Frage von Padik95, 40

verbindliches Angebot, Wettbewerbsverzerrung, Karstadt und co.?

Hallo, folgende Frage :

Und zwar geht es darum, das Karstadt und co. öfters mit " Angeboten " wie " 30% auf alle bereits reduzierten Schmuckartikel " preist. Auf der Reklame sind z.b. in der Herrenabteilung Freistellungsklauseln wie " ausgeschloßen sind die und die Marke ". Natürlich ist die auf alle bereits reduzierten Artikel auch eine Freistellungsklausel.

So nun war ich gestern bei Karstadt und wollte mir eine Kette kaufen, die bereits reduziert war. Somit hätte der Anteil von 30% nochmal wie bei allen anderen Artikeln auch die ich gekauft habe abgezogen werden müssen.

Bei der Kette jedoch nicht, da es sich um eine Swarowskikette handelte, die in der Abteilung des Schmuckbereichs stand und 10cm von der Reklame.

Natürlich ist das "Angebot" kein Angebot. Ich hoffe die, die mir antworten sind in der Thematik drin. Für alle anderen : Ein Angebot richtet sich auf eine bestimmte Person bzw. Personengruppe und ist verbindlich. Es kann somit auch durch konkludentes Handeln zum Kaufvertrag kommen.

Nagut, also ein Angebot ist es nicht, somit habe ich rechtlich gesehen kein Anspruch auf die 30% aber es wäre, meines Erachtens nach eine Wettbewerbsverzerrung, da dieses " Angebot " nicht eingehalten werden kann und man aus diesem Grund auch eher bei Karstadt stöbert als wo anders.

Und laut Wettbewerbsgesetz ist die Wettbewerbsverzerrung natürlich verboten.

Leider hat die Streitigkeit mit den MA nicht viel gebracht, da diese die Thematik leider nicht ganz nachvollziehen konnten.

Jetzt wollte ich von euch gerne wissen, ob ich im demnach richtig denke oder ob es noch ein Gesetz gibt wie die Verkäufer diese Angebote umgehen können.

Danke im Vorraus

padik95

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Antwort
von RobinKernel91, 27

evtl ist es Unläuterer Wettbewerb oder wie sich das schimpft....

aber bei deiner Problematik bist du nicht der der "Betrogen" wird sonder ein anderer Laden... somit wird es für dich mit dem Rechtsanspruch eher schwirig... dennoch annst du dich an den Verbraucherschutz melden wenn es dir das wert ist.

Kommentar von Padik95 ,

Es waren jetzt keine Unsummen und wäre mir den ganzen Stress nicht Wert, mich plagt nur der Gedanke und es geht mir ums Prinzip. (: 

Antwort
von Sonnenstern811, 17

Konzerne wie Karstadt beschäftigen auch eine stattliche Anzahl Juristen. Vermutlich werden sie sich bei denen vorab Rat geholt haben und es ist wasserdicht.

Eine ebenfalls nicht geringe Zahl von Juristen lebt nämlich auch von kostenpflichtigen Abmahnungen, und das nicht schlecht. Sie werden es also kaum riskieren, sich damit derart aufs Glatteis zu begeben.

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