Frage von knuspergold, 81

Urlaubsanspruch wenn ich in Rente gehe?

Ich gehe rückwirkend in Rente nach langer Krankheit. Vom Arbeitgeber bekomme ich noch 15 Monate Urlaubsgeld. Die Rentenzahlstelle will mir das Urlaubsgeld auf meine Rente berechnen. Wie verhält sich das mit der Berechnung? Dürfen Sie das eigentlich?

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Rente, 32

Wenn du vor dem Regelrentenalter in Rente gehst hast du nur die Möglichkeit 450,00 € monatlich dazu zu verdienen.

Dann musst du klären ob dieser Zuverdienst dann auch rückwirkend gerechnet wird.

Antwort
von turnmami, 66

Ja, das dürfen die. Lies mal den §96a SGB VI.

Antwort
von Konrad Huber, 39

Hallo knuspergold,

Sie schreiben:

Urlaubsanspruch wenn ich in Rente gehe?

Ich gehe rückwirkend in Rente nach langer Krankheit. Vom Arbeitgeber bekomme ich noch 15 Monate Urlaubsgeld. Die Rentenzahlstelle will mir das Urlaubsgeld auf meine Rente berechnen. Wie verhält sich das mit der Berechnung? Dürfen Sie das eigentlich?

Antwort:

Der Teufel steckt hier im Detail und die DRV versucht immer wieder, die aktuelle Rechtsprechung zu untergraben!

Was in Ihrem speziellen Einzelfall ganz genau zutrifft, sollten Sie zusammen mit Ihrem Rechtsbeistand klären! 

Lassen Sie sich von Ihrem Rechtsbeistand unterstützen, damit Sie zu Ihrem Recht kommen! VDK oder anderer Sozialverband oder Gewerkschaft, oder Fachanwalt!

Beispiele:

https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/sozialrecht/rentenversicherung/urlaubsabgel...

https://www.geldtipps.de/rente-pension-altersvorsorge/private-rentenversicherung...

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von turnmami ,

Eine sehr gewagte Aussage, dass die DRV immer versucht die aktuelle Rechtslage zu untergraben!!

Die Rechtslage ist im §96a SGB VI geregelt. Hier gibt es nichts zu "untergraben"!!!

Kommentar von Konrad Huber ,

Nicht immer, aber immer öfter!

Beispiel:

http://www.zwergdavid-riesegoliath.de/

Leider kein Einzelfall!

Kommentar von turnmami ,

von einem Einzelfall ist es aber weit bis zu der Behauptung, dass die DRV absichtlich die Gesetze missachten würde!!

Kommentar von Konrad Huber ,

von einem Einzelfall ist es aber weit bis zu der Behauptung, dass die DRV absichtlich die Gesetze missachten würde!!

Antwort und Klarstellung:

Das Wort "Absicht" stammt von Ihnen!

Absicht oder nicht Absicht ändert nichts an den Gegebenheiten, so wie diese sich Tag für Tag für die Betroffenen darstellen!

So wie Sie sich bisher selbst hier geautet haben, sind Sie bei der DRV angestellt! Das ist so OK, daran ist nichts auszusetzen, wir Versicherte sind auf sachliche und hilfsbereite Mitarbeiter bei der DRV angewiesen!

In den Medien ist von insgesamt ca. 60.000 Mitarbeitern bei der Deutschen Rentenversicherung die Rede!

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Leider vergessen so manche Mitarbeiter der DRV aber, woher eigentlich das Geld stammt, welches in Form von Gehalt Monat für Monat auf deren Gehaltskonto aufschlägt!

Denn:

Die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt überwiegend aus Beiträgen des Arbeitslohns/-entgelts, die bislang zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern entrichtet werden. (Ausnahmen bilden die Künstlersozialkasse mit Beiträgen von Veranstaltern und Staat sowie die Knappschaft mit einem
Arbeitgeberanteil von zwei Dritteln.) 

Für Lohnersatzleistungen - hierzu zählen Arbeitslosen-, Kranken-, Verletzten-, Übergangs- und Unterhaltsgeld- werden Rentenbeiträge unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit, den Krankenkassen und der Unfallversicherung getragen. 

Hinzu kommen Bundeszuschüsse. 

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Wer schon einmal von der DRV Leistungen beantragt hat, der hat ggf. die Erfahrung gemacht, daß so mancher DRV-Mitarbeiter die Dinge sehr arrogant handhabt und die Hand, welche sein Gehalt zumindest mitfinanziert, am liebsten ignoriert!

Aber selbstverständlich gibt es auch sehr hilfsbereite DRV-Sachbearbeiter, das ist keine Frage!  Wer sich von den 60.000 Mitarbetern betroffen fühlt, muß sich selbst hinterfragen.

Es kommt im Endeffekt immer auf die jeweilige Betrachtungsweise an und auf die Seite, wo Sie gerade stehen!  Schon Morgen könnten Sie durch einen Schicksalsschlag die Seite ohne eigenes Zutun wechseln müßen!

Sie können das selbstverständlich drehen und anschauen wie es Ihnen persönlich beliebt und von der Seite, auf der Sie aktuell stehen!

Das sind im Grunde genommen zwei Seiten:

Seite 1 ist persönlich nicht betroffen, nicht chronisch krank, nicht der Antragssteller, sieht die Sache aus der Sicht als Unbeteiligt mit der rosaroten Brille und aus Distanz!

Seite 2 ist persönlich betroffen, ist chronisch krank und gesundheitlich schwer angeschlagen, nicht mehr belastbar, kämpft ggf. um die finanzielle Existenz und sieht die Sache aus der Not heraus!

Wenn jemand noch nie persönlich in so einer Situation war, wird es für diesen Personenkreis sehr schwer, sich in die Lage der Betroffenen zu versetzen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Mojoi, 46

"Die Rentenzahlstelle will mir das Urlaubsgeld auf meine Rente berechnen."

Irgendwie verstehe ich diesen Satz nicht. Ist da ein Schreibfehler drin? 

Kommentar von knuspergold ,

Es geht darum, das die Rentenzahlstelle mir das Urlaubsgeld welches ich noch bekomme für meine Rente anrechnen will.

Das heißt, solange keine Rente bis das gesamte Urlaubsgeld verrechnet ist. Kann das sein?

Kommentar von Mojoi ,

Aha, anrechnen. Jetzt verstehe ich es.

Turnmami hat einen guten Hinweis gegeben.

Kommentar von turnmami ,

Nein, das läuft anders. In dem Monat, in dem das Urlaubsgeld gezahlt wird, wird das Geld auf die Rente angerechnet. Es wird nicht solange keine Rente bezahlt, bis dein Urlaubsgeld aufgebraucht ist. Normalerweise bezahlt der AG dein Urlaubsgeld und du bekommst für diesen Monat dann nur noch eine Teilrente oder eben keine Rente. Alle anderen Monate sind dann wieder in normalem Rentenbezug!

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