Urlaubsplanung für small business in der EDV?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Für mich klingt das alles relativ simpel. Also wenn man es mal durchdenkt. Auch wenn die Lösung etwas schräg klingt mit diesen Kontingenten und sehr individuell, bekommt man das durchaus gelöst.

Aus Datensicht ist auch das Excel nicht sonderlich kompliziert. Du hast irgendwo die Informationen, welcher Mitarbeiter an welchen Wochentagen wie viel zu arbeiten hat. In dem Moment der Urlaubsplanung wird anhand der von dem Urlaub betroffenen Wochentage alles in der Datenbank abgelegt. Der Rest ist pure Mathematik und die Frage, wie hübsch man das auf der Webseite aufbereitet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich möchte einfach mal vermuten, dass diese Idee nicht mit dem Bundesurlaubsgesetz konform geht.

Dieses sagt, dass einem Arbeitnehmer pro Jahr mindestens 24 Tage Urlaub bei einer 6-Tage-Woche zusteht.

Eine Berechnung des Urlaubs ist hier nicht vorgesehen.

Weiter kann eine solche Regelung auch gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen. In geschickt gelegten täglichen Arbeitsstunden kommt es dann sicher auch vor, dass Mitarbeiter mehr Urlaub haben als andere.

Beispiel:

2 MA arbeiten jeweils von Montag bis Freitag je 8, 8, 5, 5, 5 Stunden.

MA A nimmt 2 Tage Urlaub (Mo + Di) = 16 Stunden.

MA B nimmt 3 Tage Urlaub (Mi - Fr) = 15 Stunden.

MA B hat also bei 3 Tagen Urlaub bereits 1 Tag Urlaub mehr als MA B und dabei noch weniger Stunden investiert.

Es macht hier also mehr Sinn und ist deutlich gerechter, den Urlaub nach Tagen zu berechnen.

Denn egal wie man es auch dreht, wird sich die wöchentliche Arbeitszeit ja nicht verändern.

Mit euren Überlegungen wird man schnell Unmut in der Belegschaft schüren, was weder hilfreich noch sinnvoll ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von thomasreischer
29.12.2015, 18:14

Der Logik nach wäre es ja auch unfär, wenn man den Urlaub anhand von vollen Tagen berechnet. Mitarbeiter A nimmt sich Montag und Dienstag frei, während sich Mitarbeiter B Donnerstag und Freitag frei nimmt. 

Letztenendes muss Mitarbeiter B jährlich länger arbeiten als A, da er seinen Urlaub "ungeschickt" gelegt hat. 

0
Kommentar von mepeisen
29.12.2015, 18:15

Ich möchte einfach mal vermuten, dass diese Idee nicht mit dem Bundesurlaubsgesetz konform geht.

Das BUrlG sagt übrigens nur aus, wie der Mindest-Urlaubsanspruch zu ermitteln ist. Und das ist, wie du dargestellt hast, zu ermitteln. Wenn diese schräge und individuelle Lösung diesen Anspruch gewährleistet, dann ist es zunächst gesetzeskonform.

Es gibt aber durchaus Sonderlösungen zu berücksichtigen. Auf jeden Fall schon einmal im Bereich der Heimarbeit und bei Arbeit auf Abruf. Daher wäre es vor eine vorschnellen Beurteilung, dass das nicht gesetzeskonfrom wäre, mal spannend, was das überhaupt für ein Arbeitsmodell ist, was da derart merkwürdige individuellen Regelungen pro Wochentag bewirkt.

0

Was möchtest Du wissen?