Frage von Larella01, 188

Vegane Ernährung ohne die Erlaubnis der Eltern?

Hi :) Ich bin 13 Jahre alt und seid ungefähr 10 Monaten Vegetarierin und würde gerne vegan leben... Das einzige Problem sind meine Eltern... Sie kommen, egal wie oft ich ihnen das auch erkläre, mit dem Argument ,,wegen Vitamine und so...",was eigentlich völlig absurd ist, wie viel von euch wissen werden,aber als fest stand, dass ich Eisen-Mangel habe, lassen sie erst recht nicht mehr locker (vor allem mein Vater) und wollten mich anfänglich sogar dazu zwingen, wieder Fleisch zu konsumieren (zum Glück hat meine Mutter meinen Vater überredet, mich damit zu verschonen...) Sie haben auch eingesehen, dass es nicht's bringt, mich überreden zu wollen, damit ich ,,aufwache" und ließen es sein,aber in letzter Zeit habe ich mich mehr informiert über die ökologischen Folgen und dann noch mal gute ethische Argumente gehört (und vor allem nach der Doku ,,Earthlings" war ich baff...) und bin mir sicher, dass ich vegan leben will... Nun sehen meine Eltern das anders und immer noch nach 10 Monaten mit dem gleichen Argument...Sie gehen auch nicht darauf ein, was ich sage,nehmen es nicht ernst oder hören mir erst gar nicht zu. Ich kann aber selbst keine Milchprodukte oder Produkte, von denen ich weiß,dass sie Ei enthalten, nicht mehr ohne schlechtes Gewissen zu mir nehmen... Ich versuche auch seit ein  paar Tagen heimlich vegan zu leben,aber es fällt nun mal auf, wenn man auf einmal nur Gemüse und Obst zu sich nimmt. Ich würde gerne mehr darauf achten, Abwechslung reinzubringen, aber damit würde ich zu viel Aufsehen erregen. Würde ihnen auch sehr gerne widersprechen und das einfach durchsetzen,aber ich bin da relativ ängstlich,da ich negative Erfahrungen damit gemacht hab,wenn man den Eltern nicht gehorcht. Auch generell akzeptieren und tolerieren sie eher wenig... Ich bin grad echt am verzweifeln und dreh hier am Rad. Würde mich total freuen,wenn mir jemand weiterhelfen könnte oder von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte. Danke im Voraus :) LG

Antwort
von kayo1548, 70

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was eigentlich völlig absurd ist

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so absurd ist das nicht; generell fordert eine vegane Ernährung schon einiges an know how und manche Dinge wie z.b. Vitamin B12 muss man in jedem Fall zuführen.

Gerade im Wachstum ist der Nährstoffbedarf verhältnismäßig erhöht - das dann nur durch vegane Ernährung zu decken ist noch schwieriger und erfordert mehr als die meisten Kinder und Jugendliche in der Lage sind zu tun; daher wird eine vegane Ernährung von vielen Experten für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen.


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stand das ich Eisen Mangel habe

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da hast du ja schon einen Anhaltspunkt.

Generell wird pflanzliches Eisen vom Körper schlechter aufgenommen als tierisches; um das etwas zu kompensieren kann man gleichzeitig vitamin c aufnehmen.

Das sind also alles Dinge die man wissen sollte um sich da nicht in die Gefahr einer Mangelernährung zu begeben.

Wobei beim Eisen ja auch Blutungen wie z.b. die Periode eine Rolle spielen können; das musst du dann in jedem Falle auch berücksichtigen und kompensieren.


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über die ökologischen Folgen

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Ob etwas ökologisch eine hohe Qualität hat hängt von den Produktionsbedingungen, der Verarbeitung, den Transportwegen (z.b. der Menge, der Strecke usw) ab

Weder sind tierische Lebensmittel zwangsläufig ökologisch schlecht noch pflanzliche Lebensmittel zwangsläufig gut.


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aber es fällt nun mal auf wenn man auf einmal nur Gemüse und Obst zu sich nimmt. 

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zumal das natürlich keine vollwertige Ernährung ist; von demher ist das "heimlich machen" mit Sicherheit das schlechteste was du tun kannst.


Von daher solltest du auf jedenfall schauen das du da eine andere Lösung findest




Antwort
von Rockige, 37

Mit 13 Jahren Earthlings anschauen? Ist schon n bissle krass.

Deine Eltern haben die Sorge für dich zu tragen. Das sie dir so auf die Nerven gehen in puncto Ernährung ist deren Pflicht. Sie wollen das du dich so umfangreich wie nur möglich ernährst. Um so gesund wie nur möglich aufwachsen zu können, dich entwickeln zu können.

Weißt, Vegetarier war doch ein guter Mittelweg. Wenn man schon auf Produkte verzichten möchte in denen Fleisch oder Fisch enthalten ist. Ganz auf Veganismus umzuschwenken ist in deinem Alter ein verflixt großer Schritt (und für viele Leute bedenklich). Erst recht, wenn man als einziges Familienmitglied diesem Trend folgen will.

Wie stellst du dir das denn jetzt vor mit deiner Ernährung? Sollen deine Eltern getrennt für dich einkaufen, kochen? Du kannst ja nicht nur von Broten/ veganem Aufstrich, Rohkost, Müsli leben... das wäre irgendwie einfaltslos und langweilig auf Dauer.

Ich würde eher dazu raten: Bleib weiter Vegetarier, kannst da ja die tierischen Produkte ein bisschen einschränken... aber vorerst nicht komplett drauf verzichten. Bist du erst mal 18 kannst dich ernähren wie du willst - bis dahin müssen deine Eltern und du einen Kompromiss finden... und dieser Kompromiss heißt: vegetarische Ernährung.

Wichtiger Punkt: Kinderarzt

Sprich deinen behandelnden Kinderarzt darauf an, lass dich durchchecken. Lass dich beraten, vielleicht kennt er auch nen Ernährungsberater der mit dir und deiner Mutter zusammen mal einen Termin vereinbaren könnt (das würde euch beiden helfen).

Kommentar von LeylaU ,

Rockige... Aber überlegen doch mal, wenn es krass ist, sich als 13-jährige/r einen Film über die Haltung und Schlachtung, oder anders herum gesagt, über die Produktion von Fleisch, Milch (Prdukten) und Eiern anzuschauen, dann ist es doch erst recht krass, als 13-jährige/r solche Produkte zu essen/konsumieren, Weißte was ich meine? Wenn es so schlimm ist, dass man es sich nicht anschauen kann, dann muss es auch zu schlimm sein, es zu essen.

Hey, ich finde es super, dass du dich für den Veganismus interessierst. Selbst wenn deine Eltern es dir nicht erlauben, könntest du ja immerhin den Konsum von Milch und Eiern reduzieren. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein guter Schritt! 👍👍

Antwort
von MrHilfestellung, 96

Das Problem das du haben wirst, abgesehen davon, dass du deinen Eltern etwas verheimlichst, ist, dass es schwer bis unmöglich sein wird vegan zu leben, ohne explizit vegane Produke zu essen. 

Obst, Gemüse und ganz normale Brötchen wirste essen können, das wars dann aber auch schon, und das ist weder abwechslungsreich noch besonders gesund. 

Deswegen brauchst du dafür die Zustimmung deiner Eltern, damit ihr Dinge wie Sojamilch usw. kaufen könnt.

Kommentar von ThePsilosopher ,

Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln, Reis oder Getreide, Obst und Gemüse sind aber quasi das, was Veganer den ganzen Tag so essen :D Sojamilch macht dabei keinen so großen Unterschied.

Antwort
von Undsonstso, 32

Ich kann sie i-wie verstehen, deine Eltern, denn wie schreibst du selbst, was die Folge deiner vegetarischen Ernährung war:

als fest stand das ich Eisen Mangel habe

Ich glaube, dass du mit heimlichem Vermeiden und heimlicher Umdisponierung deiner Ernährung (wahlloses Weglassen des einem und wahlloses Austauschen gegen i-welchem Obst od. Gemüse)  deinen gesundheitl. Zustand (ev. Mängel) eher "verbösbesserst".

Mein Tipp, optimiere erst mal deine vegetarische Kost und wenn du dann keinen Eisenmangel o.ä. mehr hast, kannst du nächste kleine Schritte gehen....

Vllt. wäre es auch nicht die schlechteste Idee, deiner Mom in der Küche zur Hand zu gehen und ihr kreiert zusammen, mal ein vegetarisches (vllt. etwas später auch ein veganes) Gericht......  Hilfe in der Küche signalisiert besser, dass dir das Thema Ernährung wichtig ist......

Antwort
von LeylaU, 5

Naja, du kannst ja weiterhin Kartoffeln, Reis und Gemüse essen- ganz normal. Dazu Gemüse. Das Fleisch und den Fisch lässt du halt weiterhin weg. Und wenn es Milchprodukte gibt, iss halt einfach nur eine kleine Portion oder lass sie hin und wieder ganz weg fallen. Wo du vorher Käse auf deinem Brot gegessen hast, kannst du ja jetzt einfach Marmelade essen (oder Schnittlauch ☺ ich esse manchmal Brot mit Margarine und Schnittlauch. Schnittlauch ist nämlich ein relativ guter Eisenlieferant, also kannst du damit sogar bei deinen Eltern punkten ☺), wo du vorher ein Glas Milch getrunken hast, trinkst du einfach Orangensaft (fördert die Aufnahme von Eisen. Wenn im Krankenhaus den Kids Eisen gegeben wird, wird ihnen das oft mit einem Schluck Orangensaft gegeben um die Aufnahme zu fördern) usw., ich denke du verstehst das Prinzip. Und hin und wieder isst du einfach weiterhin ein Milchprodukt, damit es nicht so auf fällt 😉

Auch Hülsenfrüchte und Haferflocken enthalten viel Eisen. Du könntest also sehr gut Haferflocken mit Obst und mit O-Saft (statt Milch) zum Frühstück essen und deinen Eltern sagen, dass es gut wäre, um den Eisengehalt in deinem Körper zu erhöhen :) 

Antwort
von Omnivore10, 16

mit dem Argument ,,wegen Vitamine und so...",was eigentlich völlig absurd ist

Ist es nicht!

wie viel von euch wissen werden

Vorallem wissen es aber Ernährungswissenschaftler besser als 13 jährige Schulkinder. Die haben das jahrelang studiert! Und die warnen vor einer veganen Kinderernährung völlig zu recht!

und vor allem nach der Doku ,,Earthlings" war ich baff...

Earthlings? Ernsthaft? Was haben solche Propagandafilme mit dem Fleisch zu tun, was deine Eltern hier in Deutschland kaufen? Ich sage es dir: rein GAR NICHTS!

Würde mich total freuen,wenn mir jemand weiterhelfen könnte oder von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte.

Ich gebe dir dringend den Rat auf deine Eltern zu hören! Vegane Kinderernährung ist sehr gefährlich und das sagen Ernährungswissenschaftler und Kinderärzte. Also höre auf deine Elter. Frag sie mal, ob ihr in Viehbetriebe fahren könnt, damit du mal erfährst WIE Tiere in Deutschland gehalten werden. Da wird dir das Bild von deinen Filmchen ganz schnell verblassen.

Dass vegane Ernährung bei Kindern nichts zu suchen hat, kannst du hier nachlesen:

http://edoc.sub.uni-hamburg.de/haw/volltexte/2011/1291/pdf/ern_y_564.pdf

Gruß
Omni

(BG)

Antwort
von mulano,

Du könntest deinen Eltern anbieten das wenn du dich vegan ernährst es unter ärztlicher Kontrolle machst.

Antwort
von wickedsick05, 36

deine Eltern haben recht:

Problematisch bei Veganer ernährung

Vitamin B12, Eisen, Jod, Zink, Omega-3-Fettsäuren, Calcium und Vitamin B2 Vitamin D und Eiweiss

Prof. Dr. Mathilde Kersting vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund

Vegan und gesund geht nicht

Für Kinder ist vegane Ernährung keinesfalls geeignet.

http://www.wochenblatt.com/landleben/nachrichten/vegan-und-gesund-geht-nicht-373...

Insbesondere Kindern droht eine Entwicklungsstörung bei einer
Unterversorgung. Sie brauchen eine sehr energiedichte Nahrung aufgrund ihres Wachstums und auch einen größeren Prozentanteil Fett an der Energieversorgung als Erwachsene (Leitzmann et al., 2005, S. 134,165)

Bei einer veganen Ernährung stellen außerdem die Energie und Fettaufnahme aufgrund der geringen Energiedichte einer rein pflanzlichen Nahrung, die Versorgung mit Proteinen, Vitamin D,Vitamin B12 und Zink ein Problem dar.(Leitzmann & Keller & Hahn, 2005, S. 30-33)

Die Proteinversorgung kann vor allem im Hinblick auf die niedrige Energieversorgung ein Problem darstellen, da der Körper die Proteine primär zur Deckung des Energiebedarfs nutzen wird, weniger zum Aufbau körpereigener Proteine. (Hahn, 2001, S. 99). Zusätzlich hat pflanzlichesEiweiß eine niedrigere biologische Wertigkeit als tierisches Eiweiß. (Leitzmann, S.
165).

In Hülsenfrüchten ist beispielsweise Methionin die
limitierende Aminosäure und in Mais und Weizen Lysin oder Methionin.
(Koolmann & Röhm, S. 360). Einzeln betrachtet haben Hülsenfrüchte
und Mais eine biologische Wertigkeit von jeweils 71. In Kombination
erhöht sich ihre Wertigkeit auf 99. Gute Kombinationen sind
Hülsenfrüchte mit Getreide bzw. Hülsenfrüchte mit Nüssen/Samen. Ferner
fällt die Digestibilität pflanzlicher Proteine im Vergleich zu
tierischen Proteinen ab. Es ist demnach schwieriger, innerhalb der
DGE-Empfehlungen für die tägliche Proteinaufnahme
zu bleiben. Die komplementären Proteinquellen sollten möglichst während
einer Mahlzeit kombiniert werden, zumindest jedoch innerhalb von 4
Stunden. (Suter, S. 72)

Ballaststoffe können die Bioverfügbarkeit von Proteinen herabsetzen, indem sie das Stuhlvolumen steigern und die Stuhlfrequenz erhöhen.
Dadurch werden die Proteine vermehrt wieder ausgeschieden. Hülsenfrüchte
können zusätzlich für die Hemmung verschiedener Verdauungsenzyme
verantwortlich sein. (Leitzmann & Hahn, S. 107–108)

Eisen ist sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen
Lebensmitteln weit verbreitet. Jedoch kann aufgrund des Eisengehalts
eines Nahrungsmittels noch keine Aussage über die Deckung des
Eisenbedarfs gemacht werden. Denn das hauptsächlich in Pflanzen
vorkommende dreiwertige Eisen hat für den Menschen eine schlechtere
Bioverfügbarkeit als dasjenige aus tierischen Nahrungsmitteln, da es zur
Komplexbildung neigt. So können nur etwa 1,0–10,0% des Eisens aus
Pflanzen absorbiert werden. (Leitzmann, S. 68).

Du musst Supplementieren. mindestens Vit. B12 und D. Das künstliche
B12 wird vom Körper schlechter verwertet daher empfiehlt die Vegane
Gesellschaft

3 Mal täglich angereicherte Lebensmittel mit total mindestens 10 µg oder
1 Mal täglich mindestens 25 µg oder
2 Mal wöchentlich 1000 µg

Wer pflanzl. Ernährung (vegetarisch, vegan ) praktiziert, ist üblicherweise hochversorgt an Folsäure.

Und eine hohe Folsäurezufuhr kann  hämatologische Symptome einer
Vitamin-B12-Unterversorgung überdecken, so dass der Mangel bis zum
Auftreten neurologischer Symptome unentdeckt bleibt.

In einer Studie über 21 Jahre vom DKFZ zeigte sich nach 15 Jahren
haben Veganer eine erhöhte Sterblichkeit. 90% der Veganer leiden am B12
Mangel. 30% haben eine zu geringe Knochendichte und 100% leiden am Vitamin D mangel usw.

Für pflanzliche Lebensmittel müssen Myriaden Schermäuse, Wühlmäuse,
Feldmäuse, Feldhamster, Eidechsen, Ratten, Vögel, Wildschweine, Rehe
grausam getötet werden. Ferner weiß man bekanntlich seit Darwin, dass
Humus, Kompost und Ackererde unter anderem durch zahlreiche Würmer
gebildet werden, die natürlich bei der Bodenbearbeitung millionenfach
sterben
. Doch die Wirbellosen, welche immerhin 95 Prozent aller Arten
ausmachen, sind für viele Tierethiker bloß „niedere Tiere“, die man
ruhig malträtieren kann.

Wer also im veganen Supermarkt seine Ersatzprodukte erwirbt, kauft
mitnichten tierleidfreie Ware.

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-...

Antwort
von moonbrain, 19

Deine Eltern haben Angst, dass sie bei sich etwas ändern müssten, wenn sie sehen, dass du dich erfolgreich vegan ernährst.

So auch all die Prediger, welche uns eintrichtern: Uhhh....vegan ist Mangelernährung, man muss Vitamin B12 nehmen etc. Müss(t)en auch Allesesser. Angeblicher Vitamin-B12-Mangel und ähnliche Sachen sollen dann als Entschuldigung für die Ausbeutung der Tiere hinhalten.

Der Mensch KANN Fleisch und tierische Produkte generell essen, aber er MUSS es NICHT. Etwas anderes muss uns keiner mehr einreden versuchen.

Nebst Gemüse und Obst solltest du auch schauen, dass du viel Hülsenfrüchte (Bohnen...nicht nur grüne, auch weisse etc. und vor allem auch Linsen) isst.

Du kannst davon ausgehen, dass Menschen, welche dir die vegane Ernährung ausreden wollen selber wissen, dass bei ihnen etwas nicht ganz grün ist. Und viele Menschen haben Verlustängste - was, wenn man sein tägliches Schnitzel nicht mehr hat...? Oh...schlimm....

Wenn dich deine Eltern fast zwingen Milch und Eier zu dir zu nehmen, dann brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben. Geistig bist du Veganerin - und sobald du etwas älter bist, must du dir dahingehend nichts mehr sagen lassen. Bleib dir selber treu und geh' deinen Weg....so gut es eben geht. Glaub' mir, wenn deine Eltern empfindende Wesen sind, dann hat jede Diskussion mit dir gewisse Folgen ihrem Herzen....steter Tropfen höhlt den Stein. Bei deiner Mutter hat es ja schon funktioniert....Frauen sind oftmals sensibler in dieser Beziehung.

Sogar mein Vater hat neulich mal Anlauf genommen, mir den veganen Lebensstil madig zu machen. Und ich werde dieses Jahr 43....bin seit 10 Jahren Vegetarier und seit 5 Jahren Veganer. Allerdings konnte ich seine "Argumente" sehr schnell demontieren....je mehr du liest und schaust, desto gefestigter und informierter bist du.

Nur Mut, du schaffst das!!!!

Antwort
von orrig, 66

Hier: vegan-forum.de wäre eine gute Anlaufstelle für solche Probleme. Dort sind auch einige wandelnde Nährstofflexika unterwegs, die dir bzgl. Vitaminen sicher weiterhelfen können. :)

Kommentar von Larella01 ,

Danke für den Link ;) Ich hab zwar eine Nährstoff Tabelle aber das ist nochmal ein Tick praktischer.

Kommentar von orrig ,

Genau, dort gibt es viele User, die dir sicher helfen können, sowohl mit den Nährstoffen als auch mit deiner Familienproblematik :)

Antwort
von Kasumix, 71

Also ich kann verstehen, dass Eltern a. besorgt sind und b.auch keine Lust haben extra zu kochen... Denn dafür müssten sie sich eben Wissen aneignen und Alternativen finden.

Such Rezepte raus, geh selbst einkaufen und Koch ab jeztz komplett allein...

Geh zum Arzt und lass dich beraten.

Ich bin seit 18 Jahren Vegetarier und weiss, dass vegan echt nicht ohne ist... Mir war's bei einer Woche schon zu viel...unabhängig vom Sinn.

Kommentar von LeylaU ,

Ich kann dich voll verstehen, aber wie wäre es, wenn du z.B. jede Woche zwei vegane Tage einlegt oder jeden Tag eine vegane Mahlzeit oder so. Wenn du doch den Sinn dahinter verstehst, es aber nur zu schwierig findest darauf zu verzichten... Oder findest du es an sich schwierig? Weil dann könntest du ja einfach an den z.B. 2 veganen Tagen Reis, Nudeln, Brot und Kartoffeln, Obst, Gemüse und Co essen, eben Dinge die typischerweise immer Vegan sind. 

Antwort
von MissUnspecial, 53

Na ja, du versuchst ja momentan heimlich vegan zu leben. Das das nicht gesund ist, dürfte dir klar sein, denn wenn du keine tierischen Produkte mehr ist, brauchst du natürlich Ersatzprodukte.

Ich würde deinen Eltern erklären (je nachdem, wie sie so drauf sind), dass das Verbot nichts bringt, da du es sowieso machen wirst und das es dann sinnvoller ist, es wenigstens offiziell zu machen, damit du die Ersatzprodukte essen kannst, die du brauchst um gesund zu leben.

War das einigermaßen verständlich, was ich damit ausdrücken will? XD

Antwort
von ali12cool, 60

Deine Eltern sollten dir Es auf keinen Fall verbieten, da du ziemlich entschlossen scheinst und dich wohl gut informiert hast.

 Wenn du unbedingt ihr Einverständnis willst, kannst du ja mal eine Probephase vorschlagen, z.B. du lebst 1 Monat vegan und dann lasst ihr bei einem Arzt seien Werte überprüfen oder ihr macht euch mal gemeinsam schlau wegen den Vitaminen und Nährstoffen.

Sonst sei einfach selbstbewusst und ziehe es durch du bist 13 Jahre alt und ds ist dein Leben! Deine Eltern können dich ja nicht zwingen Käse oder Eier zu essen jedoch irgendwann werden sie es akzeptieren. Damit zeigst du ihnen auch, dass du erwachsener wirst und jetzt auch eigene Entscheidungen triffst

Antwort
von Laury95, 38

Wenn du das ignorierst, hören sie irgendwann auf. Vielleicht sieht deine Mutter deine Ernährungsweise ein und kocht für dich ein paar Gerichte vegan.

Ansonsten musst du eben vom Taschengeld die nötigen Produkte kaufen, wenn du auch bei Pflegeprodukten und Klamotten darauf achten willst. Oder du lässt bestimmte Nahrungsmittel weg, allerdings fehlen dir dann auch wieder die Nährstoffe.

Wenn du einen Eisenmangel hast, versuche es mal mit Kräuterblut.
Ich esse viel Fleisch, aber durch die Schwangerschaft kriege ich meinen Eisenwert sonst nicht in den Griff. Auf jeden Fall vorher pflanzliche Alternativen suchen, bevor du Tabletten nimmst (diese sind meist sehr stark dosiert und man bekommt schneller Nebenwirkungen)

Vitamine sind wohl eher das geringste Problem, diese befinden sich ja gerade in Früchten & Gemüse^^

Ich halte nichts von veganer Ernährung, aber wenn du es wirklich willst, stell dir wenigstens einen Nährstoff-Plan zusammen, so dass du auch gut versorgt bist...

Antwort
von Jokerfac3, 49

Durch Pflanzenschutzmittel und Pestizide die für Pflanzen verwendet werden die dann von Veganern gegessen werden sterben viele Tiere, zum Beispiel Insekten, die durch die bösen Chemikalien zu Tode gequält werden. Dass Tiere auf Bauernhöfen in vielen Fällen ein schönes Leben führen und normalerweise nicht grausam ermordet werden, kommt Vegetariern und Veganern komischerweise nicht in den Sinn. Und was ist eigentlich mit den armen Pflanzen, die aufgegessen werden? Das sind auch Lebewesen! Aber die Lösung kann so einfach sein: Wir stellen einfach sämtliche Nährstoffe künstlich her und schlucken dann dreimal an Tag eine appetitliche Tablette mit künstlichen Aromen. Schließlich muss man ja die armen Lebewesen beschützen!

Kommentar von Larella01 ,

Hm ok angenommen Pflanzen hätten viel viel viel mehr schmerzen als Tiere und wir könnten den nur noch nicht messen...Also schlachte ich jetzt eine Kuh oder ess ich die Pflanze? Damit eine Kuh schlachtreif ist,muss sie erst einmal 16 Kilo Getreide zu sich nehmen...Wenn wir das zu uns nehmen würden hätten wir viel mehr und länger was davon als im Endeffekt ein Kilo Fleisch...Wenn man sich informiert weiß man auch das nun mal die Tiere eben NICHT friedlich auf einem Bauernhof leben und dann geschlachtet werden...Selbst wenn ok die Kuh hat ein schönes Leben,deswegen töten wir sie jetzt...Sinn bei der Sache?Ich check diese Denkweise nicht außerdem sind das diese 0,815 Argumente hätten sie sich nur etwas informiert würden sie auch die offensichtlichen Argumente finden die dem widersprechen...Dieses Kommentar ist so amüsant und dazu noch albern und unnötig.Ich bitte sie erst versuchen zu argumentieren,WENN sie sich auch informiert haben,denn ich würde mich gerne mit Leuten darüber auseinander setzen die auch wissen wovon sie sprechen ;) Trotzdem bedanke ich mich für ihr Kommentar und ihre guten Absichten (?) helfen zu wollen.

Kommentar von wickedsick05 ,

Hierzulande ist die Zugabe von ca. 10% Getreide als Kraftfutter zum
restlichen Futter üblich, das sind unterm Strich ca. 1,5 Kilo. z.b. Das
Futter von Rindern besteht zu ca. 30% aus Maissilage, 50-60% Grünfutter, ggf. 10% Kraftfutter und der Rest aus Abfällen wie Orangenschalen aus der Saftindustrie. Auch Trockenschnitzel (Überbleibsel aus der Zuckerherstellung), Rapsextraktionsschrot, Biertreber, Schlempen, nicht verwertbares aus der Tofuherstellung etc. wandern in die Tierhaltung. Das sind natürlich alles hochwertigste Lebensmittel, die in jedem gut sortierten Biomarkt zu finden sind. Nicht?
Und weißt du, um was für ein Getreide es sich bei dem Tierfutter
handelt? Futtergetreide. Das ist das, was beim Anbau übrig bleibt, weil die Backfähigkeit nicht gut genug ist, weil das Wetter nicht gut genug war, weil Schmachtkorn dabei ist - oder schlicht und ergreifend, weil man nicht immer wieder nacheinander Weizen anbauen kann. Das nennt sich Fruchtfolge. Übrigens: wir essen vom Getreide nur die Körner, bzw. verarbeiten diese zu Nahrungsmitteln. Die Tiere fressen die gesamte Pflanze. Ob dem Verganer das so gut bekommen würde, wage ich zu bezweifeln.


Wenn wir das zu uns nehmen würden hätten wir viel mehr und länger was davon als im Endeffekt ein Kilo Fleisch...

Falsch es würde an Vitaminen fehlen die im Fleisch enthalten sind aber nicht im Getreide... Der Vergleich ist also voll daneben.

achja und die "Qualzucht" sieht so aus:

https://www.youtube.com/watch?v=JPaPL4gPnKY

Kommentar von Omnivore10 ,

Damit eine Kuh schlachtreif ist,muss sie erst einmal 16 Kilo Getreide zu sich nehmen

Damit eine Kuh schlachtreif wird, braucht sie nicht ein einzigen µg Getreide! Mit einer täglichen Zufuhr von 16kg Getreide würdest du JEDE Kuh umbrfingen, weil sie an Übersäuerung/Azidose erkranken würde!

Diese 16kg Getreide-These ist eine völlig absurde und unbewiesene Veganer-Einzelmeinung!

Wenn wir das zu uns nehmen würden hätten wir viel mehr und länger was davon als im Endeffekt ein Kilo Fleisch

Seit wann futterst du denn Wintergerste?

Ich check diese Denkweise nicht außerdem sind das diese 0,815 Argumente hätten sie sich nur etwas informiert würden 

Wäre schön, wenn du mal damit anfangen würdest dich zu informieren, anstatt dich mit 16kg-Getreide-Thesen sich zu indoktrinieren!

Zeig mir mal bitte nur EIN Bauer, EINE Prüfungsleistungsanstalt, EIN Landwirtschaftsanstalt, EIN Bauernverband, der mir bestätigt, dass eine Kuh 16kg Getreide am Tag futtert.

Hier sollten SERIÖSE Quellen kommen. Und damit meine ich FACHquellen! Also sind PeTA, BUND, Heinrich-Böll-Stiftung, sowie Zeit, Welt, Spiegel, Bild, usw. alle ausgeschlossen.

Zeig mal deine seriöse Quelle für diese Behauptung!

Antwort
von lumi2000, 65

Versuche dieses Argument:

Veganer achten viel mehr auf ihre Ernährung als andere Leute. Da sie viele Lebensmittel nicht essen, müssen sie genau wissen, was wo enthalten ist, und wie viel der Körper von bestimmten Nährstoffen braucht.

Mach dich also zum Experten in Sachen Ernährung und lies einige Bücher darüber. So kannst du deinen Eltern zeigen, dass du dich mit der Sache auseinandergesetzt hast, und mehr darüber weißt, als sie selbst. Als Veganer muss man keinen Eisenmangel haben.

Als Kompromiss kannst du vorschlagen, dass du dich vegan ernährst, deine Blutwerte aber alle 6 Monate vom Arzt checken lässt.

Grüße

Lumi

Antwort
von musso, 56

Vegan ist nicht unbedingt gesund. Man muss sich extrem mit Nahrung auseinandersetzen, um sich nicht zu schädigen. Und Ersatzstoffe zu sich nehmen. Nur Obst und Gemüse ist ungesund, auch wenn du es nicht glaubst. Eine basische Ernährung macht oft viel mehr Sinn. Aber ich denke, dass in deinem Alter wirklich eine Motivation wie "ach, die armen Tiere" vorliegt.

Davon musst du dich lösen. Guck dich in der Natur um. Der Fuchs frisst den Hasen. Der Mensch ist ein Allesfresser, sein Organismus funktioniert am besten wenn er Getreide, Gemüse, und ja, auch Fleisch isst bzw. Fisch. 

Ich würde mich als deine Mutter da auch querlegen 

Kommentar von ali12cool ,

Wenn du dich selbst nicht wirklich gut auskennst, dann solltest du hier auch nicht andere kritisieren, denn z.B. Getreide ist kein natürliches Lebensmittel, kein Lebewesen außer der Mensch isst es in solchen Massen. Eine Veganer Ernährung kann, wie gesagt, gesund sein wenn man sich damit auseinandersetzt und das scheint sie zu tun. Sie weiß, dass man nicht nur Gemüße und Obst essen sollte, sie macht dass doch nur, damit es weniger auffällt, als wenn sie extra kocht.

Kommentar von musso ,

Es ist doch Blödsinn, dass nur der Mensch Getreide isst. Auch Pferde fressen das zum Beispiel. Oder was ist Hafer für dich? Nur ein Beispiel von vielen.

Ob der massenhafte Konsum von Sojaprodukten ökologisch sinnvoll ist, kann auch bezweifelt werden. Dadurch werden Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten vernichtet. 

Ich muss mich notgedrungen wegen Nahrungsmittelallergien intensiver als die meisten mit Ernährung auseinandersetzen. Du auch? Oder warum denkst du, ich hätte keine Ahnung? Weil ich die Frechheit besitze, der Mode Veganismus aufzuspringen? Von solchen Modetrends halte ich nichts.

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