Frage von Vargus, 100

Verdacht auf Suizidgefahr - wo melden?

Guten Tag,

ich habe die sehr schlimme Vermutung, dass ein (psychisch sehr instabiler) Freund vorhat, sich das Leben zu nehmen. Nicht aus Depression heraus, sondern aus Obsession (z.B. durch den Gedanken der Reinkarnation). Ich bin mir nicht sicher ob er das wirklich plant - oder ob er weiß was er überhaupt genau vorhat. Er meinte nur, er müsse an seinem Geburtstag in wenigen Wochen etwas sehr wichtiges erledigen, wird diesen alleine "feiern" und noch einige andere Punkte die ich hier nicht nennen will. Mein Verdacht ist auf jeden Fall nicht unbegründet.

Er war in ärztlicher Behandlung in einer Nervenheilklinik, aus der er jedoch entlassen wurde. Meine Frage ist nun, an wen ich mich wenden soll um meinen Verdacht näher zu bringen. Polizei / Rettung kommt ja nicht in Frage, da es sich um keinen akuten Fall Notfall handelt. Wenn ich die Story einem Arzt erzähle wird dieser wahrscheinlich auch nicht besonders viel machen können - zu ihm fahren und einfach mitnehmen geht ja wohl rechtlich gesehen gar nicht. Gibt's eventuell Institutionen oder ähnliches, die sich auf solche Dinge spezialisieren? Bin, wie mein besagter Freund auch, aus Österreich - zur Info.

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Antwort
von EpiXraZe, 65

Ich komme aus der Schweiz aber kann dir jetzt nur raten, rufe bei einer gratis Hotline an und schalte die Eltern des Jungen ein. Auch ich war in so ein Fall verwickelt wo wir falsch, zuspät reagiert haben.
Setze alle Hebel in bewegung, wenn es nur kleine Anzeichen dafür gibt.

Rede mit anderen Freunden ob es ihnen auch Aufgefallen ist.
Sag ihm wie wichtig er dir ist und pass bitte auf ihn auf.

Antwort
von pilot350, 47

Es gibt die Krisenintervention. Diese Teams kannst Du über die Rettungsleitstelle, 112, erreichen. Die Rettungsleitstelle hat die Möglichkeit im falle von akuter Selbstmordgefahr, so musst Du es ausdrücken, ein Team dorthin zu schicken. Die werden mit ihm reden und falls nötig einen Notarzt verständigen.

Antwort
von silvi1111, 46

Da rufst du am besten den Amtsarzt eures Wohnortes an, der vermittelt dann an eine Institutsambulanz und die helfen dann weiter. Auf jeden Fall musst du etwas unternehmen. Der Amtsarzt kann auch festlegen, ob eine stationäre Unterbringung möglich ist, wenn Gefahr in Verzug ist. Ich drücke die Daumen, dass du helfen kannst. Liebe Grüße Silvi 

Antwort
von maja11111, 49

vielleicht den eltern melden. die sollten sich darum kümmern. wirklich abhalten wird ihn keiner können. weiterhin dem sozialpsychiatrischen dienst wenn so etwas vorliegt.die kümmern sich dann.

Antwort
von Stefffan7, 47

Sammel das ganze Zeug (am besten druckst du auch Chats aus) und geh damit zur nächsten Polizeidirektion. Es ist richtig, es ist nicht deren Aufgabe, aber es ist deren Aufgabe dich an jemanden zu vermitteln der sich damit beschäftigt.

Eine bessere Methode sehe ich nicht.

Expertenantwort
von DottorePsycho, Community-Experte für Psyche, 38

Da bleiben nur zwei Wege:

1. Du fährst selbst hin und sprichst mit ihm (und findest raus, ob da was dran ist)

2. Du rufst die 112 an und übertreibst.

3. Du fährst selbst hin.

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