1337King am 09.10.2009 um 19:30 Uhr
Das ist meine Definition des Begriffs "Utopie" ->progressive politische (auch soziale) Wunschvorstellung perfekter Ordnung bzw. fortschrittlicher Gemeinschaft, die zur Zeit ihres Erdenkens definitiv nicht eintreten wird, denn in der Realität ist es für die Gesellschaft unmöglich, die Grenzen zur absoluten Perfektion zu überschreiten.
Habt ihr irgendwelche Vorschläge?Es kommt mir so vor,als würde irgendetwas fehlen,aber ich weiß nicht was :/
"...denn in der Realität ist es für die Gesellschaft unmöglich, die Grenzen zur absoluten Perfektion zu überschreiten...."
Dieser Teil kann nicht Bestandteil der Definition sein, weil völlig über den zu definierenden Gegenstand hinaus weist.
Wunschvorstellung ist auch nicht wirklich brauchbar, weil dieser Begriff suggeriert, dass die Realisierung der Utopie eben gewünscht wird. Das ist aber keineswegs so.
Als Lektüreempfehlung: Ferdinand Seibt: Utopica. Düsseldorf 1972, Schwann
Der Begriff "Utopie" geht meines Wissens ja auf den Roman "Utopia" (1516) von Thomas Morus zurück. Darin wird eine ferne "ideale" Gesellschaft geschildert. Es ist also eher eine gesellschaftliche Wunschvorstellung , die weit über den Begriff des "nur politischen" hinausgeht. Eine "ideale" Gesellschaft ist meines Erachtens (auch das anders als bei deiner Definition) nicht zwingend eine absolut perfekte. Schau doch mal hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_(Roman)
1337King am 9. Oktober 2009 19:50 Das mit Utopia wusste ich bereits^^Aber trotzdem danke für deine Idee!Ich denke,ich werde es bei meiner Def. nicht bei einem Satz lassen,sondern nen Text schreiben :D Grüße 1337King
o.O Das Eintreten utopischer Vorstellungen (positiver,ist ja klar) wird doch gewünscht o.O "Dieser Teil kann nicht Bestandteil der Definition sein, weil völlig über den zu definierenden Gegenstand hinaus weist" Aber ich erkläre doch durch diesen Satzteil,warum Utopie nicht Wirklichkeit sein kann.Ich muss gestehen,ich verstehe diesen Kritikpunkt nicht.Ich danke dir für die Lektüreempfehlung,werde mir das Buch bei Gelegenheit mal zu Gemüte führen. Reine Neugier:Was wäre denn deine persönliche Def. von Utopie? Grüße und danke für deinen Post 1337King
Das Eintreten einer Utopie wird nicht zwangsläufig gewünscht, weil sie nicht immer ein Endziel ist, das erreicht werden soll. Es gibt auch etliche Utopien, die lediglich Gegenentwürfe zu bestehenden Staatssystemen waren und damit die Schwächen dieser Staatssysteme bloßstellen sollten. Andere Utopieformen wiederum verstehen sich als bloße literarische, als fiktionale Entwürfe ohne Anspruch auf Umsetzung.
Hmm,verstehe,also sollte ich meine Def. etwas beschränken-was nicht in einem Satz möglich ist.Denkst du,die Def ist ausreichend genug :/ ?(falls ein Gesprächsthema mal Utopie sein sollte)
Eine abschließende Definition ist äußerst schwierig, weil man verschiedene Ansätze wählen kann. Utopie als sozialer-historischer Entwurf, Utopie als literarischer Entwurf, Utopie als Staatsroman. Dadurch ergeben sich jeweils mehr oder weniger stark abweichende Definitionen.
Sorry,etwas verspätet^^