Letzte Woche hat meine Tochter, 9 Jahre, bei ihrer Freundin gespielt, dabei haben wir gleich eine Verabredung für heute Nachmittag abgemacht. Die Mama wollte mit beiden Kindern zum Schwimmen und anschließend meine Tochter zu mir bringen. Nun ist leider der Ehemann am Wochenende tödlich verunglückt. Die Tochter war heute natürlich auch nicht in der Schule. Klar, daß ich meine Tochter nicht hinbringen kann, aber wie verhalte ich mich nun? Ruf ich an und biete Hilfe an? Oder tu ich so, als gäbe es keine Verabredung und laß sie erstmal in Ruhe?

Es ist nicht einfach, mit einer solchen Situation umzugehen. Aber ich weiß auch, dass es noch schlimmer ist, wenn einen alle meiden, weil man gerade trauert. Auch, wenn man vielleicht nicht die perfekten Worte findet, ist das besser, als es einfach zu übergehen. Ich würde anrufen. Hilfe anbieten ist dann auch gleich noch ein guter Aufhänger.
Hilfe anbieten hört sich gut an. Wenn sie lieber Ruhe wollen, werden sie das schon sagen. Die Verabredung zu ignorieren und auch die Leute, das fände ich nicht so schön.

Auf jeden Fall anrufen, sonst sieht das so aus, als würde man nichts damit zu tun haben wollen...
Hilfe kann man anbieten, aber die arme Frau ist ja noch im Schockzustand und wird (hoffentlich) viele liebe Freunde / Verwandte um sich haben.
Vielleicht kann man die kleine Freundin holen, falls sie will? Damit kann man mithelfen die Situation vielleicht ein wenig zu entlasten?
Nach dem Anruf wirst du mehr wissen...
du hast Recht, es geht ja nicht darum, ein paar Worte zu sagen die sich wie eine Trauerkarte anhoeren. Ruf an, sei freundlich und biete deine Hilfe an. Ich denke sie wird dafuer dankbar sein.