Frage von Scotty1979, 77

verbale Auseinandersetzung im Straßenverkehr mit anschließender Anzeige und nun erfolgter Gegenanzeige mit Antrag auf Strafverfolgung?

Hallo Zusammen,

ich hatte vor einiger Zeit eine unschöne Begegnung auf einem Parkplatz. Ich habe den Herren zur Rede gestellt und er war von Anfang an derart agressiv das ich mich nur wundern konnte, zumal mein Ton sehr sachlich und ruhig aber treffend war!

Lange Rede, kurzer Sinn, am Ende drohte er mich anzuzeigen und fotografierte mein Kennzeichen. Meine Reaktion darauf war dass ich direkt zur Polizei gefahren bin um seiner Anzeig zuvor zukommen. Er hatte zwei Zeugen dabei (seine Töchter zwischen 13 und 17 Jahren würde ich schätzen, ich war alleine)

Nun habe ich die Info der Polizeidienststelle bekommen dass er eine Gegenanzeige mit Antrag zur Strafverfolgung gestellt hat und ob ich nun auf Antrag zur Starfverfolgung stellen will? Ich hatte das ganze schon wieder vergesssen da es schon über 2 Monate her ist und dachte das wurde eingestellt, zumal ich meine Anzeige nur vorsorglich gestellt hatte da ich dachte eine Aussage die zuerst gemacht wird, ist im Fall der Fälle glaubhafter als wenn er mich tatsächlich anzeigt und ich dann erst mit einer Gegenanzeige komme.

Die Frage ist jetzt, wie geht es jetzt weiter? Wenn ich keinen Antrag auf Strafverfolgung stelle und die Sache dennoch vor dem Richter landet, wie wird das von mir dann gewertet, wenn ich erst Anzeige dann aber wenn es "hart auf hart" kommt doch nicht weiter machen will?

Wer hat Erfahrung, wann wird ein Verfahren eingestellt? Wie geht es jetzt weiter wenn ich nichts mache, wie geht es weiter wenn ich was mache? Insgesamt hoffe ich einfach, egal was ich tue dass der zuständige Staatsanwalt sich denkt da haben sich zwei Hansel auf dem Parkplatz in die Haare bekommen, das ist es ja garnicht wert zu verhandeln, zumal ja keinerlei Gewalt statt gefunden hat.

Danke für eure Antworten und schönen Gruß, Scotty.

Antwort
von kreuzkampus, 56

Wie sollen wir wohl wissen, wie der Richter sich entscheidet? Bei Gericht gilt allerdings nicht "Wer zuerst kommt, malt zuerst". Ich würde abwarten; und Du solltest Dir nächstes Mal überlegen, ob Du Dich auf eine verbale Auseinandersetzung einlässt und dann auch noch Anzeige erstattest. Das war eine unkluge Entscheidung, mit der Du wohl schlafende Hunde geweckt hast.

Kommentar von Scotty1979 ,

Da hast Du wohl recht, nur manchmal wird man eben ein wenig emotionaler und lässt sich zu einem unnötigen Wortgefecht hinreissen.....im Endeffekt wäre es natürlich schlauer gewesen einfach zu gehen, aber irgendwie konnte ich das in dem Momment nicht wegstecken und habe mich auf den Dialog eingelassen..... naja die Bauchschmerzen die mir der Mist bereitet, hinsichtlich der mir drohenden Ungerechtigkeit da es ja immerhin 3 gegen einen sind werden mich in künftigen Situationen anders entscheiden lassen....

Kommentar von kreuzkampus ,

Der "Dialog" war wahrscheinlich nicht mal das Schlimmste; aber die Anzeige....Meine Glaskugel sagt mir, dass das ausgehen wird, wie das Hornberger Schießen, zumal Familienmitglieder ins bei solchen Lappalien  als Zeugen i.d.R. untauglich sind. Falls eine schriftliche Anhörung käme, würde ich mich übrigens sehr "sparsam" äußern. Je mehr man schreibt, desto mehr Angriffspunkte gibt es.

Antwort
von knofinchen, 61

Ich rate Dir zu einem Rechtsanwalt in dieser Angelegenheit.

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