US soldat in Deutschland?

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2 Antworten

In der Tat ist es so, dass das amerikanische Militär auch ein wachsames Auge auf das Privatleben ihrer Soldaten hält. So kann der Vorgesetzte sich durchaus in private Angelegenheiten einmischen. Man erwartet, dass diese sich moralisch Einwandfrei verhalten und Ehebruch zumindest gehört zu Dingen, die geahndet werden können. Der Soldat wird dann in seinem Rang herabgestuft, was eine ziemliche Schmach für diesen ist. Und weniger Geld gibt es auch und eine weitere Beförderung rückt in weite Ferne. 

Die meisten Soldaten und Angehörigen hängen aber solche privaten Dinge nicht an die große Glocke, dann passiert auch nichts. Und es kommt natürlich auch auf den Vorgesetzten an. 

Ich kannte persönlich einen Fall, da war die Ehe für eine Soldatin mit Kind gescheitert und sie hatte auch jemanden anders kennen gelernt. sie wollte die Trennung, aber ihr Mann weigerte sich und drohte damit, alles an die große Glocke zu hängen, wenn sie den Neuen nicht aufgab. Da sie dann eben in militärische Ungnade gefallen wäre und die Gefahr bestand, dass er dann das Kind bekommt, blieb ihr nichts anderes übrig, als bei ihm zu bleiben. 

Einen weiteren Fall von privater Einmischung war, als die beiden kleinen Kinder (so 6 und 8 Jahre) eines Soldaten Bonbons gestohlen hatten aus einem Laden. Der Vater bemerkte es zu Hause und die Kinder gestanden dann, die Bonbons gestohlen zu haben. Er beschloss, als erzieherische Maßnahme, in den Laden zurück zu gehen  mit dem Kindern, wo diese die Bonbons bezahlen mußten, sich entschuldigen mußten und versprechen, so etwas nie wieder zu tun. Eine sinnvolle Maßnahme, mit der es an sich gut sein sollte. 

Leider meldete der Laden (amerikanisches Geschäft) die Sache weiter an den Vorgesetzten und dieser mußte dann mit den Kindern dort zum Strafappell antreten. Zurückgestuft wurde er zwar nicht, aber trotzdem war die Sache ja von ihm quasi erledigt worden und er hätte ja auch einfach stillschweigen wahren können und keiner hätte den Diebstahl bemerkt. Trotzdem mischte sich der Vorgesetzte ein und konnte die Kinder befragen (und verunsichern) und auch Maßnahmen anordnen (z.B. Ausschluss aus der Kinderbetreuung oder ähnliches).

Ein weiterer Fall war ein Soldat, Ehemann und Vater zweier Kinder, der mit einer Kollegin aus der Abteilung gegenüber ein Verhältnis hatte, was schnell rauskam, da die Ehefrau auch im gleichen Haus arbeitete. Es wurde damals viel geredet, ich bekam das auch mit.

Es kam zur Trennung und die Ehefrau wollte, dass er dabei so schlecht wegkam, wie es ging (viele verzichten ja auch in Anbetracht auf die Kinder darauf). So hat sie es formuliert. Jedenfalls ging sie zu seinem Vorgesetzten und erzählte ihm alles haarklein, was passiert ist. 

Er wurde dann degradiert und wurde sofort in die Staaten zurück beordert, die Affaire hatte sich damit dann natürlich auch erledigt. Das Problem für die Ehefrau ist dann aber, dass ihre Ansprüche bezüglich Unterhalt oder Rente damit halt auch sinken können.

Ich weiss jetzt nicht, wie weit das bei deiner Tochter und dem Ex ging (nur schreiben, heimliche treffen oder Belästigung?) und immerhin sind die beiden wohl nicht so lange zusammen und nicht verheiratet und haben wohl keine gemeinsamen Kinder. Und es kommt immer auch auf den Vorgesetzten des Ex an, wie dieser die Sache sieht. Aber die Gefahr besteht schon, dass er Ärger bekommt oder seine Karriere einen Knick bekommt. 

Rausfliegen aus der Armee wird er deswegen aber wohl nicht. 

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Das ist ja ein richtig lieber Junge.

Nein, auch nach US Recht ist so etwas nicht erlaubt.

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Kommentar von petrapetra64
08.08.2016, 11:56

hier zählt nicht das US Recht, sondern das Militärrecht, die haben eigene Gesetze und Disziplinarmaßnahmen.

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