Frage von Torrnado, 300

USA - Vorwahlen und Donald Trump : kann man US-Bürgern unterstellen, naiv zu sein?

Thema Vowahlen USA : wenn ich sehe, daß dort ein machtbesessener, niveauloser Milliardär mit Profilneurose ( der anfangs nur belächelt wurde ) nun tatsächlich - angeblich - die besten Chancen hat, der nächste US-Präsident zu werden, dann frage ich mich zunehmends : was ist da los ? einerseits liest man in den Medien, die breite Masse der US-Bürger findet ihn unsympathisch, ebenso viele führende Unternehmer und sogar hochrangige Republikaner. dennoch nimmt sein Siegeszug kein Ende. ich verstehe das alles nicht. kann es sein, daß sogar Bestechung im Spiel ist ? und warum stellt sich die ganze Anhängerschaft nicht geschlossen hinter Hillary Clinton, um Trump zu besiegen ? wer hat für dieses Phänomen eine halbwegs nachvollziebare Erklärung ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FeeGoToCof, 156

Hauptvoraussetzung für einen Präsidentschaftskandidaten in den USA war/ist und bleibt ein dickes Portmonee.

In der Vergangenheit gab es ehemalige Schauspieler, Rinderzüchter, Erdnussplantagenbesitzer, usw.

Der Wahlkampf ist die halbe Miete und der kostet.

Das muss man sich leisten können, dann hat man Chancen.

Kommentar von Torrnado ,

ich bin mir zu 1000% sicher, daß da Bestechung im Spiel ist......

Kommentar von FeeGoToCof ,

Hui, vielen Dank für`s Sternchen @Tornado...LG, F.

Kommentar von holjan ,

Auch wenn der Beitrag nun schon einige Monate alt ist, so ist doch interessant im Nachhinein mal die Wahlkampfkosten der jeweiligen Kandidaten zu begutachten.

Trump hat 121 Mio US Dollar investiert.

Clinton hat mehr als das 3-fache, nämlich 386 Mio US Dollar investiert.

Ganz so simpel scheint das Ganze ja wohl nicht erklärbar zu sein ;)

 

Antwort
von Machtnix53, 64

"Vor allem der Präsident ist eigentlich nur ein Strohmann. Er übt keine, aber auch wirklich gar keine Macht aus. Er wird zwar von der Regierung gewählt, aber die Qualitäten, die er vorzuweisen hat, haben weniger was mit Führung zu tun als vielmehr mit subtil dosierter Unverschämtheit.

Aus diesem Grunde ist der Präsident stets eine widersprüchliche Persönlichkeit, ein aufreizender, doch faszinierender Charakter. Seine Aufgabe besteht nicht darin, Macht auszuüben, sondern die Aufmerksamkeit von ihr abzulenken."

Douglas Adams - Per Anhalter durch die Galaxis

Kommentar von holodeck ,

:-)

Antwort
von rotesand, 63

Ich wiederhole mich zwar, aber die Amis sind zur Mehrheit tatsächlich recht oberflächlich, leicht beeinflussbar & damit kann man ihnen auch Naivität nachsagen. Beispiele gibt es nicht nur bezogen auf Donald Trump.. auch die Wiederwahl von George Bush 2004/2005 war schon ein hammerhartes Statement, das deine Frage an sich schon beantwortet & in diese Richtung geht. Wer in der Geschichte weiter zurückblättert findet sicher noch mehr!

Kommentar von jorgang ,

Und das ist gepaart mit einem sehr gesunden Selbstbewusstsein.

Antwort
von Maarduck, 83

Eigentlich hat Hillary Clinton die besseren Chancen auf die Präsidentschaft, aber so ein richtiger Liebling der Menschen ist die aus leicht nachvollziehbaren Gründen auch nicht. Bei den Republikanern war Trump wohl noch das kleinste Übel, bei der Auswahl die die Amerikaner sonst noch so hatten.

Antwort
von Skinman, 34

Ich denke, es ist eher die ganz normale amerikanische Hybris. Die hatten halt noch keine Diktatur im eigenen Land und es wird ihnen von klein auf eingetrichtert, sie seien das Beste seit geschnitten Brot.

Antwort
von Telecustom, 88

Hillary Clinton, Trump besiegen? Was? Die einzige Person, die mit ihren Anhängern Trump schlagen kann, ist sexy Bernie Sanders. Das Wahlsystem ist eh rigged.

Kommentar von Torrnado ,

das wäre auch mein großer Wunsch, aber er wird von den Demokraten auf dem Parteitag garantiert nicht nominiert werden, da Bernie ein selbsternannter " demokratischer Sozialist " ist - und das würde die breite Masse der - naiven - Amerikaner ja auch wieder abschrecken

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 105

Vermutlich bringst du hier ein paar Dinge durcheinander...

Bisher gab es ja nur Vorwahlen der jeweiligen Partei. Da hat sich Trump wohl bei einer eher schlappen Wahlbeteiligung bei den Republikanern durchsetzen können. Das wiederum spricht doch sogar eher für die Instinktsicherheit selbst der Republikaner, die sich an dieser Vorwahl nicht beteiligt haben, da neben Trump eigentlich ja auch nur noch ein Berufssohn und ansonsten weitere Politkasper zur Wahl standen. :-)

Bei Parteivorwahlen geht eh nur ein kleinerer Teil der Bevölkerung wählen..

Man kann sicherlich davon ausgehen, dass die Clinton es schaffen wird, im Wahlkampf die Anti-Trump-Mehrheit der Bevölkerunng für sich zu mobilisieren. Selbst größere Kontingente des liberalen Flügels der Republikaner werden sie wohl nur deshalb wählen, um den mies frisierten Clown zu verhindern.

Notfalls muss halt Jane Fonda noch abschottige Details aus ihrem Eheleben mit Donald enthüllen...:-)


Kommentar von DavidMiller2016 ,

Du hast ja mal gar keinen Plan. Die Wahlbeteiligung bei den Republikanern war größer als jemals zuvor. Trump hat mehr Stimmen erhalten als ein Kandidat jemals zuvor bei den Republikanern. Er führt auch schon bei den Umfragen (Durchschnitt) gegen Clinton.

Geringe Wahlbeteiligung nach einer Rekordteilnahme. So lächerlich..

Kommentar von Torrnado ,

ja, es bleibt zu hoffen, daß die Vernunft siegt. dennoch bleibe ich sehr skeptisch, weil mit Clinton siehts derzeit ja gar nicht rosig aus ( aufgrund ihrer E-Mail-Affäre ) und die Sanders-Anhänger sind nach wie vor nicht bereit, sich komplett geschlossen hinter Hillary zu stellen ( auch wenn es schwerfällt ). dann sollen die sich im Nachhinein aber auch nicht ärgern, wenn die USA ne Lachnummer wird, die Armen ärmer werden, Menschen gefoltert werden, die Wirtschaft den Bach runter geht und noch mehr Menschen auf offener Strasse ermordet werden, tausende eingesperrt werden ( auch Kleinstkriminelle ) und Kriege geführt werden usw.usw.usw.

Antwort
von 1900minga, 63

Naiv, ja
Bestechung, nein

Unter anderem liegt es auch daran, dass die Vorwahlen in den USA einfach extrem besch*ssen sind.
Teilweise muss man in "menschenarmen" Gebieten riesige Entfernungen bis ins nächste Wahllokal gehen.
Viele Amis interessieren sich außerdem nicht für Politik.

Und dass Republikaner, Bernie Sanders nicht wählen, ist ja wohl selbsterklärend

Antwort
von LordPhantom, 101

Das ist das gleiche, wie mit der AFD. Rechte Parolen rufen und überzeugend klingen. Hat Auch früher in der Geschichte leider oft funktioniert

Kommentar von Torrnado ,

ja. leider ! mit dummen, niveaulosen, rassistischen, menschenverachtenden Stammtischparolen lockt man dumme Wähler

Kommentar von BeCeDe ,

Populismus vom feinsten eben <.<

Antwort
von Evileul, 73

Keine ahnung ich versteh es auch nicht , ihm gehören bestimmt auch ein paar Medien+Sender , was propaganda anrichten kann , damit haben wir leider erfahrung.

Kommentar von Torrnado ,

ich bin mir daher sicher, daß da Bestechung im Spiel ist !

Trump kann sich quasi alles " erkaufen " - und leider kuschen alle vor ihm aus Angst

Kommentar von Evileul ,

Zu den einen sagt er ,das er für ein schärferes Waffenrecht ist und jetzt aufeinmal bester Freund der Waffenlobby.
Könnte ich mir gut vorstellen das mit der Bestechung.
Es kann doch nicht sein, das nach Obama, so einer der mächtigste Mann der Welt wird.

Antwort
von Dala001, 64

Um ehrlich zu sein ist Hilary nicht besser. Im Gegensatz zu ihr ist Donald Trump ehrlich. Hilary kommt nur weiter weil sie eine Frau ist und weil die meisten Mexikaner(nach Donald trumps Rede ), Hilary wählen. Ich mein er übertreibt auch ab und zu mal aber er hat meistens recht.

Kommentar von Tezcatlipoca ,

Seh ich genauso. Ich bin zwar für Bernie Sanders #FeelTheBurn :D, aber Trump ist mir auch echt lieber als Clinton. Ich möchte nicht wissen wie viel Blut die an ihren Händen am kleben hat.
Die gehört eher ins Gefängnis als ins weiße Haus.

Kommentar von BeCeDe ,

Wer Donald Trump zustimmt, dem ist nicht mehr zu helfen, sry. Das ist genau die Masche, die ihm auch die guten Ergebnisse bei den geistig zurückgebliebenen "Südstaatlern" bescheren. Er sagt ja angeblich "die Wahrheit" und alle anderen lügen.

Kommentar von Dala001 ,

Ich sag ja nicht das ich ihn wählen würde aber im Gegensatz zu Clinton ist er der ehrlich Mal ist Hilary gegen schwule mal ist sie für schwule. Würdest du wirklich so eine wählen die ständig ihre Meinung ändert?;)

Kommentar von BeCeDe ,

Wenn ich die Wahl zwischen ihr und Trump hätte, ja.

Kommentar von Dala001 ,

Dann sag mir mal wieso du sie wählen würdest ?

Und wobei würdest du ihr zustimmen ?

Weist du überhaupt wofür sie sich einsetzt ?

Antwort
von JustNature, 115

Genauso wie die Deutschen haben auch die US-Bürger von der "etabilierten Politik", die jedes Jahr zu noch mehr Krise führt, überaus die Schnauze voll.

Jemand, der durch die verlogenen "Etablierten" überaus verteufelt wird, muß aus Sicht der arbeitenden Schicht daher einfach der Bessere sein.

Antwort
von Dragon257, 74

Es gibt eine einfache und kurze Antwort,
Die spinnen die Amis.

Kommentar von Torrnado ,

ja, leider aber auch die Anhänger von Sanders !

anstatt nun gemeinsam mit Clinton gegen Trump zu kämpfen, bleiben sie nach wie vor stur.

Sie kennen die Antwort?

Fragen Sie die Community