Veränderte Kündigungsfrist ohne Vertragsänderung?

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1 Antwort

Was gilt nun?

Selbstverständlich gilt nur die Kündigungsfrist aus dem Vertrag, den sie zu Beginn ihres Arbeitsverhältnisses unterschreiben hat (wenn es danach keine vertraglichen Änderungen bezüglich der Kündigungsfrist gegeben hat).

Alleine die sich durch die Tatsache der verlängerten Arbeitszeit rechtlich ergebene Vertragsänderung (auch wenn sie nicht schriftlich fixiert worden ist) bezüglich der Arbeitszeit hat keine Auswirkungen auf die Kündigungsfrist.

dass sie, aufgrund ihrer Tätigkeit (Stunden und Lohn), nun aber eine Kündigungsfrist von 6 Monaten hätte

Das ist völliger Unsinn!

"Tätigkeit (Stunden und Lohn)" hat überhaupt nichts mit der Kündigungsfrist zu tun.

Die Kündigungsfrist darf verlängert werde, das muss aber vertraglich (Arbeits- oder Tarifvertrag) geschehen; nach dem Gesetz (Bürgerliches Gesetzbuch BGB § 622 Abs. 1) hat der Arbeitnehmer immer eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats, wenn die Frist nicht vertraglich verlängert wurde; sie darf dann aber nicht länger sein als die Frist, die der Arbeitgeber einzuhalten hat. Nach dem Gesetz (und sofern keine längere Frist vereinbart wurde) hat der Arbeitgeber in den ersten beiden Jahren die gleiche Frist wie der Arbeitnehmer, danach verlängert sie sich gestaffelt je nach Betriebszugehörigkeit (BGB § 622 Abs. 2).

Diese gestaffelten Fristen (oder andere) könnten auch für den Arbeitnehmer vereinbart werden,das ist hier aber nicht geschehen.

Also bleibt es bei der Kündigungsfrist von 4 Wochen, die Deine Mutter einzuhalten hat - daran gibt es nicht den geringsten Zweifel!

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