Frage von Vxniimx, 14

Verbindung 30J. Krieg & Absulotismus?

Wir haben gerade in Geschichte diese Themen. Bei meiner Lehrerin in den Tests muss man oft verbindungen herstellen (zb letztes mal war es verbindung zw gutenberg und martin luther) sje hat auch gesagt wir sollen uns das überlegen und ich glaube es kommt im test vor! bitte helft mir!

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 3

Eine Verbindung zwischen dem sog. "Absolutismus" und dem 30jährigen Krieg kann man sich nicht "überlegen", sondern dazu muss man etwas wissen. Etwas wissen kann man aber nur, was auch unterrichtet worden ist, sonst darf es in einem "Test" nicht abgefragt werden. Anderenfalls würde die Aufgabenstellung ein Indiz für die vollkommene pädagogische und fachliche Unfähigkeit der Lehrerin des Fragestellers sein! An der fachlichen Kompetenz kommen mir allerdings allein dadurch erhebliche Zweifel, dass die Lehrerin ihren Schülern beibringt, es habe damals real existierenden "Absolutismus" gegeben!

"Absolutismus" war die Theorie einer monarchischen Herrschaftsform, die im 16. Jahrhundert erdacht wurde, aber niemals so in die Realität umgesetzt werden konnte. Selbst der angebliche "Prototyp" eines "absolutistischen" Monarchen, Ludwig XIV. von Frankreich, war immer in seinen herrscherlichen Möglichkeiten beschränkt, niemals "absolut"! Insofern ist "Absolutismus" als Herrschaftsform ein Mythos, eine Geschichtsdeutung aus dem monarchisch geprägten 19. Jahrhundert und in der Geschichtswissenschaft längst überholt!

Zum 30jährigen Krieg:

Während des 30jährigen Krieges bestand zweitweilig die Gefahr, dass der als Kaiser in seinen Machtbefugnissen sehr beschränkte Ferdinand II. (reg. 1619-1637), gestützt auf eine schlagkräftige Armee unter Wallenstein, sich zusätzliche Machtbefugnisse unabhängig von den Institutionen des Reiches - Kurfürstenrat, Reichstag - aneignete, sozusagen "absolutistisch" regierte. Dazu gehörten insbesondere:

  • die selbstherrliche Absetzung von Reichesfürsten, etwa des Kurfürsten von der Pfalz und der Herzöge von Mecklenburg ohne Zustimmung der zuständigen Reichsinstitutionen;
  • die eigenmächtige Entziehung bzw. Übertragung der Kurfürstenwürde der Pfalz auf Bayern;
  • die einseitige Auslegung des Augsburger Religionsfriedens zugunsten der Katholiken.

Kaiser Ferdinand konnte sich mit seiner eigenmächtigen Politik nicht durchsetzen und musste sich letztlich der Mit-, teilweise der Alleinbestimmung der Reichsinstitutionen beugen. Ein "absolutistisches" Kaisertum war damit für alle Zeiten erledigt!

MfG

Arnold

Antwort
von Maloiya, 8

easy. die absolutistischen Herrscher der zeit (alle) legten für ihr Gebiet fest, welche Religion angesagt ist (kath. oder evang.). je nachdem wer grad das Land überrannte / eroberte, war neuer absolutistischer Herrscher und das Volk musste sich dem beugen. wer das nicht tat/konvertierte- Kopf ab

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