Frage von Loumers, 45

Vater mit Parkinson, Alltag bewältigen?

Halli Hallo ihr Lieben, Ich wollt euch ersteinmal meine Lage schildern und dann hoffe ich sehr, das mir jemand ein paar gute Ratschläge geben kann.. Also, ich bin weiblich und 18 Jahre alt und beginne in ein paar Tagen meine Ausbildung zur Altenpflegerin. Außerdem hab ich eine jüngere Schwester (16J.) Die gestern ihr Abitur an einer Ganztagsschule begonnen hat. Wir wohnen beide noch zuhause bei Mama (55 J.) Und Papa (52 J.) Bei meinem Papa wurde vor gut 5 fünf Jahren Parkinson diagnostiziert wobei man damals gesagt hat, das die Medikamente schon so gut seien, dass er selbst mit der Krankheit noch einige Jahre weiter arbeiten kann. Jetzt, fünf Jahre später sieht alles ganz anders aus. Mein Papa hat vor kurzem die Rente beantragt und meine Mama hat ihren geliebten 450 Euro Job gekündigt um wieder Vollzeit im Büro arbeiten zu gehen. Von daher sind meine Mama, meine Schwester und ich den ganzen Tag NICHT zuhause.. und wenn wir dann wieder kommen... Sieht es aus als ob eine Bombe eingeschlagen hat. Papa versucht in der Zwischenzeit nämlich aufzuräumen um uns den Haushalt zu erleichtern. Aber.. um ehrlich zu sein, verschlimmert er alles. Erst eben hat er die guten Klamotten von mir dezent zu heiß gewaschen, sodass jetzt alles in dir Tonne kann.. ich überleg seit Monaten schon was ich papa für ein Hobby, bzw eine Beschäftigung suchen kann, dass er nicht den ganzen Tag zuhause hockt und auf blöde Ideen kommt. Und einfach ausziehen, macht die Lage zwar für mich besser, aber Mama und Dina sitzen dann immer noch hier im Chaos. Bitte. Ich brauch dringend mal gute Ratschläge!

Liebe Grüße! 💞

Antwort
von Schokolinda, 3

warum sieht es nach bombeneinschlag aus? konnte dein vater noch nie haushalt oder kommt das von seiner erkrankung?

es wäre gut, das mit ihm zu klären - ihm fällt das wahrscheinlich selber auch auf, dass es nach seiner aktion eben nicht aufgeräumt ist. kann er erklären, was da bei ihm schief läuft? ist er z.b. leicht ablenkbar?

vielleicht hilft es, wenn man einen wochenplan aufstellt. jeder tag wird festgelegt ist, vom aufstehen bis zum schlafen gehen.

es sollte ein plan sein mit aufgaben, die realistisch zu schaffen sind und es sollten auch ruhepausen und entspannende aktivitäten eingeplant werden.

am besten wäre, wenn dabei eine routine entsteht - das heisst, dass der tag eigentlich immer gleich abläuft z.b. 10 uhr immer eine kleine pause nach einem zeitfenster für hausarbeit (nur ein beispiel).

auch in der woche sollte sich alles regelmässig wiederholen z.b. montag und mittwoch = tag zum staubsaugen.

wer routine hat, lässt sich nicht so leicht ablenken.

handy kann auch helfen: man kann erinnerungen einprogrammieren, so dass man bei einer ablenkung wieder zum tagesplan zurückgeführt wird.

eine routine aufzubauen funktioniert nicht von heute auf morgen. das dauert und kostet sicher einiges an nerven.

vielleicht wäre eine reha für deinen vater eine gute sache, falls er nicht erst eine hatte.

Antwort
von TheAllisons, 28

Wenn die Krankheit schon so fortgeschritten ist, wird es wohl besser sein, wenn ihr in der Zeit, wo ihr nicht da seid, eine Pflegekraft einstellt. In diesem Zustand sollten solche Personen immer unter Aufsicht sein.

Kommentar von Loumers ,

Theoretisch eine gute Idee. Aber da wird Papa uns einen Strich durch die Rechnung machen. Papa ist im Frühjahr erst 52 geworden und kann sich daher noch nicht wirklich eingestehen eine Krankheit zu haben, die in der Regel erst im Rentenalter Auftritt.. von daher sieht er es nicht ein wenn er auf Grund seiner Krankheit einige Sachen nicht mehr allein bewältigen kann, und wenn wir dann jemanden einstellen, nur um auf Papa aufzupassen.. ich glaub das wird nicht lange gut gehen..ich hatte eher an irgendwelche Hobbys gedacht.. das muss halt nur gut überlegt sein.. leuteit Bewegungseinschränkungen und Mittlerweile meiner Meinung nach kognitiven Einschränkungen können wohl eher sollten nicht mehr alles machen....

Kommentar von TheAllisons ,

ihr müsst euren Papa davon überzeugen, sich auf alle Fälle behandeln zu lassen, da kann man die Krankheit eventuell ein wenig verlangsamen. Denn wenn sie nicht behandelt wird, geht es sehr schnell, wo er dann eine Pflege braucht. Und Parkinson ist nicht an ein bestimmtes Alter gekoppelt

Kommentar von Loumers ,

Papa geht ja regelmäßig zum Neurologen und auch seine Therapien nimmt er eigentlich ziemlich regelmäßig wahr.. aber der Neurologe verzweifelt bei Papa halt, da keine Medikation so gut anschlägt das es Papa nie wirklich gut geht. Ich mein Pflege braucht er lange noch nicht, es geht halt einfach um diese Langeweile die er den ganzen Tag hat. Andere Rentner setzen sich aufs Fahrrad oder fahren in den Urlaub. Aber All das geht nicht sooo einfach wenn man krank ist. Es ist ja auch nicht so, das Papa ständig irgendwas vergisst (also dementiell veränderte Züge auf weist) aber er fängt zum Beispiel mit dem Putzen an und muss mittendrin aufhören weil der Körper nicht mehr mit macht. Und wenn man mit drei vier Sachen nur anfängt und dann alles liegen lässt, entsteht Chaos. Situationsbedingt und personenbezogen find ich daher, dass eine Pflegekraft noch nicht notwendig ist..

Kommentar von TheAllisons ,

setzt euch zusammen und beredet das miteinander, es muss eine Lösung geben, die für alle Beteiligten eine Erleichterung ist. Schlage deinem Papa vor, er soll sich in einem Fitnessstudio anmelden. Da ist er ein wenig anderweitig beschäftigt

Antwort
von beangato, 21

Ein Hobby hilft da nicht. Ihr braucht professionelle Hilfe.

Macht Euch wegen Tagespflege kundig.

Kommentar von Loumers ,

Und wie sieht das mit den Kosten für eine Pflegekraft aus? Die müssen wir wahrscheinlich selber tragen, oder?

Kommentar von beangato ,

Wenn dein Vater eine Pflegestufe hat, müsst Ihr das - soweit ich weiß - nicht selbst bezahlen.

Übrigens: Mit "Tagespflege" ist Folgendes gemeint:

Dein Vater wird morgens zu Hause abgeholt, wo betreut und nachmittags wieder nach Hause gebracht. Das dient Euch als Erleichterung.

https://www.wegweiser-demenz.de/informationen/betreuung-und-pflege/tagespflege.h...

Kommentar von Loumers ,

Achso, klar jetzt weiß ich was gemeint ist. Habs falsch gelesen. 😉 

Nein, Papa hat noch keine Pflegestufe und um den einstufen zu können, kann der noch viel zu viel. Und der MDK ist ja dafür bekannt, das die da kein Auge zu drücken. Das wird wohl noch ein paar Jahre dauern um den in ps 1 zu bekommen..

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten