Frage von inekstase, 84

Vater fühlt sich einsam, wie helfen?

Hallo, mein Vater fühlt sich oft ziemlich alleine/einsam. Außer meinen Bruder, einen Freund (mit dem er allerdings nicht mehr all zu viel unternimmt) und mich hat mein Vater kaum bis gar keine sozialen Kontakte. Mein Vater hat schon häufig Verluste miterleben müssen. Seine Mutter ist sehr früh an Krebs verstorben, mein Vater war zu diesem Zeitpunkt ca. 20 Jahre alt. Auch seine große Liebe und erste Frau ist an Brustkrebs verstorben, sein eigener Vater ist vor 6 Jahren verstorben mit seinem Bruder hat er nur sehr selten telefonisch Kontakt. Mein Onkel, ist Unternehmer und das Verhältnis ist ziemlich eingerostet, auf Geburtstagen habe ich es befremdlich empfunden. Meine Eltern haben sich vor ca. 4 Jahren getrennt. Außerdem ist mein Vater pensioniert. Ich bin mir darüber bewusst dass mein Vater depressiv ist, ich habe ihm auch sehr oft Hilfe angeboten und erste Schritte für ihn eingeleitet und bin diese mit ihm gegangen. Mir ist bewusst, dass ich ihn "bemutter" und er sich erneut therapieren lassen sollte. Allerdings ist jeder Versuch seit seiner zweiten Therapie gescheitert. Nun ist meine Frage, wie ich meinem Vater helfen könnte neue soziale Kontakte zu finden. Ich habe ihm schon Selbsthilfegruppen vorgeschlagen, um Menschen kennen zu lernen die sich in seine Gefühlswelt versetzen können. Allerdings schämt mein Vater sich, denke ich für seine Erkrankung. Ich bin für jeden Vorschlag mehr als dankbar welcher Möglichkeiten beinhaltet wie mein Vater neue Kontakte schließen kann.

Antwort
von Buddhishi, 31

Hallo Inekstase,

ich wage mal, Dir einen ganz anderen Weg vorzuschlagen, auch wenn ich dafür 'verbale Haue' bekomme ;-) Vorweg möchte ich sagen, dass Dein Verhalten gut gemeint und ehrenhaft ist, nur bewirkt es leider nichts. Daher dieser Vorschlag:

Solange Du ihn betüttelst und versuchst, ihn rauszulocken und Kontakte für ihn herzustellen - tja, sorry, aber warum sollte er das denn dann überhaupt selbst tun?

Wie wäre es denn, wenn Du dieses Verhalten mal überdenkst? Ich meine, er ist ein erwachsener Mensch, zudem Dein Vater, der sich eigentlich Gedanken um Dich machen müßte, statt Du Dir um ihn.

Lebe es ihm doch einfach mal vor. Das wird anfangs für Euch beide ungewohnt, kann sogar sein, dass es ihn so irritiert, dass er Dir das übel nimmt, aber nur so kriegst Du dahin, wo Du ihn eigentlich haben willst, nämlich sein Leben endlich mal wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wie wäre es mit einem Versuch?

LG

Buddhishi

Kommentar von inekstase ,

Mir ist bewusst dass mein Verhalten nicht sehr vorteilhaft ist. Allerdings möchte ich nur noch, dass er wenigstens die letzten 20/30 Jahre glücklich ist. 

Kommentar von Buddhishi ,

Das ist ja auch lieb von Dir, nur wird er es ja so offfensichtlich nicht, oder?

Antwort
von notLiamNeeson, 41

Der Vorschlag ist vielleicht etwas ungeeignet aber wie ist es denn mit mal ab und zu in die Kneipe gehen? Das ist jetzt so der erste Ort der mir einfällt an dem viele ältere und gesprächige Leute rumhängen. Ich weis bei depressionen ist die Gefahr Alki zu werden noch höher aber mal en paar Bier kippen und nett mit Leuten plaudern würde vielleicht ganz gut tun.

Antwort
von 2001Jasmin, 48

hallo,

das hört sich echt traurig an..😢😢

gebe ihm das Gefühl, dass er von dir geliebt wird. dass du immer für ihn da bist..

Antwort
von PERFEKTi0NiSTiN, 39

Eventuell über das Internet?
In Foren zB.

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