Frage von Narktor, 48

US-Wahl: Wahlmänner vs. Stimmen?

In den Umfragen liegen Trump und Clinton ja wieder fast gleichauf. Ich hab jetzt aber gelesen, dass Clinton noch bei den Wahlmännern deutlich vor Trump läge. Ich versteh das nicht, sind nicht die Wahlmänner nur ein Repräsentant der Stimmen?

Hier is der Artikel bzw. der Absatz den ich meine:

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/trump-liegt-in-einer-abc-umfr...

"Entscheidend ist weiter die Zahl der Wahlmänner, die die Kandidaten in allen Bundesstaaten auf sich vereinigen können. Hier liegt Clinton in den Umfragen weiter deutlich vor Trump."

Kann das vielleicht jemand erklären?^^

Antwort
von juergen63225, 34

Es zählen nicht die Gesamtstimmenanteile der USA, in jedem Staat gehen alle Stimmen (Wahlmänner) an den jeweiligen Sieger.

Antwort
von Skeeve1, 21

Ganz grob: Die Amerikaner wählen den Präsidenten nicht direkt, sie wählen Wahlmänner, die dann später in Washington bei der Wahl des Präsidenten in ihrem Sinn abstimmen. (Das wird etwas später sein, da man ja erst per Pferd oder Kutsche zur Hauptstadt reisen mußte. Ja, die Reisezeit per Pferd nach Washington ist im amerikanische Wahlsystem berücksichtigt...) Jeder Staat hat eine bestimmte Anzahl Wahlmänner, je nach Größe des Bundesstaats.

Die meisten Staaten (bis auf 2 oder 3 Ausnahmen) haben das Prinzip: The winner takes it all. Wenn also Kandidat A 60% der Stimmen eines Bundesstaats gewinnt, und Kandidat B 40%, dann stimmen alle Wahlmänner dieses Staates für Kandidat A.

Damit kann es durchaus vorkommen, daß ein Kandidat insgesamt weniger Stimmen als der andere bekommt, aber trotzdem Präsident wird. Und das ist keine Theorie, das ist schon mehr als einmal passiert.

Antwort
von MrHilfestellung, 31

Ich glaube das geht am besten mit einem Beispiel. 

In Staat A wohnen 30 Millionen Menschen und es gibt 30 Wahlmänner.

In Staat B wohnen 10 Millionen Menschen und es gibt 10 Wahlmänner.

In Staat A bekommt Trump 14 Millionen Stimmen und Clinton 16 Millionen. Nach dem Wahlrecht in den meisten Staaten bekommt Clinton dann folglich alle Wahlmännerstimmen.

In Staat B bekommt Trump 9 Millionen Stimmen und Clinton eine Million. Das heißt in diesem Staat bekommt Trump alle 10 Wahlmänner.

In absoluten Stimmzahlen hat Trump jetzt 23 Millionen Stimmen und Clinton 17 Millionen. Trotzdem führt Clinton bei den Wahlmännerstimmen mit 30:10.

Und da bei realen Wahlen Clinton fast sicher große Staaten wie Kalifornien und New York gewinnt, hat sich diese Wahlmännerstimmen schon mal so gut wie sicher. Da kann Trump gerne haushoch in dünnbesiedelten Staaten im Mittleren Westen gewinnen.

Antwort
von Verandwortung, 23

Er könnte kein Präsident werden auch wenn er mehr Wähler hätte es entscheidet meiner Meinung nach nicht das Volk 

Kommentar von SebRmR ,

Wer entscheidet denn dann?

Kommentar von Verandwortung ,

Die untergetauchten die viel Einfluss und Geld haben Bankchefs usw halt

Kommentar von SebRmR ,

Geht es auch genauer?

Liest sich ja wie die übliche Verschwörungsmasche a la Bilderbürger, NWO etc.

Antwort
von Kefflon, 16

Dieses Video erklärt es ganz gut

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