Beschäftige mich ja gerade mit diesem Thema - ist mir zu Ohren gekommen dass Banken an bestimmten Anlagen ohne Wissen der Kunden verdienen und eben bestimmte Anlagen besonders empfehlen - stimmt das - oder müssen die Banken alles offenlegen. Würde mich irritieren, wenn diese hinten rum mauscheln könnten.
Die Banken mauscheln nicht hintenrum, sondern machen aus jedem Euro, den Du Ihnen anvertraust mehr Euro, das ist ihr legales Geschäft. Wenn Du heute einen Überweisungsauftrag gibst, wird er immer am Folgetag oder übers Wochenende am Montag ausgeführt. Wenn 80 Mio Deutsche einen 1Euro Auftrag geben, hat die Bank über Nacht 20 - 40 Mio mehr, weil sie das Geld irgendwo auf der Welt am Kapitalmarkt einsetzt. Hingegen muss Sie auch bluten und gerade stehen für alle die Pleite gehen in Millionhöhe. Das ist das klassische Geschäft der Bank. Dein der Bank anvertraute Euro geht nicht verloren, die Bank arbeitet legal damit und Du erhälst ihn wieder mit einem lächerlicher Zins.

Warum hackt Ihr auf den Banken rum? Das ist ihr Geschäft: Geld nehmen und für höhere Zinsen wieder ausleihen. Das ist völlig legal. Weshalb sollten Banken ihre Margen offenlegen?? Legen Apotheker ihre Margen offen? Werden sie staatlicherseits dazu verdammt? Die würden sich weigern bis zum Gehtnichtmehr, denn Apotheker verdienen an uns ERHEBLICH mehr als jede Bank!!! Und jeder Supermarkt oder Ramschladen hat höhere Gewinnspannen. Und legen garnix offen. Warum sollten Banken das tun?? Und bei Geldanlagen muß man sich auch darüber im Klaren sein, was ein Basispunkt mehr bringt. Ein Basispunkt = 0,01%. Rechnet auf der Basis des Anlagekapitals, des Zinssatzes und der Laufzeit erst mal nach, was das Angebot der Konkurrenz in richtigem Geld bringt - und überweist dann Euer Geld dorthin - für einen geringen Mehrertrag ohne Berücksichtigung der Transferkosten. Wer hat schon Millionen anzulegen, bei denen es sich lohnt, nach 0,01% mehr zu suchen???
Stimme voll und ganz zu!!! Ich glaube aber, es müsste 0,01 Prozent-PUNKT heißen anstatt 0,01 Prozent.
Da stimme ich Martin Korsch voll und ganz zu!!! Eine Bank ist doch kein Wohlfahrtsladen. Banken sind Unternehmen, die die gleichen Ziele anstreben, wie jedes andere Unternehmne auch: Geld verdienen. Dabei unterliegen sie hier in Deutschland zudem noch viel strengeren gesetzlichen Anforderungen als die meisten anderen Firmen. Gerade, was Offenlegung angeht. Es ist gut und wichtig, dass sie solche Geschäfte machen, da sie eine wichtige Rolle für die Finanzmarktstabilität spielen. Man stelle sich mal eine Welt ohne Banken vor... Tststs...
PatBo am 26. April 2007 08:55 EIN PARADIS AUF ERDEN! UNVORSTELLBAR.
Sorry, wollte die Frage nicht beanstanden, sondern beantworten, bin nur verrutscht, weil die Links so nah neben einander liegen. Vor Schreck, weiß ich nicht mehr, was ich schreiben wollte.
Banken verdienen doch immer an den Anlagen der Kunden, deswegen sind es ja Banken. Natürlich werden sie immer das empfehlen, das die meiste Kohle einbringt. Denke ich zumindest.
ungererbad am 25. April 2007 23:48 Das ist richtig!!
Ich habe hierzu jedoch vor paar Tagen einen leider nur kleinen dürftigen Artikel diesbezüglich gelesen (und grade nachgeschaut) und zwar, dass der Bundesgerichtshof hier nicht länger zusehen mag und die Banken verpflichtet ihre Provisionen offen zu legen (Az. XI ZR 56/05). Denke die Frage ist berechtigt, denn obgleich natürlich jeder weiss, dass die Banken an uns gutes Geld verdienen, sollten doch die Provisionen zur Einsicht für den Kunden freigegeben werden - mehr Transparenz hier wäre gefragt - immerhin legen wir ja unser Geld in deren Hände - denn auch wir Kunden können rechnen - wenn wir feststellen wie hoch die Provisionen für Banken bei bestimmten Anlagen sind - werden wir uns garantiert nochmal erkundigen... ODER? - Gruß wicky
cargli am 25. April 2007 22:56 Dir ist aber schon klar, daß deine Anlagen, und wenn es nur ein stinknormales Sparbuch ist, von den gleichen Provisionen profitieren
Wenn jeder Deutsche heute eine Überweisung zu 1 Euro in Auftrag gibt, also 82 Mio Euro, die erst einen Tag später ausgeführt werden, wobei also die Banken 82 Mio Euro für einen Tag zur Verfügung haben, bedeutet das bei dem momentanen Tagesgeldzins 82 Millionen * 1 Tag * 3,82% = 8.701,11 Euro, was sich dann ALLE deutschen Kreditinstitute teilen müssten. Und wenn das nur bei einem Institut passiert, so müssen noch Stückkosten abgezogen werden und von dem oben erwähnten Ertrag bleibt nicht viel übrig. Um aus 82 Mio Euro 30 Mio Euro Zins an einem Tag zu erwirtschaften, braucht es einen Zinssatz von 13.171%. Das ist echt realistisch gerechnet!!