Frage von PrincessPhoenix, 157

Vater ist Alkoholiker was kann man tun komme nicht mehr mit klar?

Hallo :)
Ich bin ein 14 Jahre altes Mädchen und mein Vater ist Alkoholiker, er trinkt gerne mal 2-3 Flaschen Wein am Abend und es verschlimmert sich vom Tag zu Tag. Meine Mutter hat sich bereits von ihm getrennt weil es so schlimm geworden ist und mein Vater schiebt alles auf eine dämliche Krankheit die er besitzt aber an sich wird es durch den Alkohol nur noch schlimmer. Meine Mutter hat meinen Vater vor die Wahl gesetzt und er wählte letztendlich den Alkohol und bei meiner 16 Jährigen älteren Schwester tat er das selbe und seitdem ist nur noch stress bei uns in der Familie. Mein Vater meint immer das er ja das aroch in der Familie wäre und vieles mehr. Gestern Abend war ich noch Wach gewesen gegen 22:30 und und hatte bemerkt das mein Vater noch nicht mit unserem Hund draußen war und ich ging dann runter und er lag auf seinem Sessel und war eingeschlafen und wie üblich sah er irgendwas im Fernseher, als ich versuchte ihn aufzuwecken reagierte er vorerst nicht doch als ich den Fernseher ausschaltete wurde er wach und ich sagte ihm das er noch mit dem
Hund zu gehen hatte und er meinte er würde gleich gehen doch das tat er nicht direkt nachdem ich es ihm sagte vergaß er es schon und ging hoch schlafen. Er hatte unten im Wohnzimmer jedoch eine Kerze und das Licht angelassen was ich aber erst ein paar Stunden später bemerkte. Ich hatte Glück das ich noch wach war weil sonst würde unser Haus schon garnicht mehr stehen und ich bemerkte das Licht unten gegen 1 Uhr nur weil auf ins Bad gegangen war und hatte dann realisiert das er das Licht angelassen hatte und nachdem ich runter gegangen war und das Licht ausmachte sah ich das er sogar die Kerze angelassen hatte und langsam mache ich mir echt Sorgen um meinen Vater und ich verbringe auch sehr viele Abende mich in den Schlaf zu weinen weil es so schlimm geworden ist. Was mich auch nicht wundern würde wenn er bald einen Unfall bauen würde aber vielleicht lernt er dann auch mal daraus was ich doch sehr hoffe aber ich bezweifle es langsam denn er geht nichtmal freiwillig in eine Klinik oder sonst wohin um sich helfen zu lassen er will das alles nicht und wegen all dem hatte ich auch schon oft sogar zu oft einfach den Gedanken weg zu laufen von Zuhause weil ich es nicht mehr aushalte und selbst meine Schwester ist nur noch bei ihrem Freund und nicht mehr zuhause und ich habe das Problem ich kann mich nirgendwohin zurück verziehen und deswegen brauche ich dringend Hilfe bevor ich noch auf sie Schiefe bahn gelange das will ich alles nicht und jetzt hoffe ich das einer von euch da draußen mir irgendwie helfen kann :/

Antwort
von Socat5, 42

Leider ist er wohl weit von jeglicher Einsicht entfernt. Dein Mitleid und deine Sorge helfen ihm nicht. Da du ihn nicht alleine lässt, unterstützt du ihn in seinem Tun. Nicht bewusst natürlich. Das nennt man Co-Abhängigkeit. Das enge Umfeld des Alkoholikers passt sich ihm an. Du weißt z.B., dass du lieber nochmal gucken solltest ob er mit dem Hund draußen war, ob keine Kerzen brennen und sowas, damit nimmst du ihm Verantwortung ab. Das sind jetzt nur zwei Beispiele, aber unbewusst passiert das sehr häufig am Tag in allen möglichen Bereichen. Leider muss so jemand erst ganz unten sein, bevor er vielleicht merkt, dass er was ändern muss. Also Familie weg, Job weg, Freunde weg, Haus weg, alles weg - dann vielleicht gehen ihm die Augen auf. Ist aber auch nicht bei allen der Fall. Jedenfalls hört sich das für dich schrecklich an, schließlich sage ich mehr oder weniger, lass auch du ihn "im Stich". Du könntest dir Hilfe holen bei einer Suchtberatungsstelle, die sind auch für Angehörige da und nicht nur für die Suchtkranken. Was deinen Vater betrifft, können die auch nur sagen, wenn er nicht selbst will kann man ihm nicht helfen. Aber dir kann man da helfen, was deinen zukünftigen Umgang mit ihm angeht. 

Irgendwie kann ich mir aber kaum vorstellen, dass deine Mutter dich einfach so mit ihm allein gelassen hat. Sollte es so sein, dass sie keine Zeit hat, ihr die Arbeit wichtiger ist, dann wäre das echt ein Fall für das Jugendamt. 

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Mein Problem ist halt ich kann ihn einfach nicht im Stich lassen weil er eben mein Vater ist und auch meine Schwester hat oft gesagt das ich einfach gehen soll und ihn auch im Stich lassen soll doch mir fällt das ganz und gar nicht leicht und ich würde auch zu meiner Mutter gehen jedoch hat sie nicht genügend Geld um sich um mich mit kümmern zu können denn sie hat momentan fast nicht mals genug Geld für sich allein und hatte auch eine Operation hinter sich die aber Schief gelaufen ist und jetzt nochmal Operiert werden muss und sie schafft das alles dann nicht mehr mit Job und sich dann noch um mich kümmern

Kommentar von Socat5 ,

Natürlich fällt dir das nicht leicht, es wäre auch schlimm wenn es so wäre. Das fällt ja vielen Erwachsenen schon sehr schwer, die mit alkoholkranken Partnern leben. Wie könnte man von einem Kind verlangen, seinen Vater zu verlassen? Aber du musst reden, unbedingt. Deshalb such mal im Netz nach Beratungsstellen in eurer Stadt (z.B. Blaues Kreuz), da findest du auf jeden Fall ein offenes Ohr, ganz sicher. Schade, dass dein Vater nicht an deine Zukunft denkt, deshalb ist es umso wichtiger, dass du es tust. Wie sollst du denn so die Schule gescheit schaffen?

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Mhm Schule leidet komplett drunter und wenn ich so weiter mache darf ich das achte Schuljahr auch wiederholen und darauf habe ich eher weniger Lust deswegen muss ich mich echt mal aufraffen und irgendwohin gehen weil es bringt mir nichts und jaa das stimmt meine Mutter hat auch vier Jahre gebraucht bis sie endlich soweit war und gegangen ist :/

Antwort
von Karacho, 19

Traurig, dass gerade diese Frage hier leider immer wieder auftaucht. Ich lege dir wirklich ans Herz, Sorge zu dir selbst zu tragen. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es schwer ist, aber du musst dich emotional von ihm lösen, solange er nicht selbst zur Einsicht kommt. Da hilft auch physische Distanz, indem du nicht mehr bei ihm wohnst. Im Grunde nämlich kannst du ihm gar nicht helfen und unterstützt ihn sogar mit jeder "Hilfe" deinerseits, so widersprüchlich das auch klingen mag. Er selbst muss bemerken, dass er ein Alkoholproblem hat. Wenn du ihm aber hilfst, machst du es ihm nur bequemer und er wird noch weniger schnell einen Grund sehen, je damit aufzuhören. Es wird schlussendlich seine Entscheidung sein, ob er sich für euch oder die Sucht entscheidet. Wie die anderen hier schon geschrieben haben: Du bist bestimmt schon co-abhängig. Google das mal, tausche dich mit anderen Angehörigen von Alkoholikern aus, denn... du bist nicht alleine! Aber unterstütze seine Sucht nicht weiter, indem du die Sachen machst, die er versäumt. Zum Hund zum Beispiel: Da kannst du ihm in einem nüchternen Moment sagen, dass du von ihm enttäuscht bist, dass er sein Wort nicht gehalten hat, du es aber nächstes Mal nicht mehr machen wirst.

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Das traurige an der Sache ist das er nicht mal aufhören wird und einfach nur weiter Lügen wird, er hat schon so oft etwas versprochen wegen trinken aufhören oder Rauchen aufhören doch im Endeffekt hatte er es nie aufgehört und jetzt ist es zu spät er hat sich seine Familie damit kaputt gemacht und er bemerkt nicht mal wenn es mir schlecht geht und das mit dem Hund zum Beispiel das ist fast jeden Abend so das ich ihn daran erinnern muss weil er eingeschlafen ist und gestern war es halt wie schon im Text gesagt so schlimm das er nicht mehr wusste was ich gesagt hatte und jaa ich denke auch das ich co-abhängig bin und habe es mal gegoogelt und versuche es mal zu ändern aber denke nicht das das so einfach wird

Kommentar von Karacho ,

Regelmässig konsumierter Alkohol verändert einen Menschen und dessen Persönlichkeit, das nun nachlassende Gedächtnis ist eine Begleiterscheinung. Selbst wenn dein Vater zur Einsicht kommen sollte, sich eingesteht, dass er ein Problem hat und sich Hilfe sucht, wird es immer noch ein langer und schmerzhafter Weg sein, der auch mit Rückfällen verbunden ist und dich genauso viel Kraft kostet, weil du dir ja Hoffnungen gemacht hast.

Falls du nicht zu deiner Mutter kannst... Könntest du eventuell deine Schwester fragen, ob du vorübergehend auch zu ihr und ihrem Freund ziehen kannst? Ausserdem solltest du eine Fachstelle aufsuchen, denn ein Kind wie du sollte auf keinen Fall alleine mit einem Alkoholiker zusammenleben, das zwingt dich nämlich dazu, wie eine Erwachsene zu handeln, aber das bist du noch nicht. Hast ja auch geschrieben, dass auch schon die Schule darunter leidet. Hast du dort eventuell einen Vertrauenslehrer? Wichtig ist, dass du dich nicht wegen deines Vaters schämen brauchst und für dich selbst Hilfe suchst, denn deinem Vater kannst du keine sein, so hart es auch klingt. Sein Leben liegt in seiner eigenen Hand. Lass dir das Deine nicht von ihm zerstören, den ersten Schritt hast du ja hier schon getan. Nichts davon ist deine  Schuld und es tut gut, wenn du jemanden findest, mit dem du dich austauschen kannst, die Emotionen entladen kannst.

Mein Vater trinkt, seit ich denken kann und ich bin mir da jetzt ziemlich sicher, dass er das auch bis an sein Ende so durchziehen wird. Es hat wehgetan Abstand zu nehmen, aber nur dadurch geht es mir endlich gut.

Antwort
von MrDexter98, 37

Meine Mum ist auch eine schwere Alkoholikerin und ich kann dich verstehen.

Wenn die Person nicht einsieht, dass sie krank ist kann man sie zwangs einweisen in die Klapse.

Geh dich einfach mal informieren. Würdest du in meiner Nähe wohnen könntest du bei mir chillen. ;)

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Ich mag meinen Vater aber eher ungern in die Klapse einliefern weil ich weiß das er sich dagegen wehren wird und es nichts ändert er wird danach immer weiter trinken bis zum umfallen

Hehe Nett von dir :)

Kommentar von MrDexter98 ,

Wo wohnst du denn grob ? Wenn ich fragen darf :D

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Ungefähr 2 Stunden von Köln weg :) wenn ich dir jetzt den Ort sagen würde wüsstest es bestimmt nicht und denke mal das du Köln kennst ^^

Antwort
von Ille1811, 24

Hallo!

schau mal auf die Webseite http://www.nacoa.de/
Du findest auch Hilfsangebote auf der Seite.

Erfahrungsberichte von Kindern, denen es ähnlich wie dir geht, findest du hier:
http://www.al-anon.de/fuer-neue/familienkrankheit/alateen-fuer-jugendliche

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Vielen Dank für deine Links ich werde mir mal alles in Ruhe durch lesen :)

Antwort
von pinacolada42, 30

Du musst dringend zum Jugendamt gehen und um Hilfe bitten. Wieso kümmert sich deine Mutter nicht um dich?

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Meine Mutter ist fast nie Zuhause weil sie sehr viel Arbeiten muss um in ihrer Wohnung bleiben zu können und sie hat nicht genügend Geld dazu um sich noch mit um mich zu kümmern

Kommentar von pinacolada42 ,

Dann Schnapp dir deine beste Freundin und Trau dich zum Jugendamt zu gehen und mit den zu sprechen

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Mhm okii ich versuche mein bestes :)

Antwort
von Farridio, 23

nein, dein vater verliert nicht seinen job, wenn du zum jugendamt gehst.. wie kommst du darauf???

Kommentar von PrincessPhoenix ,

Ich weiß nicht dachte ich halt weil meine Mutter auch mal erwähnt hatte das wenn sie zum Gericht geht und sie dort alles meldet das er seinen Job verliert und ich dachte das ist mit dem Jugendamt das gleiche :/

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