Frage von 20Ricky16, 82

Urlaubsanspruch für2016?

Mein Mann arbeitet seit 10 Jahren bei einer Spedition als Kraftfahrer und hat 24 Tage Urlaubsanspruch im Jahr. Nun hat er im Mai/Juni 2016 davon 19 Tage genommen was natürlich vom Arbeitgeber auch genehmigt wurde. Jetzt bei der Abrechnung für den Juni musste er feststellen, dass ihm 9 Tage unbezahlten Urlaub verrechnet wurden. Auf Nachfrage beim Arbeitgeber wurde ihm dann gesagt, dass ihm eben nur für jeden gearbeiteten Kalendermonat in diesem Jahr 2 Tage Urlaub zusteht. Ist das so richtig? Somit könnte man ja nie z b s im Februar seinen Jahresurlaub nehmen. Nun danke ich euch schon mal für hilfreiche Antworten und schicke ganz liebe Grüsse

Antwort
von dadamat, 7

Wenn das Arbeitsverhältnis unbefristet ist und keine Kündigung vorliegt, kann der Jahresurlaub in Absprache mit dem Arbeitgeber frei gewählt werden. Auch ist die Ausschöpfung des Jahresurlaubes am Stück gestattet, irgendwann im Jahr. Nur bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses kann nur anteiliger Urlaub gewährt werden. 

Antwort
von huegelchen, 57

Wie ist das denn in den Jahren zuvor gelaufen?Vielleicht hat sich die Personalbuchhaltung nur vertan. Ich würde den AG auf jeden Fall darauf ansprechen.

Kommentar von 20Ricky16 ,

In den Jahren davor war dies nie ein Problem, wir gehen immer um diese Zeit in Urlaub

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 34

Ist das so richtig?

Ganz sicher nicht! Das ist ja mal völliger Unsinn!

Dein Mann hat Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub für 2016 und nicht nur auf anteiligen (und den Rest dann unbezahlt), weil er schon länger als 6 Monate im Betrieb beschäftigt ist; so bestimmt es das Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 4 "Wartezeit":

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

Der Arbeitgeber dürfte mehr als anteilig genommenen Urlaub nur dann Verrechnen, wenn Dein Mann vor dem 01.07. das Arbeitsverhältnis beenden würde (und auch nur dann, wenn er das Urlaubsentgelt - also die Bezahlung im Urlaub - noch nicht bekommen hätte).  

Außerdem ist es richtig, was Laestigter geantwortet hat: Wenn der Urlaub genehmigt wurde, dann muss er auch bezahlt werden - selbst dann, wenn Dein Mann tatsächlich mehr als den vereinbarten Urlaub genommen hätte und der Arbeitgeber den nicht nur irrtümlich genehmigt hätte.

Kommentar von Laestigter ,

Und wieder mal falsch, aber das kennt man ja von dem Kollegen...

Kommentar von Familiengerd ,

WAS soll denn bitte falsch sein??

Vom Arbeitsrecht hast Du jedenfalls keine oder nur minimale Ahnung, also beschränke Dich lieber auf Deine Themen "Gewehr", "Messer", "Teleskopschlagstock", die passen offensichtlich besser zu Dir!

Antwort
von Laestigter, 46

Wenn er genemigt wurde- also bezahlter Urlaub genehmigt wurde, dann ist der zu zahlen!

Ab dem zweiten Halbjahr steht ihm sowieso der volle Urlaub zu, da ist nix mehr mit 12tel Regelung

BUrlabG Paragraph 5

Es sei denn sein Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag legt was anderes fest!

Kommentar von 20Ricky16 ,

Arbeitsverträge gibt es keine in der Firma. Allerdings ist Mai/Juni noch im 1. Halbjahr

Kommentar von Laestigter ,

Richtig- wenn ein Chef im 1. Halbjahr mehr als den 12tel Anteil an bezahlten Urlaub genehmigt, dann ist dieser genehmigt und kann rückwirkend nicht wieder entzogen werden! Steht doch so auch im Link von Mir!

Warum redet dein Mann nicht mit Hinweis auf die letzten Jahre mit der Personalabteilung?

Ganz einfach, entweder Schwanz einziehen und kuschen oder dagegenhalten.

Was tut dein Mann so lange in einem Unternehmen, das nur den Mindedturlaub bietet? - mit 10 Jahren Berufserfahrung nimmt ihn doch jedes andere Unternehmen mit Handkuss...

Kommentar von Familiengerd ,

@ 20Ricky16:

Dass der Urlaub im 1. Halbjahr war, spielt überhaupt keine Rolle!!

Kommentar von Familiengerd ,

@ Laestigter:

Wenn er genemigt wurde- also bezahlter Urlaub genehmigt wurde, dann ist der zu zahlen!

Das ist richtig!

Ab dem zweiten Halbjahr steht ihm sowieso der volle Urlaub zu, da ist nix mehr mit 12tel Regelung

Der steht im auch in der 1. Jahreshälfte zu, da das Arbeitsverhältnis schon länger als 6 Monate besteht.

Was Du hier ansprichst, betrifft den Anspruch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses!

Kommentar von Laestigter ,

Leider falsch, der Mann unterschlägt dauernd den §13 BUrlaubG, das hat Methode...

Kommentar von Familiengerd ,

Leider falsch, der Mann unterschlägt dauernd den §13 BUrlaubG

Was haben den die Bestimmungen zur Unabdingbarkeit aus BUrlG § 13 mit meinem Kommentar oder überhaupt mit der Frage hier zu tun?!?!

das hat Methode...

Du hast es erkannt und mich enttarnt! Ich gestehe: Ich gehöre zu einer Geheimorganisation, die die Rechte der Arbeitnehmer untergräbt!  

Im Ernst:

Das ist nur noch der blanke Unsinn - wie manche anderen unflätigen, beleidigenden, von purer Unkenntnis geprägten Kommentare und Antworten, die von den Systemmoderatoren gelöscht wurden.

Ich empfehle Dir noch einmal: Beschränke Dich besser auf Deine Profil-Themen "Messer", "Gewehr", "Teleskopschlagstock" usw., die ganz offensichtlich besser zu Dir, zu Deiner Art passen!

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