Frage von Sophia9b, 134

Vater hat sich einem Hund angeschafft , nun hängt die Verantwortung an mir. Was kann ich tun?

Ich habe kein gutes Verhältnis zu meinem Vater. Vor einem Jahr hat er sich einen hund angeschafft und als er größer und anspruchsvoller wurde (border collie) habe ich mich immer mehr gekümmert und mein Vater immer weniger . Nun schiebt er alle Probleme , eigentlich noch seines Hundes, auf mich . Ich hänge sehr an dem Hund und kümmere mich jeden Tag . Manchmal sagt mein Vater , wenn ich mit ihm den Kontakt abbrechen will , dass er den Hund abgibt. Ich bin erst 14 , was das alles nochmal schwieriger macht. Dadurch kann ich mich von ihm nich unabhängig machen. Was mache ich nun ? Ich würde mich sehr über hilfreiche Ratschläge freuen!

Antwort
von XHeadshotX, 68

Tja, ich würde sagen, der Hund ist nicht der Einzige der Leine trägt....

Border Collies sind immer in Action und brauchen unbedingt Beschäftigung und Auslauf. Ist nicht umsonst ein Arbeitshund. Wenn alles gut geht, habt ihr den Wauz noch 15 Jahre... war etwas unüberlegt von deinem Dad.
Wenn man mit einem Hund nix machen will, das tut keinem gut, aber es gibt Rassen, die damit weitaus besser klarkommen.

Dein Hund bietet dir aber auch die Möglichkeit, etwas Abstand zwischen dich und deinen Dad zu bringen -> Hundesport, Agility würde gut passen. Mit 14 kannst du noch nicht wirklich was gegen deinen Dad unternehmen, aber da arbeitet die Zeit für dich.

Bleib stark und vergiss deinen Fellkumpel nicht

Kommentar von Sophia9b ,

ja ich gehe 2x täglich mit dem hund raus an die frische Luft und 1x wöchentlich joggen , das mit dem hundesport habe ich mir auch schon überlegt.

Kommentar von XHeadshotX ,

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, es ist tatsächlich so, daß ein Hund ein besserer Freund sein kann, wie so mancher Mensch. Ich habe auch viele schwere Zeiten hinter mir, die ich ohne meinen Hund und einige andere Hundefreunde sicher nicht so gut weggesteckt hätte. Wahrscheinlich könnte ich diese Zeilen sonst gar nicht mehr schreiben.

Sie lagen zu meinen Füßen, oder neben mir, wenn es mir schlecht ging, ab und an mal ein Schlecker durchs Gesicht, eine freundliche Pfote auf der Schulter, oder eine Einladung zum Spiel die mich wieder etwas aufheiterte.

Einmal bin ich auf der Straße zusammengebrochen - es war mein Hund, der mich wieder aufgeweckt hat. Wie leicht hätte es da für uns Beide vorbei sein können...Von den Menschen die auch unterwegs waren, hat keiner geholfen.

Wenn du ihn noch nicht kennst, ein kleiner Filmtip "Cooper - eine wunderbare Freundschaft"

Alles Gute euch Beiden

Antwort
von Berlinfee15, 51

Guten Tag,

die Situation scheint schwierig. Dein Vater hat seine Verantwortung auf Dich übertragen, vielleicht auch deshalb, weil er gesehen/bemerkt hat, wie sehr Dir das Tier ans Herz gewachsen ist. Seine Äußerung..Kontakt abbrechen...scheint (s)ein derzeitiges Druckmittel darzustellen.

Darauf solltest Du Dich nicht einlassen. Er ist nicht nur Vater sondern auch allein verantwortlich für das Tier.

Jede Art von Druck ist unzulässig. Du könntest versuchen ihm das klar zu machen. Du hast Dir den Hund nicht angeschafft, das dürfte auch Deinem Vater klar sein.

Scheinbar sind einige Differenzen zwischen euch aufgetreten, die Dein Vater zu seinen Gunsten nun auslegt.

So einfach kann er sich nicht aus seiner Verantwortung befreien, auch wenn er es (mit Druckmittel) versucht.

Ein guter u. zufriedenstellender Kompromiss sollte angestrebt werden!

Kommentar von Sophia9b ,

Es ist so schwierig etwas gegen ihn zu sagen ,ohne dass er auf die "ich gebe den Hund ab" Idee kommt. Was wäre ein guter Kompromiss?

Kommentar von Berlinfee15 ,

Das kann ich -bedauerlich- nicht lösen. Kompromissbereitschaft natürlich beidseitig. Was könnte passieren, wenn Du (nur aus Neugierde) mal auf seine fixe Idee eingehst? Dann erkennst Du evtl. seine wirkliche Taktik!? 

Antwort
von dandy100, 37

Das ist natürlich gemein, mit so etwas zu drohen, davon abgesehn, dass Du den Hund ja lieb hast, ist ein Hund kein Gegenstand, den man einfach wieder abschaffen kann, sondern ein Familienmitglied, dass sehr an seinen Menschen hängt.


Hast Du denn schwerwiegende Gründe, warum Du den Kontakt zu Deinem Vater abbrechen willst?

Vielleicht kannst Du ja doch gute Mine zum bösen Spiel machen - Dein Hund wäre es doch wert, dieses Opfer zu bringen - denn leider hat er die Macht als Erwachsener zu entscheiden.
Wie steht denn Deine Mutter zu der ganzen Sache, es wäre gut, wenn sie mit Deinem Vater  reden könnte und ihm klarmachen, wie schlimm es ist, Dich mit dem Hund zu erpressen.

Kommentar von Sophia9b ,

meine Mutter kann mir zum Glück oft helfen , warum ich bis jetzt auch noch durchhalte. Zu meinem Vater , er hat nun eine 23 jährige Frau mit 3 jährigem Kind geheiratet......

Kommentar von dandy100 ,

In ein paar Jahren hat er nicht mehr die Macht  - der Hund ist dann aber immer noch bei Dir und bleibt immer Dein Freund. Die Liebe und Freundschaft eines Hundes ist etwas wunderbares - ich weiß wovon ich rede - lass Dir das nicht wegnehmen, und eines Tages sagst Du Deinem Vater mal, wie schäbig sein Verhalten war.

Kommentar von Sophia9b ,

werde ich! , danke :)

Antwort
von Shiftclick, 58

Das Problem ist, dass du an dem Hund hängst. Ansonsten wäre es normal, wenn du dich langsam immer unabhängiger von deinem Vater machen würdest, in ein paar Jahren wirst du ohnehin deine Eltern verlassen und ein eigenes Leben anfangen. Weil dein Vater mitkriegt, dass du an dem Hund hängst, kann er dir damit drohen, ihn wegzugeben. Vermutlich ist das ein Machtspielchen. Wenn du denkst, du musst unbedingt etwas an der Situation ändern, dann gewöhne dich zu erst an ein Leben ohne den Hund. Dann kann dich dein Vater damit nicht mehr erpressen. Wenn du dazu nicht bereit bist, musst du halt noch ein paar Jahre mit einem Vater vorlieb nehmen, der nicht ideal ist und den du manchmal am liebsten auf den Mond schießen möchtest. Das kommt aber in dem Alter häufig vor.

Kommentar von XHeadshotX ,

Leben ohne Hund gut und schön - aber des darf nicht so sein, daß der Hund, der am wenigsten dafür kann, das ausbaden muß, weil sich dann gar niemand mehr kümmert. Er wird es nicht verstehen und dann vielleicht aus Verzweiflung Dinge machen, die seinen Menschen SO nicht gefalllen.

Kommentar von Sophia9b ,

wenn ich den Hund abgebe , versucht er es vielleicht erneut mit etwas anderem.

Kommentar von Shiftclick ,

Möglich, aber wahrscheinlich nicht erfolgreich. Du hast selber drauf hingewiesen, dass das Verhältnis zu deinem Vater damals noch nicht so schlecht war und ein zweites Mal wirst du auf solche Versuche vermutlich nicht reinfallen.

Antwort
von Dummie42, 38

Das ist eine schwierige Situation, besonders für den Hund, der so gar kein Familien- oder Privathund ist. Border collies müssen richtig gefordert werden und arbeiten können, sonst bekommen die sehr oft psychische Probleme. Vielleicht wäre es wirklich das beste, für das Tier ein neues Zuhause zu suchen, vielleicht bei einem Förster, Bauern oder Schäfer, wenn sie so jemand finden ließe.

Kommentar von Sophia9b ,

Er ist keine reinrassiger border collie , was aber eigentlich egal ist , da ich denke , dass jeder hund möglichst viel Bewegung braucht. Ich gehe 2x täglich mit ihr spazieren und 1x wöchentlich joggen , demnächst möchte ich mit ihr noch zum hundesport gehen . Ich würde alles machen , dass es dem hund gut geht , aber ich bringe es nicht über's Herz sie wegzugeben , auch wenn das egoistisch klingt.

Kommentar von Dummie42 ,

Ein Border braucht nicht nur viel Bewegung, der braucht auch geistiges Futter. Er muss wie gesagt eine richtige Aufgabe haben.

Antwort
von Chris1480, 50

Deine Entscheidung, ob dir der Hund wichtiger ist, als die "Unabhängigkeit" zu deinem Vater.

Hast du dir schon mal überlegt, dass dein Vater sich den Hund angeschafft hat, um dich an ihn zu binden?

Was ist mit deiner Mutter?

Ansonsten würde ich mich an deiner Stelle beim Jugendamt beraten lassen.

Kommentar von Sophia9b ,

Als er den Hund bekam hatten wir noch nicht so große Probleme miteinander . Aber es wäre eine Möglichkeit warum er ihn geholt hat. Es ist nur so schwer den Hund loszulassen ...

Kommentar von dandy100 ,

...dann mache es auch nicht, denke dran: Auch der Hund hat Dich lieb, nicht nur Du ihn. Lass Dich von Deienm Vater nicht zwingen, auf etwas zu verzichten, woran Du hängst und was für Dich wertvoll ist. Haltet zusammen, Du und der Hund, und mache im Notfall gute Mine zum bösen Spiel - auch wenn Dein Vater jetzt noch die Macht hat, das ändert sich ein paar Jahren - der Hund ist dann aber immer noch da und bleibt immer Dein Freund, und Deinem Vater kannst Du dann mal sagen, wie schäbig sein Verhalten war.

Kommentar von Shiftclick ,

Es ist gut möglich, dass er mit dem Hund etwas ausdrücken wollte oder einen Kontakt zu dir herstellen, den er sonst nicht hinbekommen hätte. Es ist aber auch möglich, dass du auf dieses Angebot nur zu gerne angesprungen bist. Keinen Kontakt zueinander zu haben, und das zu spüren, ist für beide sicher schlimm und trotzdem kriegt es nicht jeder hin, auf gute Art und Weise etwas daran zu ändern. Jedes Kind liebt seinen Vater und manchmal wird diese Liebe verdeckt durch das Zerwürfnis des Alltags oder der letzten Zeit. Trotzdem ist die vergebliche und unterschwellige Liebe oft noch sehr mächtig. Wie dem auch sei, du hast den Hund zu etwas gemacht, was dich an deinen Vater bindet. Oder du hast es zumindest zugelassen. Intuitiv hast du vielleicht gespürt, dass es ein Bestechungsversuch ist, aber es war einer, der dir gefallen hat. Mit etwas Geld zu wedeln hätte das wahrscheinlich nicht vermocht. Das einzige, was du selber tun kannst, ist dein Verhältnis zu dem Hund zuändern bzw. deine Einstellung zu ihm. Es wäre wichtig, wenn du deinem Vater beim nächsten Mal, wenn er droht, ihn wegzugeben, sagen könntest, das wäre wohl das Beste. Das ist ein hoher Preis. Wenn du das nicht willst oder kannst, dann warte einfach noch 3 oder 4 Jahre, bis du dein eigenes Leben in die Hand nehmen kannst.

Kommentar von dandy100 ,

Ist da Dein Ernst? Glaubst Du wirklich, man kann einfach so die "Einstellung" zu seinem Hund ändern, den man lieb hat? Das ist doch kein Gegenstand.

Mal abgesehn davon, ist es einfach nur schäbig von dem Vater, den Hund als Drohmittel zu benutzen - dafür trägt ein 14 jähriges Mädchen ganz sicher keine Verantwortung, weil sie das "initutiv" zugelassen hätte. Die Liebe und Freundschaft eines Hundes ist etwas besonderes, das sollte sich das Mädchen nicht zerstören lassen und den Hund nicht aufgeben - solche Sachen vergißt man nämlich manchmal das ganze Leben lang nicht mehr.

Man ist eben leider mit 14 Jahren noch ausgeliefert, aber das ändert sich ja in ein paar Jahren, solange muss man dann eben durchhalten, und wenn man weiß wofür, kann man das auch schaffen - zu so einem treulosen Verhalten, den Hund wegzugeben, sollte sie sich jedenfalls nicht zwingen lassen.

Kommentar von Sophia9b ,

vielen Dank für die Rückmeldung ! ich werde es versuchen!

Antwort
von Questi1, 29

Hast du schon mit ihm geredet darüber?

Kommentar von Sophia9b ,

ja er weiß in welcher Situation ich mich befinde , er hat mich ja schließlich dort rein gebracht . Obwohl ich auch selbst daran schuld bin , dass ich so sehr an dem hund hänge.

Kommentar von dandy100 ,

schuld? Du bist ganz sicher an gar nichts schuld - das wäre ja ganz schön kaltherzig, wenn Du gar kein Gefühl für den Hund entwickelt hättest

Kommentar von Questi1 ,

Und was sagt er? 'Pech gehabt.'? Du musst überhaupt nicht die Pflichten deines Vaters in dem Alter übernehmen. Entweder du sagst ihm das nochmal klipp und klar, oder du suchst dir Hilfe bei Verwandten oder im schlimmsten Fall gehst du zur Jugendhilfe, wenn es noch schlimmer wird.

Antwort
von Strolchi2014, 26

Wohnt dein Vater nicht bei euch ?`Dann nimm den Hund doch zu dir.

Kommentar von Sophia9b ,

Wir haben ein großes Haus , als sie sich getrennt haben ist er in die Mietwohnungen unseres Hauses gezogen . Wir wohnen sozusagen Tür an Tür , was früher praktisch war jetzt aber nicht mehr.

Kommentar von Sophia9b ,

und meine Mutter will keinen 3. hund :(

Kommentar von Strolchi2014 ,

Das ist ja blöd.

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