Frage von shampoox3, 151

Vater zum Pferdekauf überzeugen?

Nun, da bei ich mich bei meiner letzten Frage nicht deutlich genug ausgedrückt habe, versuche ich es nochmals.

Also: Es ist so das ich mir ein Pferd wünsche und das auch schon seit dem ich 6 bin. Das Thema wurde dann extrem als ich ERNEUT mit dem reiten anfing. Ich bin seit meinem 7. Lebensjahr auf einem Pferdehof geritten bis wir dann auf's Land gezogen sind und ich somit mit 12 Jahren aufhören musste. Ich habe jedoch mit 13 erneut angefangen und bin somit mit meinen 4 Freundinnen 1½ Jahre dort geritten. Als meine Freunde dann alle aufgehört hatten weil sie kein eigenes Pferd bekamen und es somit keinen Sinn mehr für sie machte, habe ich kleiner Mitläufer ebenfalls aufgehört. Mein Vater hat mir immer beim reiten zugesehen und meine Mutter war vom Thema "Pferdekauf" auch echt begeistert. Ich hatte somit ziemlich lange eine Reitbeteiligung bis diese dann leider starb. Ich weiß also wie es ist wenn man füttern, ausmisten, auf die Koppel bringen, reiten, Bodenarbeit, satteln und putzen muss. Ich habe jetzt also die volle Zustimmung meiner Mutter, für den Pferdekauf und wir haben uns auch schon zusammen Pferde im Internet angesehen, aber mein Vater hat Angst sich ein Pferd anzuschaffen. Er wurde als Kind von einem Pferd getreten und das wird er wohl niemals vergessen. Er hat also Angst das mir soetwas passieren könnte. Meine Eltern würden die monatlichen Kosten tragen, und falls es kritisch werden sollte, haben wir die Unterschützung anderer Verwandten (Wir wissen das ein Pferd 400-500€ im Monat kostet und man immer was daneben legen muss falls das Pferd z.B eine Kolik bekommen sollte). Wenn ich einen Tag nicht zum Stall kommen könnte, würde eine meiner Freundinnen aushelfen.

Nun ist aber die Frage wie ich meinem Vater erklären soll, dass nicht jeden Pferd nach einem tritt und er somit keine Angst haben sollte.

Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde, 76

Dein Vater ist sicherlich kein dummer Mensch und weiß rational sicherlich, dass nicht jedes Pferd eine tretende Kampfmaschine ist. Genau wie Spinnenphobiker wissen, dass unsere europäischen Hausspinnen absolut harmlos sind und sich dennoch bis hin zu Panikatacken vor ihnen fürchten.

Aus diesem Grund befürchte ich, dass es nur ein vorgeschobener Grund ist, um kein Pferd kaufen zu müssen. Denn trotz seiner Pferde-Angst hat er Dich in der Vergangenheit doch immer gerne zum Pferd, zum Reiten begleitet. Etwas anderes würde ja auch nach dem Kauf nicht von ihm erwartet werden.

Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als weiter zu schmeicheln, zu überreden und alle Register als liebe Tochter zu ziehen. Denn wie schon in Deiner anderen Frage geschrieben: Zauberworte gibt es nicht. Nur die Überredungskünste, über die Du verfügst.

Antwort
von sukueh, 66

Die letzte Frage von dir wurde beileibe nicht falsch verstanden. Selbst wenn du also jetzt mehr als eineinhalb Jahren reitest, ist ein Pferd IMMER dann eine schlechte Idee, wenn irgendwer (sei es Eltern oder Partner) dazu überredet werden müssen.

Das geht nur dann wirklich (dauerhaft) gut, wenn der Partner/die Eltern ebenfalls gefallen am Reiten/an Pferden finden. Ansonsten ist der ewige Ärger und weitere Diskussionen vorprogrammiert.

Die Einstellung "ohne eigenes Pferd macht das Reiten keinen Sinn" ist übrigens eine sehr merkwürdige. Reiten und Reiten lernen kann man auch ohne ein eigenes Pferd. Als zuverlässige RB ist man doch eigentlich sehr gerne gesehen.

Pferde im Internet anzuschauen, ist übrigens was anderes, als Pferde in echt zu erleben. Die meisten Verkaufsanzeigen sind natürlicherweise positiv geschrieben. Selbst wenn man einigermaßen gut Reiten kann, heißt es noch lange nicht, dass man auch selber ein Verkaufspferd gut einschätzen kann (auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Verkaufspferd an den Besichtigungstagen nicht ganz ihr wahres Wesen zeigen). Soll heißen, was mit deinem Pflegepferd vielleicht super gut geklappt hat, weil dieses Pferd einen dir liegenden Charakter hatte, kann es sein, dass mit dem eigenen Pferd erstmal nix klappt, weil deine Erwartungen auch viel zu hoch sind oder - sorry - die eigene Erfahrung doch nicht so ausreichend ist, wie man von sich glaubt.

Ich habe schon jede Menge Menschen - auch Leute, die von sich überzeugt waren, gut mit Pferden zu können - mit ihren eigenen Pferden hoffnungslos überfordert gesehen.

In der Regel bedeuten solche Pferde zusätzliche Kosten - ein Trainer muss her, der das Pferd wieder hinbiegt oder erstmal einen Grundberitt leistet (alles schon erlebt).

Wenn man dann also jetzt im Vorfeld schon auf die finanzielle Unterstützung der Verwandtschaft baut (was zusätzlich auch ein Abhängigkeitsverhältnis schafft), ist das ziemlich schlecht...

Warum muss es JETZT ein Pferd sein ? Ich finde es sehr unfair, andere Menschen zu (überaus teuren) Dingen zu überreden, nur weil man selber diesen Traum hat. Ist es nicht sehr viel reifer und verantwortungsbewusster und fairer seinen Mitmenschen (auch den Eltern) gegenüber, sich dann derartige Träume zu erfüllen, wenn man sie sich aus eigener Tasche leisten kann !

Kommentar von shampoox3 ,

Dann werde ich wohl warten müssen, bis ich mir ein Pferd selber leisten kann :/

Trotzdem danke für deine Antwort :)

Deine Argumente haben mir echt den Kopf bereinigt, sag ich mal ;D

Kommentar von sukueh ,

Es ist auch wirklich nicht bös gemeint, dass man - wenn die Eltern nicht von Haus aus hinter einem stehen - wirklich besser warten sollte, bis man sich das ganze selber finanzieren kann.

Eine finanzielle Abhängigkeit - sei es beim Kauf oder später beim Unterhalt - ist immer schlecht. Du bist nie frei in deinen Entscheidungen bzw. kannst sie aufgrund deines Alters gar nicht alleine treffen. Und wenn dein Vater sogar noch Angst vor Pferden hat, ist er sicherlich auch kein "guter" Verantwortlicher, weil er dem Pferd immer mit Misstrauen begegnen wird. Wie soll er dann nachvollziehbare und gute Gründe für diese oder jene Entscheidung rund ums Pferd verstehen (können). Für den ist ein Pferd vermutlich "nur" ein Tier, was - wie mein Schwiegervater so schön sagt - vorne beißt und hinten scheißt :-)

Und selbst wenn Eltern keine Angst aber auch keine Ahnung von Pferden haben, können sie sich aus Unkenntnis in Situationen bringen, die eventuell zu Unfällen und dann doch zu Angst führen. Oder Dinge mit dem Pferd tun, die du nicht gutheißt...

Da ist es dann wesentlich einfacher zu sagen "bitte lass dass", wenn man nicht Monat für Monat darauf angewiesen ist, dass Mama oder Papa für das Pferd bezahlt.

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde, 28

Deinem Vater wird klar sein, dass letztendlich er die Versntwortung fur dss Pferd hätte. Und du kannst ihm nicht verdenken, dass er nicht bereit ist, sich für etwas Verantwortung aufzubürden, was ihm nicht ganz geheuer ist. Und Du kannst auch micht erwarten, das er sich deshalb in eine Therapie begibt, nur weil Du die paar Jahre nicht  warten möchtest, bis Du selber 18 bist.

Kommt dir jetzt zwar noch soooo lange vor - aber wart mal, " plötzlich" ist es so weit :-) 

Halt durch! 😸

Kommentar von shampoox3 ,

Danke :)

Du hast es nett ausgedrückt. Die anderen schnauzen einen ja nur an das man sein Geld selber verdienen soll😑

Echt vielen Dank ^^

Kommentar von Urlewas ,

Ach Du, sei ihnen nicht böse. Weißt Du, manche sind einfach etwas genervt, weil ähnliche Fragen hier so oft auftauchen, und in vielen Fällen merkt man, dass die Leutchen eine unverschämte Anspruchshaltung haben und unbelehrbar scheinen.

Aner galib mir, angesehen vom Geld und der Angst, die Dein Vater hat, kann es nur von Vortel sein, wenn du inzwischen mher und mehr reiten lernst ( ich hoffe, du hast eine Reitschule, wo du etwas mehr lernen kannst als nur ein braves Pferd von A nach B zu bugsieren.)

Antwort
von Unicorn200, 47

Wenn du ein Pferd kennst, welches du gerne haben möchtest, nimm deinen Vater doch mal mit zu ihm und zeige ihm alles im Detail, was du mit dem Pferd machst. Wenn ihr eins aus dem Internet nehmt, nimm ihn zum Probereiten mit und gehe ruhig auch mehrmals hin und zeig ihm, dass das Pferd was du dir ausgesucht hast, brav ist. Du kannst ihn ja vielleicht auch mal bitten, das Pferd kurz zu halten oder mal beim Aufsteigen zu helfen. Irgendwas, damit er mit dem Pferd auch warm wird. Wenn er dann dir UND dem Pferd vertraut, kannst du ihn fragen, ob das für ihn ok ist, weil es dir sehr wichtig ist. Versuch ihn einfach zu beruhigen und Kauf dir nicht so ein Pferd, das Wild ist und bockt. LG Unicorn200

Kommentar von shampoox3 ,

Vielen Dank :)

Antwort
von Coopiie, 58

Sag es deinem Vater so:

Klar, du kannst einen Unfall im Umgang mit Pferden auf keinen Fall ausschließen, aber du hast genug Erfahrung um die meisten dieser Unfälle zu umgehen. Wahrscheinlich ist sein Unfall damals nur passiert weil er zu wenig Erfahrung mit den Tieren hatte (was man von dir ja eben nicht behaupten kann) und somit kannst du Gefahrensituationen besser umgehen. Außerdem wird dein Vater schnell merken, wenn du ein eigenes Pferd hast, dass sowas nie aus Absicht oder Bosheit geschieht, und er doch dann seine Angst überwinden kann.
Ganz, ganz viel Glück und viele liebe Grüße :)♡

Kommentar von shampoox3 ,

Ganz großen Dank für diese liebe Antwort :)

Kommentar von Coopiie ,

Immer wieder gerne, ich hoffe du bekommst dein Pferd!♡

Antwort
von Lipbalmgirl, 66

Hat deine Reitbeteiligung dich denn mal getreten oder irgendwie verletzt?

Wenn nicht, dann verstehe ich nicht ganz, was das Problem ist, die Gefahr, dass ein Pferd tritt (auch ohne Absicht) besteht ja immer.. hätte ja auch was mit deiner RB passieren können.

Kommentar von Dahika ,

Das ist die nicht besonders intelligente Ausrede des Papas. Er will vielleicht nicht grob sagen: "Jibbet nisch. Ruhe jetzt."

Antwort
von martinzuhause, 67

in ein oder zwei jahren beginnst du da vllt eine ausbildung die weiter weg ist. da kümmerst du dich dann eben nicht mehr jeden tag um das pferd.

Antwort
von LyciaKarma, 37

Das macht es nicht besser. 

Was ist so schwer daran zu verstehen, dass du warten solltest, bis du dir dein Pferd selbst leisten und dafür Verantwortung übernehmen kannst? 

Wenn du unbedingt wieder ein Pferd brauchst, um das du dich kümmern kannst, dann such dir wieder eine RB.

Kommentar von shampoox3 ,

Das Problem ist, dass es keine Reitbeteiligungen hier in der Nähe gibt, sonst hätte ich mich 100% bei einer gemeldet, dazu bin ich super ungeduldig und kann mir leider nicht vorstellen das ich es solange aushalte, bis ich mir ein Pferd selbst kaufen kann. Traurig aber wahr. Natürlich ist das jetzt kein Grund, meine Eltern vollzulabern damit sie mir ein Pferd kaufen, aber so bin ich nun mal. Ich trage auch Post aus um meine unterstützen zu können aber ich denke das mein Geld nicht viel helfen wird, falls das Pferd eine Kolik bekommt und in die Klinik muss. Das eben macht mich auch skeptisch.

Für mich kam es aber leicht so rüber, als ob Du dich über mich aufregen würdest. Ich kann es natürlich auch falsch verstanden haben, würde aber auch verstehen das Du dich aufregst.

Trotzdem liebe Grüße und danke für die Antwort ^^

Antwort
von AuroraRich, 71

Wie gesagt sich da auf andere verlassen zu müssen ist keine Grundlage. Entweder man hat die Zeit und das Geld oder eben nicht.

Deine Freundin wird irgendwann eine Ausbildung oder Studium machen und spätestens dann ist kein Verlass mehr drauf.

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