Frage von angelika0206, 104

USA Roadtrip Westküste und Ostküste entlang?

Ich möchte nächstes Jahr in den Sommerferien einen Roadtrip in die USA machen, zusammen mit 4 anderen Freundinnen, wir möchten die Westküste und Ostküste entlang reisen, wass sollten wir uns unbedingt ansehen? Danke schon mal im Voraus!

Antwort
von Skinman, 24

Also der Grand Canyon ist schon mal weder an der Ost- NOCH der Westküste ;-) Für dessen Besuch gehen allein mindestens drei Tage drauf, wenn man nach Las Vegas fliegt und von dort dann nur noch so 400 km (eine Strecke) mit dem Auto fährt. Das sind hin und zurück allein achteinhalb, neun Stunden reine Fahrzeit. (Und die Space Needle ist von San Francisco aus die Küste rauf, nicht runter ;-)

Die reine Fahrstrecke von Seattle nach San Diego die Westküste runter sind 2080 km. Das ist mehr als doppelt so weit wie von Flensburg nach
Garmisch. Das ist noch ein Stück weiter als die Strecke von Köln nach Budapest. Selbst Google Maps geht von fast zehn Stunden reiner Fahrzeit aus. Von Miami auch nur hoch bis nach New York City ist es genau so weit. Also quasi von Budapest aus noch mal schön weiter nach Istanbul ;-)

Ich will auch nicht sagen, dass das unmöglich ist. Man kann das durchaus schon hinkriegen. Beispielsweise wären ja bislang durch den Trip zum Grand Canyon und die reine Fahrerei an den Küsten nur erst neun bis zehn Tage weg, also noch vierzehn bis 29 Tage für andere Dinge verfügbar.

Aber es geht nur, wenn man einen hohen Anteil der Reise strikt durchplant, einschließlich Kontingenzen, falls etwas nicht so klappt. Und es wird unausweichlich zwischendurch in Stress ausarten, den Plan
einzuhalten. Das muss natürlich nichts Negatives sein. Man kann ja
Phasen einplanen, wo man sich zwischendurch nur mal drei Tage an den
Strand legt.

Was du jetzt so genannt hast, kommt mir vor wie hauptsächlich architektonische Sehenswürdigkeiten in großen Städten. Ist Architektur wirklich euer Schwerpunkt?

So oder so rate ich dazu, wenn ihr das mit den beiden Küsten nicht aufgeben wollt, dann das ganze zumindest nicht von vorn bis hinten als Roadtrip anzulegen, sondern als Städtereise. Von einer Stadt zur anderen hauptsächlich mit Inlandsflügen, und zwischendurch ein, zwei Roadtrips einlegen, die aber auch dann landschaftlich oder sonstwie interessant sind. Man kann in den USA recht problemlos überall Autos mieten, die man dann in einer anderen Stadt wieder abgeben kann. Kost' halt nur einen gewissen Aufschlag.

Beispielsweise - der Pacific Coast Highway ist ja echt mal ganz nett. Aber wenn man die Ostküste hoch fährt, sind da auch hunderte von Meilen durch völlig gottverlassene Sümpfe in den Carolinas dabei. Damit muss man sich vielleicht nicht tagelang aufhalten, sondern könnte genau so gut noch einen Tag in New York dranhängen oder einen Tag mehr in Miami am Strand liegen.

Wieder andererseits muss man so was auf sich nehmen, wenn man halt mal in Kitty Hawk auf dem Strand stehen will, wo die Gebrüder Wright den ersten Motorflug hingelegt haben. Aber man muss sich halt entscheiden, ob man auf so was steht. Ich bin mal zum Trinity Site gefahren, wo 1945 der erste Atomtest durchgeführt wurde. War auch gut, der Südwesten ist landschaftlich irre und New Mexiko im Speziellen. Aber das Atomtestgelände selbst, das nur an zwei Tagen im Jahr überhaupt geöffnet ist, war an sich enttäuschend. Jegliche Spuren des Tests wurden so gut es geht beseitigt.

Ein weiterer Tipp wäre, echt auch mal die eine oder andere kulturelle oder Sport-Veranstaltung dazu zu nehmen, selbst wenn man nicht der American Football-Fan ist oder so, weil man dort mal viele der Eingeborenen richtig aus der Nähe in Aktion erlebt.

Erlebnisse schaffen letztlich stärkere bleibende Eindrücke als Sehenswürdigkeiten, soweit man nicht ein konkretes spezielles Interesse hat. Noch ein Beispiel: Empire State-Building ist hübsch, keine Frage. Aber den bleibenden Eindruck habe ich durch den Ausblick von oben davongetragen, bei Nacht, das unendliche Lichtermeer bis zum Horizont, und den habe ich mir auf dem Dach des Rockefeller Center geholt, wo man um einiges billiger aufs Observation Deck kommt.

Letzter Tipp: Beachtet die irre langen Sommerferien in den USA, denn in dieser Zeit ist veranstaltungstechnisch vielfach tote Hose.

Antwort
von Skinman, 33

Das wäre mir zu hektisch, ihr solltet euch auf eine der beiden Küsten beschränken.

Bereits mit einzelnen Megacities wie NYC. Los Angeles oder Miami kann man sich ja schon problemlos sechs Wochen aufhalten.

Und was für Interessen habt, das müsst ihr doch selbst am Besten wissen. Der eine will auf jeden Fall mal die Sinfonieorchester oder in die Met, der andere kuckt sich Schlachtschiffe oder Flugzeugträger an oder das Guggenheim oder die Sehenswürdigkeiten aus dem "Fänger im Roggen" soweit sie noch existieren, oder ein baseball-Spiel oder sonst eine Sportveranstaltung -

Kommentar von angelika0206 ,

Was wir uns unbedingt ansehen möchten; Golden Gate Bridge, Alcatraz, Fisherman's Wharf, Space Needle, Bel Air, Freiheitsstatue, West Beverly Hills High, Grand Canyon, Empire State Building, Hollywood, Walk of Fame, Kodak Theater, Chinatown, Times Square aber noch vieles mehr..., wir fliegen mim Flugzeug nach San Francisco dann fahren wir dort die Küste entlang runter, dann fliegen wir rüber zu Ostküste und fahren dort dann mim Auto entlang wieder rauf...

Kommentar von woizin ,

Wie gesagt, das haut zeitlich nicht hin. Beschränkt Euch auf eine Küste, dann habt ihr auch keinen Stress und könnt den Urlaub genießen.

Antwort
von moreblack, 31

Wichtigste Fragen: wie lange wollt ihr reisen? Wie hoch ist euer Budget?

Kommentar von angelika0206 ,

Ist egal, solange es dauert Ca. 24-38 Tage, das Geld ist zurzeit egal

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community