwort
von Kickflip99, 117

Wenn er Karriere macht. Wenn er weiter am Amts- oder Landgericht arbeitet, dann nicht.

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