Frage von srrv5677, 45

Veränderung der Landwirtschaft?

Was hat sich alles in der Landwirtschaft von früher zu heute verändert?

Antwort
von beglo1705, 22

Vieles.

Technik: Pferd- hochentwickelte Maschinen

Spritzen: Natürlich (kein Einfluss)- sämtliche Spritzmittel für jedes Getier/Pilz/Erkrankungen

Bearbeitungstechnik: 1-Scharrer Pflug- Grubber, Kreiselegge 8 bis 16fach Pflug, Kreiselegge, Igel etc. pp.

Bodenqualität: Kuh/Saumist- Bodenanalysen mit entsprechender Auswertung des Mineralstoffmangels.

Land: war halt so, wie´s war lt. Grenzstein- heute IBALIS mit GPRS vermessen (keine fehlerhafte Eingabe mehr möglich, da geht´s cm²-genau)

Ökopunkte: gab´s nicht- heute versucht es jeder zu bekommen.

Greening: gab´s nicht- heute ein "Must have" in der Landwirtschaft im Ackerbau (kommerzieller Maisanbau)

Biogas: damals undenkbar- mittlerweile ein Geschäftszweig für Bauern, die ihren Hof industrialisiert haben dank Biogas (19 MwSt. nicht mehr 10,7 oder 5,5% wie´s mal angedacht war).

Noch was?

Antwort
von abibremer, 8

Während meiner frühen Kindheit (1955\1960) standen in größeren Bauernhöfen noch STATIONÄRE riesige Dreschmaschinen, die zum Betrieb (also das Korn aus den Ähren zu holen) über sehr breite Lederriemen durch einen LANZ-Bulldog angetrieben wurden. Der Lanz mußte mit einer Lötlampe mit BLAUER Flamme vorgeheizt werden, dann konnte man das Lenkrad abnehmen und seitlich auf die Kurbelwelle aufstecken. Nach einigen kräftigen Umdrehungen dieses Lenkrades begann dann die Maschine zu laufen. Nun drehte sich auch das seitlich angebrachte Rad, auf dem der Riemen auflag und die Dreschmaschine begann zu rütteln und zu beben. An EINER Seite mußten die Ähren per Hand zugeführt werden, an der anderen mußten leere Säcke das Korn aufnehmen. Das Ganze machte einen Höllenlärm und die Staubentwicklung war beträchtlich. Am Morgen eines "Dreschtages" hängte KEINE Bauersfrau Wäsche auf die Leine. Zum Pflügen wurden zu Beginn der Mechanisierung der Landwirtschaft NACH den Pferden diverse Dampfmaschinen eingesetzt:Beispielsweise gab es die Technik, am EINEN Ende des Ackers eine Maschine aufzustellen, während am ANDEREN eine stabile Umlenkrolle das Pflügen in der ANDEREN Richtung ermöglichte. Irgendein Amerikaner entdeckte durch Zufall eine Knotentechnik, mit der sich Ährenbündel automatisch zusammenbinden liessen. Die mußten dann "nur" noch per Forke auf Erntewagen gehoben werden. Pfiffige Techniker bauten dann später aus all dem von mir beschriebenen "Gerümpel" große selbstfahrende Maschinen, die ALLES auf EINMAL erledigen konnten: Ernte, Drusch UND der Transport vom Feld zum Hof- DAS alles leistete der "Mähdrescher" auf einmal!.

Antwort
von Shortandclear, 20

1950 hatte ein bayerischer Bauer ca. 10 Kühe im Stall und konnte davon leben. Heute hat er 80 Kühe im Stall und kann davon knapp noch leben. Damals bewirtschaftete er 9 Hektar, heute hat er 100 Hektar. Damals hatte er Gebäude- und Maschinenvermögen von 100000 Mark. Heute muß er 1,2 Millionen Eu Kapital einsetzen.

Antwort
von WintersChild, 19

Zu welcher Zeit war "früher" ungefähr?

Antwort
von abibremer, 5

In der Milchviehhaltung geht der "Trend" zur komplett automatischen Milchgewinnung: Die (gechipte)Kuh kann selbst entscheiden, wann sie gemolken wird, begibt sich in den entsprechenden "Maschinenraum" wo automatisch die Zitzen gesäubert werden und die Melkglocken "andocken". Wenn das Euter geleert ist, schaltet die Maschine ab und gibt dem Tier den Weg zurück in den Stall frei.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community