Frage von MindfactoryOHG, 147

Vater gestorben...? Wie damit umgehen?

Hallo,

hier die Geschichte;

Ich bin 13 Jahre alt und gestern Abend ist mein Vater im Krankenhaus gestorben .
Ich hatte ein sehr enges Verhalten zu ihm, wir waren beste Freunde.

Wir beide hatten sogar schon einen "Männerurlaub" geplant. So nannten wir das.

Gestern Mittag ist er einfach Ohnmächtig geworden. Herzinfarkt.

Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
Dann erhielten wir die Nachricht.

Er ist tot.

Ich weiß nicht wie es weiter geht.
Mir ging es so schlecht, dass ich sogar Selbstmordgedanken habe.

Wie soll ich damit umgehen.
Ich habe mit meiner Familie schon geredet aber es nützt nichts.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Peppi26, 57

Schreibe deinen Gedanken und Gefühle auf und wenn du willst kannst du sie zur Beerdigung vorlesen oder anschließend in den mit bei legen! Mein herzliches Beileid! Nimm dir ne Woche Pause von allem und versuche den Schmerz auf deine weise langsam zu verarbeiten! Reden hilft auch!

Kommentar von MindfactoryOHG ,

Vielen Dank

Kommentar von Peppi26 ,

gerne und du darfst so trauern wie du willst! malen, schreiben, singen, reden egal worauf du Lust hast und was du willst! denke an die tollen Erinnerungen und halte sie tief im Herzen!

Antwort
von Rosalielife, 35

Deine Geschichte ist dramatisch,erschütternd, schrecklich und daran wird sich lange Zeit nichts ändern. Wie man damit leben soll, damit "umgehen", wie es die schlauen Therapeuten nennen, ich kann dir nichts raten. du wirst durch alle Tiefen gehen und die Täler durchwandern, reden oder verstummen, gegen alle Lebenden wüten und dich fragen, warum es dein Vater gewesen ist, der euch verlassen hat.

Irgendwie vergehen die Tage, es geht weiter, auch wenn du meinst, nicht mehr gehen zu können. Haltet jetzt fest zusammen und gebt euch halt in der Restfamilie.

Verlange nicht zuviel von anderen, Freunde bieten Hilfe an, dann vergessen sie aber schnell und wollen nicht mehr damit konfrontiert werden. sie sind nicht lieblos, sie haben keine ahnung, wie sich der Verlust, diese klaffende Lücke im Herzen anfühlt.

Zünde eine Kerze an und stell ein bild auf. Das Leuchten tröstet. Schreib einen Brief, redet über die Bestattung, vielleicht gibt es ein Lied, das er gern hörte, oder er hätte sich eine Beerdigung ohne Pfarrer gewünscht.

alles wird dir weh tun. Es ist eine Wunde, die sich dein Leben lang nicht schließt, die nur manchmal weniger wehtut, Er wird dir fehlen, du würdest ihn oft brauchen, du würdest gern mit ihm sprechen, der Gedanke an ihn wird schmerzen. Die vergehende Zeit hilft insofern, dass es mitunter leichter zu ertragen ist. Vergessen wirst und sollst du ihn nie.

du könntest auch für deine spätere Familie, auch wenn das weit entfernt liegt, einige Anekdoten aufschreiben, etwas von dem, was du geliebt hast, um deinen kindern den vorausgegangenen Opa zu schildern .

Ich umarme dich und wünsche dir Kraft.

Antwort
von Cola80, 29

Mein Vater ist auch gestern gestorben. Ich kann es immer noch nicht fassen. Die stundenlangen Telefonate werden mir sehr fehlen. Was mir grad hilft ist meine Fähigkeit Traumen zu verdrängen. Ich habe Bilder auf denen ich klein war mit ihm drauf auf facebook veröffentlicht.

Mir graut es vor der Beerdigung. Es war schlimm heute den Text für den Blumenkranz auszuwählen. Es tut unheimlich weh weil es so abrupt kam.

Das mit den Suizidgedanken kenne ich. Allerdings habe ich Antidepressiva und Antipsychotika die ich gestern erhöht habe. Ich empfehle Dir zum Psychiater zu gehen oder zum Hausarzt mit Deiner Mutter damit Du Hilfe bekommst. Deine Familie trauert sie können Dich nicht voll unterstützen. Suche Dir Hilfe von draußen. Mir steht mein Freund bei. Viel reden tut gut... der Schock sitzt tief. Ich trauere mit Dir.

Antwort
von kleinefrechemau, 31

Das tut mir sehr leid für dich, es ist schwer, ein Elternteil zu verlieren, wenn man noch so jung ist. Bitte denk daran, dass dein Vater gewollt hätte, dass du glücklich wirst in deinem Leben.

Villeicht gibt es in deiner Nähe eine Trauerberatung oder Selbsthilfegruppe, an die du dich wenden kannst. Manchmal kann man besser mit dem Tod eines Lieben fertig werden, wenn man Menschen trifft, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit!

Antwort
von Liesche, 36

Ich kann es verstehen, wie traurig Du über den Verlust Deines geliebten Vaters bist. Leider gibt es kein Rezept, um die Trauer zu vertreiben. Mein Mann ist vor 2 Jahren auch plötzlich verstorben, ich kann es heute noch immer nicht verwinden, man kann nichts dagegen tun, als versuchen, nicht laufend daran zu denken, trotzdem kommen die Erinnerungen immer wieder. Mein Beileid zu Deinem großen Verlust!

Antwort
von sogger30, 33

Klingt zwar doof, aber ich verarbeite den Tod relativ gut mit Anime schauen. Die geben einem immer kraft & sind voll gepackt mit Weisheiten und bringen mich meist immer zum Nachdenken.

Meine Oma ist auch vor kurzem gestorben (Die beste Oma die es gibt) und irgendwie habe ich diesen Tod einfach akzeptiert, ich bin irgendwie nicht mehr traurig oder fühle mich schlecht, ganz komisch zu beschreiben.

Jedenfalls ist Familie das wichtigste, suche dir deine eigene kleine Therapie, meine war Anime schauen. (Und NEIN ich habe dadurch keinen sozialen Kontakt zu anderen verloren usw... was die Klischeemongos nun sagen würden etc.)

Achja noch eine Gedankenstütze: Wir wissen alle nicht was nach dem Tod kommt, stell dir vor dein vater beobachtet dich, würde er dich so sehen wollen? Ich denke nicht :) - Wünsche dir viel Kraft!

Antwort
von psychopathicus, 56

Erst mal: Mein aufrichtiges Beileid.

Du solltest mit einem Psychologen darüber sprechen. Das kann helfen.

Viel Glück

Kommentar von MindfactoryOHG ,

Vielen Dank

Antwort
von rampe6, 4

Jeder Verlust ist schwer - das ist kein Geheimnis.

Hast du dir denn schon einmal die Frage gestellt, was dein Vater wohl gewollt hätte wie du damit umgehst? Ich kann mir nicht vorstellen, dass er gewollt hätte, dass du dich mit Selbstmordgedanken trägst.

Als mein Großvater gestorben ist, er war die wichtigste Person in meinem Leben, stellte ich mir diese Frage auch - er hätte gewollt dass ich ihn in Erinnerung behalte, dass ich etwas aus dem mache was er mir gezeigt und mich gelehrt hatte.

Das war die Aufgabe die er mir zugedacht hatte - ich erfülle sie noch immer. Er begleitet mich noch immer, eben in einer anderen Form.

Ich habe einige Zeit in Asien gelebt und einen Satz für mich mitgenommen:

Betrauere heute dass er gegangen ist - aber freue dich den Rest deines Lebens über die Zeit die ihr gemeinsam hattet.

PS:

Mein Großvater starb vor 38 Jahren

Antwort
von jessica268, 44

Erstmal mein aufrichtiges Beileid.

Anscheinend findet Deine Familie nicht die richtigen Antworten. Jeder trauert  anders.

Gib bitte nicht auf. Nimm auf Deine Art und Weise Abschied. Ihr hattet eine enge Verbindung. Die Erinnerungen kann Dir keiner mehr nehmen. Behalte sie im Herzen.

Dein Vater will bestimmt nicht, daß Du jetzt auch noch Dein Leben beendest. Denk nach, was würde er jetzt sagen?

Herzinfarkt bedeutet ja auch noch, daß es bestimmt überraschend kam. Laß Deine Gefühle raus. Nimm in Ruhe Abschied.

Ich wünsche Dir viel Kraft für diese schwere Zeit.

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