Frage von mavictorii, 59

?Veganer Leben?

Hey, ich brauche unbedingt Rat. Ich bin seid einigen Monaten Vegetarierin und möchte auch Veganerin werden.

Nur mal so zur Info, für alle, die denken, das sei ungesund:Im Gegenteil. Es ist sehr gesund und die Risiken, an Krebs zu erkranken und einen Herzinfarkt zu erleiden werden DEUTLICH gesenkt. Außerdem leben Vegetarier durchschnittlich 10 Jahre länger.

Aber nun zur Frage:Auf was muss ich achten(ich weiß natürlich,dass tierische Lebensmittel tabu sind, von Wolle, Leder etc. ganz zu schweigen. Aber worauf noch? ) Und was für vegane Körperpflege(Make-Up,Shampoo ),usw. und Marken gibt es? Gibt es empfehlenswerte Bücher, die sich zu lesen lohnen?

Auf was muss ich achten, damit ich genug Vitamine, Proteine usw. aufnehme?Wie ernähre ich mich ausgewogen und gesund ohne tierische Produkte? Und was ist sonst noch wichtig?

Antwort
von koraline, 12

Hi, ich bin auch auf Weg mich vegan zu ernähren, nach 16 Jahren vegetarischer Ernährung. Ich habe letztens Videos von Walter Veith (Youtube) über die Milch angeschaut und das Buch FIT FOR LIFE von Harvey und Marilyn Diamond ist mir empfohlen worden. Vielleicht hilft es dir weiter. LG

Antwort
von randomhuman, 25

Also ob Vegetarier wirklich 10 Jahre länger leben bezweifle ich. Es gibt sehr viele Studien zu dem Thema und die einen sagen das und die anderen das. Darum geht es mir als Vegetarier auch gar nicht. Es geht mir eher darum, dass ich die Massentierhaltung (ethische Gründe) und ihre extreme Umweltverschmutzung ablehne durch den sehr hohen Ressourcen-Verbrauch. Es braucht in Deutschland einen gemäßigten und nachhaltigen Fleischkonsum, wenn man schon Fleisch essen will. 

Ich finde vor allem, dass du bei veganer Ernährung am Anfang mal dein Blutbild checken solltest und in ein paar Jahren wieder, um zu sehen, wie dein Körper damit zurecht kommt. Ich habe mich mal mit einer Veganerin unterhalten und die hat das auch gemacht und bei sich keinen Mangel feststellen können. Sie nutzt als einziges nur Zahnpasta mit B12, weil Veganer ja etwas auf B12 aufpassen müssen.

An sich finde ich noch, dass du bei den ganzen veganen Produkten aufpassen solltest, dass diese nicht durch und durch künstlich hergestellt sind. Oft sind da die großen Konzerne, die teilweise da heute mitmischen nicht wirklich auf den gesunden Aspekt eingegangen. Also am besten diese vegane Wurst und so weiter meiden.

Sonst stehen dir ja an sich viele Produkte zur Verfügung, um sich gesund zu ernähren. Da bin ich leider nicht so der Experte. Auf jeden Fall Glückwunsch zu diesem Schritt. ;)

Kommentar von wickedsick05 ,

Es geht mir eher darum, dass ich die Massentierhaltung (ethische Gründe) und ihre extreme Umweltverschmutzung ablehne durch den sehr hohen Ressourcen-Verbrauch.

da sind wir schon zu zweit. Daher esse ich Fleisch.

Kommentar von randomhuman ,

Ist doch super. Wenn ich mich recht erinnere bist du jemand der nachhaltig und regional konsumiert (oder war das jemand anderes?). Das befürworte ich auch ebenfalls. 

Antwort
von leseratten1, 30

Grundsätzlich: Abwechslungsreich, kein Fertigkram/Süßkram (ungesund) und auf jeden Fall täglich Vitamin B12 als Nahrungsergänzung.

Lass dir zu B12 keine Märchen erzählen, "normale" Menschen können das weder aus Algen gewinnen noch selber erzeugen. Besser täglich als wöchentlich, denn je mehr auf einmal eingeworfen wird, desto weniger wird im Körper verwertet.

Schau dir mal Buchweizen, Quinoa und Hirse an, das sind gute, schmackhafte und preiswerte Grundlagen für Gerichte. Dazu Gemüse und mensch wird schnell und langfristig gesättigt.

Hier brauchst du harte Nerven, wenn die ganzen Anti-Veganer ankommen.
Am besten informierst du dich nicht in einem Forum, sondern auf
Webseiten wie z.B. https://vebu.de/fitness-gesundheit/naehrstoffe/

Es gibt auch bei Facebook vegane Gruppen ;-)

Ach ja und ganz wichtig: Bitte niemanden von deiner neuen Einstellung überzeugen. Das kommt nie an und macht nur Stimmung gegen vegan.

Antwort
von Tiefseeschnecke, 21

nur zur Ernährung.... wenn du abwechslungsreich isst, und noch dazu gesund, frisch und vollwertig, brauchst du im Grunde nur auf das B12 zu achten. Das kannst du als Tabletten lutschen. Zusammen mit Folsäure wird es besser aufgenommen. Vitamin D Mangel haben wir alle, das kannst du auch nehmen.

Ich empfehle dir, Sprossen zu züchten und regelmäßig zu essen und Samen, Nüsse und Kerne, auch Hülsenfrüchte 2-3 mal die Woche. Vegan ist nicht gleich gesund. Viel Frischkost ist wichtig und der Verzicht auf Suchtmittel (Zucker, Koffein, Alkohol... ) denn diese rauben dem Körper Mineralstoffe wie Eisen, Calcium usw. Auch Junkfood würde ich minimieren, Weißmehlprodukte und Schleckzeug zwischendurch. Wenn du vegan lebst, lebst du bewusster und das ist mehr als nur Ernährung. Auch Schlaf, Bewegung, Trinken, Psyche gehören dazu und sollen gepflegt werden.

Alles Gute auf Deinem Weg. Ich ernähre mich 25 Jahre vegan und bin gesund, fit und happy. Ebenso meine ganze Familie. Es lohnt sich.

Antwort
von wickedsick05, 17
Vegetarier und Fleischesser leben ungefähr gleich lang

www.wiwo.de/technologie/forschung/studie-zur-lebenserwartung-vegetarier-und-flei...

zu beachten ist dass Obst und Gemüse, Getreide und Nüsse OHNE tierischen Dünger und Pestizide angepflanzt wurden. Der Dünger kommt aus der Massentierhaltung und für Pestizide werden Tierversuche durchgeführt.

ZUDEM

In einer Studie über 21 Jahre vom DKFZ zeigte sich nach 15 Jahren
haben Veganer eine erhöhte Sterblichkeit. 90% der Veganer und 54% der
Vegetarier und 8% der Mischköstler leiden am B12 Mangel. 30% der Veganer haben eine zu geringe Knochendichte und 100% leiden am
Vitamin D mangel usw.

Veganismus ist gesundheitlich, ökologisch und ethisch eine Sackgasse...vegetarismus unnötig

Problematisch bei Veganer ernährung

Vitamin B12, Eisen, Jod, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Calcium und Vitamin B2 Vitamin D und Eiweiss

Bei einer veganen Ernährung stellen außerdem die Energie und Fettaufnahme aufgrund der geringen Energiedichte einer rein pflanzlichen Nahrung, die Versorgung mit Proteinen, Vitamin D,Vitamin B12 und Zink ein Problem dar.(Leitzmann & Keller & Hahn, 2005, S. 30-33)

Die Proteinversorgung kann vor allem im Hinblick auf die niedrige Energieversorgung ein
Problem darstellen, da der Körper die Proteine primär zur Deckung des
Energiebedarfs nutzen wird, weniger zum Aufbau körpereigener Proteine.
(Hahn, 2001, S. 99). Zusätzlich hat pflanzlichesEiweiß eine niedrigere
biologische Wertigkeit als tierisches Eiweiß. (Leitzmann, S. 165).

In Hülsenfrüchten ist beispielsweise Methionin die
limitierende Aminosäure und in Mais und Weizen Lysin oder Methionin.
(Koolmann & Röhm, S. 360). Einzeln betrachtet haben Hülsenfrüchte
und Mais eine biologische Wertigkeit von jeweils 71. In Kombination
erhöht sich ihre Wertigkeit auf 99. Gute Kombinationen sind
Hülsenfrüchte mit Getreide bzw. Hülsenfrüchte mit Nüssen/Samen. Ferner fällt die Digestibilität pflanzlicher Proteine im Vergleich zu tierischen Proteinen ab. Es ist demnach schwieriger, innerhalb der DGE-Empfehlungen für die tägliche Proteinaufnahme zu bleiben. Die komplementären Proteinquellen sollten möglichst während einer Mahlzeit kombiniert werden, zumindest jedoch innerhalb von 4Stunden. (Suter, S. 72)

Ballaststoffe können die Bioverfügbarkeit von Proteinen herabsetzen,
indem sie das Stuhlvolumen steigern und die Stuhlfrequenz erhöhen.
Dadurch werden die Proteine vermehrt wieder ausgeschieden. Hülsenfrüchte können zusätzlich für die Hemmung verschiedener Verdauungsenzyme verantwortlich sein. (Leitzmann & Hahn, S. 107–108)

Eisen ist sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln weit
verbreitet. Jedoch kann aufgrund des Eisengehalts eines Nahrungsmittels
noch keine Aussage über die Deckung des Eisenbedarfs gemacht werden. Denn das hauptsächlich in Pflanzen vorkommende dreiwertige Eisen hat für den Menschen eine schlechtere Bioverfügbarkeit als dasjenige aus tierischen Nahrungsmitteln, da es zur Komplexbildung neigt. So können nur etwa 1,0–10,0% des Eisens aus Pflanzen absorbiert werden. (Leitzmann, S. 68).

Man muss Supplementieren. mindestens Vit. B12 und D. Das künstliche
B12 wird vom Körper schlechter verwertet daher empfiehlt die Vegane
Gesellschaft

3 Mal täglich angereicherte Lebensmittel mit total mindestens 10 µg oder
1 Mal täglich mindestens 25 µg oder
2 Mal wöchentlich 1000 µg

Wer pflanzl. Ernährung (vegetarisch, vegan ) praktiziert, ist üblicherweise hochversorgt an Folsäure.

Und eine hohe Folsäurezufuhr kann  hämatologische Symptome einer
Vitamin-B12-Unterversorgung überdecken, so dass der Mangel bis zum
Auftreten neurologischer Symptome unentdeckt bleibt.

Antwort
von Omnivore13, 16

Du musst darauf achten, dass du keinen B12, D und anderen Mangel bekommst, weil vegan eine Mangelernährung ist, die deutlich ungesünder ist als eine Mischkost! Veganer leben schließlich alle 10 Jahre kürzer!

Außerdem solltest du darauf achten, dass du viel mehr Eiweißquellen futtern musst, weil Tierprodukte eine viel bessere Eiweißquelle sind, da sie eine höhere biologische Wertigkeit haben. Auf Eisen solltest du auch Acht geben, weil das Hämeisen aus Tierprodukten deutlich besser vom Körper verwertet werden kann als dreiwertiges Pflanzeneisen.

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