hallo zusammen
habe vor ca. 6 monaten eine vasektomie machen lassen
bin aber nach 2 test immer noch zeugungsfähig!
mein arzt rät mir zu einem erneuten eingriff um dieses mal das gewünschte ergebnis zu erzielen
er konnte mir jetzt aber nicht "genau" sagen warum der eingriff ohne erfolg war
auch meinte er, wäre dies die absolute ausnahme
hat jemand etwas ähnliches erlebt und kann mir seinen verlauf schildern
hätte auch gerne sonstige informationen die eurer meinung nach hierzu passen!
ich scheue einen erneuten eingriff war doch recht schmerzhaft und sehr unangenehm
vielen dank vorab

Kann mir das nur so erklären, dass es -vorrausgesetzt der Arzt hat den Samenleiter wirklich durchtrennt, wovon ich ausgehe- zu einer Rekanalisation gekommen ist, d.h. im Anschluß an den Eingriff haben sich die beiden Enden wieder so zusammengefunden, dass der Samenleiter wieder durchgängig ist. Das ist eine sehr sehr seltene Sache (nur 0,1% der Fälle), aber der Grund warum man nacher die Tests macht. In der Regel ist dies ein sehr effektiver und unkomplizierter Eingriff...leider kann ich dir zu nichts raten, ich weiß nicht wie dringend dir dieses Anliegen ist und kenne auch deinen Arzt nicht. Aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das nochmal passieren wird, solltest du dich nochmals für den Eingriff entscheiden.

Da hat sich der Arzt wohl etwas Arbeit sparen wollen. Denn die Vasektomie sollte nicht nur aus der Durchtrennung der Sammenliter bestehen, weil es dann doch zu einer sog. Rekanalisation, alo einer spontnen wiederverbindung beider Schnittenden der Samenliter kommen könnte. Daher wird bei der Vasektomie i.d.R. je ein c. 2 cm langes Samenleiterabschitt herausgeschnitten. Dann ist eine Spontane Zusammenwachsung eigentlich nicht mehr möglich

Ich habe selbst vor etwa 6 Monaten eine Vasektomie vornehmen lassen; das erste Spermatogramm vor 3 Monaten hat noch einen Samen (in Worten: einen) gezeigt, das zweite Spermatogramm wird am kommenden Montag durchgeführt. Ich gebe dir recht, dass der Eingriff, wenn auch unkompliziert, dann doch ziehmlich unangenehm ist. Wie hat dein Arzt operiert? Meiner hat einen Teil des Samenleiters entfernt und zusätzlich die Enden verödet sowie "umgenäht". Er meinte, das sei bei den gewissenhaften Urologen heute gängige Praxis. Damit soll das Risiko einer Rekanalisation von normalerweise etwa 0,1% nochmal reduziert werden. Ich hoffe, er hat recht - werde es am Dienstag erfahren. Frage deinen Arzt nochmal, wie er operiert hat. Wenn sich allerdings eine Rekanalisation eingestellt hat, der Arzt gewissenhaft gearbeitet hat und du - was wahrscheinlich ist - eine Risikoinformation unterschrieben hast, in welcher auf eine mögliche Rekanalisation hingewiesen wird, wirst du wohl um einen neuerlichen Eingriff leider nicht herum kommen...
in seltenen Fällen kann es länger als 6 Monate dauern, bis der Vasektomierte "sauber" ist (abhängig von der Häufigkeit des GV, Anatomie der Samenblasen etc.). Der längste zeitraum bis zum Erfolg der in der wisenschaftlichen Literatur beschrieben wurde war 72 (!) Wochen.
Gruss fs

Leider gibt es auch bei diesem Eingriff keine Garantie auf Erfolg !!! Aber es gibt die anatomische Anomalie des 3. Samenleiters. Soetwas kann man aber am sichersten erst bei einer erneuten OP feststellen, oder aber es kam zur Rekanalisierung. Da ich selbst vor 7 jahren erfolgreich vasektomiert wurde und in meiner tgl. Praxis als Pfleger im OP so einiges gesehen habe (mit Entnahme von 2 cm Samenleiter und Umschlagen der Enden)kann ich mir nur diese bd. Mgl. vorstellen...
hallo
danke für eure antworten
ja, bei mir wurden auch ca. 1-1,5 cm der beiden samenleiter entfernt und die beiden enden verödet (ob diese umgenäht wurden, muß ich wirklich nochmals nachfragen!)
während des eingriffs sagte der arzt mir schon, dass der linke samenleiter ungewöhnlich dicht "umwachsen" sei und er "schwierigkeiten" habe diesen frei zu legen ohne unnötige verletzungen zu verursachen
kann aber sagen, dass ich beide entfernte samenleiter nach dem eingriff nochmals gesehen habe und somit im grunde von einer ordentlichen arbeit des arztes ausgehe
auch hat der arzt mir jetzt einige gründe für eine weitere zeugungsfähigkeit genannt, konnt es aber nicht "genau" sagen
aline tolle antwort. DH