Frage von nerdiinerdii, 49

Usa/Trump?

Hallo wir ihr alle wisst ist Trump nun Präsident. Ich kann es gar nicht nachvollziehen weshalb Menschen so ungebildet sind und ihn gewählt haben. Wisst ihr vielleicht warum so viele in gewählt haben obwohl jeder weiß dass er null Ahnung von Politik hat und keine guten Absichten? Und wieso sind so viele gegen Hillary Clinton? Meiner Meinung sollte die Frau von Obama Präsidentin werden, da Obama ein echt guter Präsident war und ich denke dass seine Frau den Job genau so gut machen könnte. was meint ihr dazu?

Antwort
von Interesierter, 12

Ich kann es durchaus verstehen, womit ich nicht sagen will, dass ich die Wahl von Trump gut finde. 

In den USA hat sich im Laufe der vergangenen Jahre und Jahrzehnte eine große Unzufriedenheit aufgebaut. Die USA sind heute nicht mehr die führende Wirtschaftsmacht, die sie noch vor 20 oder 30 Jahren waren. 

Die USA sind hochverschuldet. Viele Bürger sind hochverschuldet. Die USA sind ein Opfer der Globalisierung geworden. Für die Bürger spiegelt sich das in Arbeitslosigkeit, niedrigeren Löhnen und Schulden wider. Gleichzeitig machen ein paar Superreiche mit der Regierung Geschäfte und werden dabei noch reicher. Das passt vielen Menschen nicht. 

Dann kommen die schon seit langem schwelenden Konflikte mit Migranten, mit Schwarzen und die puritanische Prüderie der weissen US-Bürger dazu. Das ergibt eine Gemengelage, die es Populisten leicht macht. 

Trump hat nicht gewonnen, weil die Leute ihn unbedingt haben wollen. Er hat gewonnen, weil Clinton nach einhelliger Meinung keine Politik für die Bürger sondern für das Kapital macht. Im Prinzip ist das Blödsinn, denn nur das Kapital kann investieren und damit Jobs schaffen. 

Im Grundsatz tobt hier ein Klassenkampf. Diesen kann jedoch keine Seite gewinnen, da die Bürger auf das Kapital und das Kapital auf die Bürger angewiesen ist. Leider versteht das der einfache Bürger in der Regel nicht. 

Kommentar von nerdiinerdii ,

Dankeschön :)

Antwort
von Balletfay, 17

Also zu deiner ersten Frage (warum ihn so viele gewählt haben):

Ein sehr großer Teil der amerikanischen Mittel- bis Unterschicht ist sehr unzufrieden mit der momentanen Lage in den Staaten. Die Löhne sind wesentlich niedriger als noch vor 40 Jahren, die oberen 10 Prozent der Gesellschaft besitzen mehr als 60 prozent des gesamten amerikanischen Vermögens, soziale Probleme wie Rassismus (auch vom Staat her) und Ungleichheit sind immernoch sehr verbreitet. Die Leute wählen also den, der eine Alternative propagandiert. Ganz allgemein gesagt haben wir ja in deutschland das gleiche problem: die leute sind unzufrieden und wählen die, die eine "Alternative für Deutschland" anbieten- nicht weil sie alle rassistisch sind, sondern weil sie veränderung wollen. 

Zu Hillary Clinton: Das war eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Clinton tut nach außen hin immer sehr liberal und sozial, ist aber trotzdem lobbyistisch (wenn du nicht weißt was das ist, google es einfach ;)), konservativ und korrupt. Außerdem repräsentiert sie für die Amerikaner alles andere als Veränderung: erst first Lady, dann Governess, dann außerministerin und dann secretary of state- Sie wird also (nach meinung der amerikaner) nicht viel ändern und obamas kurs weiterführen. Das ist deren Problem mit Clinton.

Zu Obama: Aus deutscher sicht hat er viel - wenn auch nicht nur- gutes getan bzw geleistet. Obama care z.B. klingt doch super. Aber viele leute können sich eine verpflichtende krankenversicherung zum beispiel nicht leisten und fühlen sich vom staat ausgebeutet. Hinzu kamen in den letzten jahren noch andere probleme, die selbst obama nicht in den griff bekommen konnte. (steht auch viel im internet zu, kann ich jetzt nicht genauer drauf eingehen) 

Alles in Allem: die amerikaner wollen veränderung, radikale veränderung. Deshalb wählten selbst schwarze, frauen und latinos Trump. Er steht eben für einen radikalen kurswechsel. In welche richtung wird sich dann herausstellen.

Kommentar von nerdiinerdii ,

Danke für die ausführliche Antwort :)

Antwort
von Midgarden, 22

1. Amerika hat eine ganz andere Kultur im Wahlkampf und ein anderes Wahlsystem - das darf man nicht übersehen
2. Weder Trump noch Clinton waren besonders beliebt, für Amis hieß das, sich zwischen Pest und Cholera zu entscheiden
3. Durchgesetzt haben sich wohl die Wähler, die sich abgehängt fühlen und dafür die etablierte Politik verantwortlich machen

Also eine ähnliche Entwicklung, die es auch in Europa gibt (AfD etc.)

Antwort
von Maxieu, 8

"Meiner Meinung sollte die Frau von Obama Präsidentin werden, da Obama ein echt guter Präsident war"

Ja - und nach 8 Jahren sollte eigentlich Malia Ann das Amt übernehmen, da ihre Mutter eine gute Präsidentin war.  Und danach Natasha, weil ihre Schwester eine so gute Präsidentin war.

Da die beiden dann aber immer noch zu jung für das Präsidentenamt wären, müssten die ersten beiden Jahrzehnte Obamas Halbgeschwister einspringen.

So ließe sich das Jahrhundert am Ende mit lauter Obamas bestücken, denn Barack Obama war ein echt guter Präsident.

Antwort
von Honeybee042000, 19

Ich finde es auch so, dass Michelle Obama die Präsidentin sein sollte.
Und ich finde es auch sehr traurig und enttäuschend, dass Trump von soooo vielen Bürgern gewählt.
Aber naja. Die Bevölkerung wollte das. Naja...Zumindest du Mehrheit der Bevölkerung.

Antwort
von Sparkobbable, 19

Trump ist noch nicht Präsident. Die eigentliche Wahl hat noch nicht stattgefunden und Präsident ist er dann sowieso erst am 20. Januar. Gewählt wurden nur die Leute die IHN dann wählen

Kommentar von nerdiinerdii ,

Es ist sowieso klar dass er die Wahlen gewinnt 

Kommentar von Sparkobbable ,

Ja leider

Antwort
von Rotrunner2, 19

Weil die etablierte Politik nicht mehr gehört hat was das Volk eigentlich will (Sorgen, Probleme usw.), ergo hat das amerikanische Volk sich eben auf diese Weise Gehör verschafft. Andere Staaten werden folgen. Irgendwann hat jedes Volk es satt verarsch zu werden. Die USA geben hier nur ein erstes Beispiel.

Kommentar von Interesierter ,

Ich denke, hier argumentierst du zu kurz. Was glaubst du, was nun passiert? Glaubst du ernsthaft, dass Trump die Lösung der Probleme ist? Die Lösung liegt in Arbeit und Investitionen und nicht in Protest und Hass. 

Wir haben hier in Europa ein ähnliches Phänomen. Die Gesellschaft driftet auseinander zu den Extremen. Ich beobachte das mit wachsender Sorge. 

Kommentar von Rotrunner2 ,

Du verstehst nicht, dass was ich denke ist völlig egal ist. Es ist einzig und allein wichtig was die Leute denken und die denken das er was ändert. Und genau das sollten sich auch die europäschen Politiker genau überlegen und zwar bevor es weitere Eskalationen gibt. Ich habe da nicht gewählt.

Antwort
von soissesPDF, 5

Ungebildet ist es das Wahlergebnis von 219 Mio. Wählern abzuqualifizieren.
Zur Wahl standen nur Hillary und Trump, nicht Michelle Obama.
Gewählt haben die Amerikaner, nicht die Deutschen.

Trump hat die Wahl gewonnen, ein anderes Ergebnis hat es nicht.
Die deutsche Politik wird in den nächsten Jahren artig ihren Bückling machen, weil Trump das Sagen hat.

Antwort
von ThenextMeruem, 5

Obama war nicht ansatzweise so ein guter Präsident wie jeder denkt, er war für viele einfach nur der sympathische social media Präsident.
Fakt ist doch, dass die USA noch mehr verschuldet ist, als sie ohnehin schon war.
Er hat fast keine seiner Wahlversprechen gehalten hat (wie die Guantanamo zu schließen oder die Truppen abzuziehen), nicht zu vergessen der NSA Skandal.

Er war garantiert nicht der schlechteste, aber er war kein revolutionär und seine Außenpolitik war auch nicht sogut wie z. B die unter JFK, zwar besser als die von Bush, aber das ist auch nicht schwer.

Antwort
von lupoklick, 6

 -- Wie du nicht weißt,........

wird Trump am 20.Januar 2017 Präsident

bis dahin ist er ".... elect   "

Es gibt keinen Grund, dafür, daß´sich Michelle Obama das Präsidentenamt aufhalsen sollte.... . Das Format hätte sie, aber im Leben gibt es nicht nur Politik......

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten