Frage von chrissileinchen, 88

Weiß jemand welche Verbrechen Dr. Faust in Goethes Faust 1 begangen hat?

Hallo! Weiß jemand welche Verbrechen Dr. Faust in Goethes Faust 1 begangen hat?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von sergius, 41

1. Im Mittelalter war ein Pakt mit dem Teufel (Mephisto) zumindest kirchen-strafrechtlich ein todeswürdiges Verbrechen, vermutlich auch nach weltlichem Strafrecht;

2.Mittäterschaft bei "Zauberei" in Auerbachs Keller, ebenfalls nach mittelalterlichem Recht strafwürdig;

3.Das gleiche dürfte für die "Zauberei" in der Herxenküche und der Walpurgisnacht gelten

4. Verführung Minderjähriger (Gretchen war erst 14 Jahre alt)

5. Anstiftung zum "Totschlag" der Mutter Gretchens durch Hingabe des Schlaftrunks. Da F. aber den Tod der Mutter sicher nicht wollte, jedenfalls gibt es dafür keinen Anhaltspunkt im Drama, und es Beihilfe zu einer fahrlässigen Tat (Gretchen hat mit dem Schlaftrunk für die Mutter ja allenfalls fahrlässig ihren Tode herbeigeführt, weil sie Faust vertraut hat, dass das Mittel ungefährlich sei) im Strafrecht nicht gibt, liegt hier vermutlich kein Verbrechen vor.

5. Tötung des Valentin, es sei denn, F. habe in Notwehr gehandelt. Da hier Mephisto mitgewirkt und Faust "gelenkt" hat, ist die juristische Einordnung nicht sicher vorzunehmen.  

6.Versuchte Gefangenenbefreiung am Ende, ist aber allenfalls ein Vergehen, kein Verbrechen

Kommentar von chrissileinchen ,

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort :))

Antwort
von Lohengrimm, 32

Naja, er hat dem Gretchen einen Trunk gegeben und ihr gesagt, sie solle diesen ihrer Mutter geben. Sinn und Zweck der Aktion sollte sein, dass die Mutter fest schlafen solle, während Faust sich mit Gretchen vergnügen wollte. Allerdings hat wohl mit der Dosis was nicht gepasst und die Mutter ist dann an dem Trank gestorben.

Außerdem hat er Valentin, Gretchens Bruder, erstochen. :-( 

Antwort
von Noidea333, 39

Manipulation, Ausnutzen anderer und Vortäuschen falscher Tatsachen ...

Antwort
von Aleqasina, 24

Sex mit einer Minderjährigen.

Zu Goethes Zeiten galt unehelicher Sex als zu tiefst verwerflich.

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