Frage von Overjoyed92, 32

Urlaubsabspruch bei Kündigung?

Hallo!

Ich zerbreche mir ein wenig den Kopf, weil ich absolut keine Antwort finde.
In diesem Jahr war ich bei 2 Arbeitgebern angestellt. Bei dem ersten habe ich 2 Wochen Urlaub genommen, dann wurde mir gesagt mein Vertrag wird nicht verlängert, also suchte ich mir einen neuen Job und fand auch einen.
Nach 3 Monaten Probezeit durfte ich auch endlich Urlaub nehmen.
Da ich im Einzelhandel tätig bin, stehen mir im Jahr 36 Tage zu.
Bei dem zweiten Arbeitgeber verplante ich meine restlichen 4 Wochen für dieses Jahr,
nahm 3 Wochen davon auch und wurde dann allerdings gekündigt.
Der Vertrag war befristet auf ein Jahr, wovon ich jedoch in diesem Jahr (2015) 6 Monate im Unternehmen tätig war (zum Ende meines Beschäftigungsverhältnisses befand ich mich in Monat 7)
Nun die Frage, kann mir die letzte Woche Urlaub verweigert werden?
Bis jetzt habe ich nichts neues gefunden, was also heisst die eine Woche kann ich auch nicht bei einem neuen Arbeitgeber nehmen.
So gesehen habe ich in 11 Monaten 30 Tage genommen, aber was ist mit den restlichen 6 stehen mir davon noch anteilig Tage zu oder gar nichts?

Ich weiss, dass es eine Menge Urlaub ist, darum geht es mir auch nicht. Mir ist es ehrlich gesagt auch nicht wichtig wegen einer Woche rumzustressen, ich möchte es einfach nur wissen ob sie mir zusteht oder ob das Unternehmen mir den Urlaub verweigert weil sie entw falsch liegen oder mir diesen einfach nicht geben wollen.

Antwort
von Krabbat85, 25

Wenn du bei deinem 1. arbeitgeber anspruch auf Urlaub hattest ( mind.6monate  beschäftigt ) musst du ihn von demjenigen einfordern oder auszahlen lassen - der anspruch kann nicht auf den 2. arbeitgeber übertragen weden -  du erhälts einen erneuten anspruch beim 2. Arbeitgeber unter den oben genannten Bedingungen und kannst dir den auszahlen oder genehmigen lassen - im zweifel einen Arbeitsrechtler anrufen - brauchste eh wenn du deine ansprüche durch setzen willst

Antwort
von Cokedose, 4

Du kannst deinen Jahresurlaub nicht auf ein Kalenderjahr aufrechnen wenn du kein komplettes Jahr gearbeitet hast. Zudem kannst du auch nicht den Urlaub den du bei verschiedenen Arbeitgebern hattest zusammenrechen, da dir je Arbeitgeber nur anteilig Urlaub zusteht je nach dem wie lange du dort gearbeitet hast. Arbeitest du beispielsweise bei Arbeitgeber A 4 Monate lang, so stehen dir bei diesem Arbeitgeber 2 Wochen Urlaub zu. Bekommst du dort diesen Urlaub nicht oder bekommst du dort sogar zu viel Urlaub so hat das absolut keinen Einfluss auf dein neues Beschäftigungsverhältnis. Sondern hier gilt der Urlaub auch anteilig der dortigen Anstellungszeit.

Bis du also bei zwei Arbeitgebern je 6 Monate beschäftigt, dann stehen dir je Arbeitgeber 18 Tage Urlaub zu. Bekommst du beim ersten Arbeitgeber keinen Urlaub in dem halben Jahr, heißt das nicht, dass du beim zweiten AG dafür die vollen 36 Tage bekommst, sondern ebenfalls nur die anteiligen 18 Tage. Wurdest du also beim ersten AG gekündigt bevor du Urlaub nehmen konntest, so hast du das mit diesem ersten AG zu klären, dass du diese Zeit von ihm bezahlt bekommst.

Antwort
von lastgasp, 14

Kannst du nicht etwas strukturierter schreiben? Wenn Du in 2015 vom ersten bis zum letzten Tag gearbeitet hast - aber genau diesen entscheidenden Punkt ersäufst Du in einem Meer von überflüssigen Details - stehen Dir 36 Tage zu.

Beschäftigungszeiten in 2015

Firma A von bis

Firma B von bis

Urlaub genommen bei Fa. A: 10 Tage, Resturlaub X Tage: Übertrag an Fa. B

Urlaub genommen bei Fa. B: 15 Tage

Beschäftigungsende bei Fa. B am ????

Antwort
von satebati, 28

Wenn du noch Urlaubsanspruch hättest, den du nicht mehr nehmen konntest, müsste dir den der AG auszahlen. Ist die Frage, ob solch ein Restanspruch noch existiert. Das Bundesurlaubsgesetz regelt nur den gesetzlichen Mindestanspruch. Was darüber hinausgeht (also z.B. per Tarifvertrag) kann ganz anders geregelt sein. Also z.B. anteiliger Anspruch, den du bereits erhalten hast (oder auch nicht).

Antwort
von voigty, 19

Hast du dich mal im Bekanntenkreis umgehört oder wenn nicht, dann frage einen Anwalt.

Kommentar von Overjoyed92 ,

Ich wollte das ganze ohne Anwalt regeln. Anwälte kosten teils zu viel für sowas belangloses.

Antwort
von Krabbat85, 32

hier schau mal alles zusammengefasst:

http://www.urlaubsanspruchbeikündigung.de/

Kommentar von Overjoyed92 ,

Ja das hatte ich mir schon durchgelesen, Aber da wird von einer 6 Tage Woche gesprochen und nur 24 Tage Urlaub

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