Frage von Afterlive, 20

Vater ist Alkoholiker und schadet seiner Gesundheit - was soll ich tun?

Moin moin :) (m18)

Mein Vater ist schon sehr lange Alkoholiker. Er war zwischendurch trocken, aber wie man bekanntlich ja sagt hört sowas nie richtig auf. Das Problem: Er hatte bereits ein Herzinfarkt und ein schlaganfall. Seine Adern die zum Herzen führen sind zu 80% verstopft und er bräuchte Medikamente ( Tabletten ) damit das Blut dünnflüssiger wird.

Allerdings wirken Tabletten mit alkohol nicht und nehmen tut er sie auch nicht. Er ist total lebensfreudig, aber er achtet da einfach nicht drauf und wir reden und reden, aber nichts passiert. Gestern war er so betrunken, dass er über sein Tot geredet hat (Alkoholiker baden komischerweise ja immer in selbstmitleid ) aber das hat mich gestern so mitgenommen, dass ich schon geheult habe.

Es ist noch viel mehr passiert, aber das ist nicht so relevant für Gutefrage.

Er kommt aus diesem Alkohol Loch einfach nicht mehr raus und dieses mal ist es extrem schlimm. Ich bin am Ende meiner Kräfte, seelisch sowie physisch und weiß nicht was ich tun muss. Klar ich bin nicht verantwortlich für ihn, aber es ist mein Vater und ich hoffe das ist daher verständlich.

Schönes rest-wochenede noch!

Antwort
von Thaliasp, 20

Du könntest evtl. noch zu der Selbsthilfegruppe al-anon gehen. Das ist eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern. Die könnten dich beraten was du noch tun kannst. Leider ist es so dass Menschen mit einem Alkoholproblem oft ganz unten ankommen müssen bis sie zur Einsicht kommen. Immer nur Reden bringt nur Frust für euch, leider. Ich hoffe ihr könnt mit der speziellen Selbsthilfegruppe noch etwas zum Guten erreichen.

Antwort
von Canteya, 14

Ohne die Einsicht, dass es ein Problem ist, kann man noch so viele Therapien machen. Ohne dass er checkt, dass es gefährlich ist und ihm nur schadet, wird das nichts. Denn so ist er ja, wie du siehst, auch nicht bereit fuer eine Therapie. Manchmal muss man wegbleiben und aushalten, aber das ist ja beim Alkohol sehr fragwürdig, da es ja auch bis zur körperlichen Abhängigkeit geht. Ich weiß nicht, was du durch Reden schon alles versucht hast, aber ich wuerde ihm in einem nüchternen Moment einfach mal alles an den Kopf knallen - dass es dir dadurch unheimlich schlecht geht, dass es dich sehr belastet und du einfach keine Ruhe hast, nur in Angst lebst, solange er so viel trinkt. Solche Worten sollten ihm doch (hoffentlich) nahe gehen. Man kann ihm natuerlich jetzt eine Therapie aufzwingen, aber ohne die nötige Einsicht stellt er sich sicher auch nur stur ... wünsche dir alles Gute

Antwort
von GenLeutnant, 7

Erst einmal muss der Wille Deines Vaters da sein,um sein Alkoholproblem zu lösen.So wie Du es beschreibst,verniedlicht er sein Alkoholproblem und gesteht es sich selber nicht zu das er eines hat.Wenn die Einsicht und der Wille nicht da ist,kannst Du leider nur zugucken.Das hört sich hart an,aber viele Menschen müssen erst ganz ganz am Boden liegen um zur Einsicht zu gelangen.

Antwort
von Papabaer29, 10

Aus Erfahrung: Da kannst du gar nichts machen. Rein gar nichts!

Unterstütze ihn, wenn er deine Hilfe braucht (das wird mit der Zeit immer öfter), besuche ihn im Krankenhaus...

Aber mach dir bewusst, dass du es nicht aufhalten kannst. Du kannst nur dafür sorgen, dass du selber ein reines Gewissen hast.

Und überlege dir, wer im Fall des Falles die Pflegsschaft (Vormundschaft) übernehmen soll. Sowas überlässt man ja ungerne Fremden.

Antwort
von Esigv, 19

Ich würde sagen, dass da nur noch ein Entzug oder eine Therapie hilft, aber das müsst Ihr letzendlich entscheiden.

Kommentar von Afterlive ,

Er sieht das Alkohol Problem ja nicht als sein Problem an. Er denkt er hat es vollkommen im Griff - was er natürlich aber nicht hat. Überzeugen kann man ihn auch nicht, weil es am nächsten Tag weiter geht.

Kommentar von Esigv ,

Das ist ein typisches Verhaltensmuster. Besorgt euch eine Beratung von einer Therapiestelle oder so.

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