Urknalltheorie Beweisführung?

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9 Antworten

Beweise gbt es in der Mathematik, und im Rechtswesen.
In den Naturwissenschaften gibt es Hinweise.
Und Erklärungsversuche. Die überzeugendsten werden Theorien genannt.

Zunächst mal ist ein statonäres Universum gar nicht stabil. Zumindest nicht nach den Naturgesetzen, die wir kennen.
Nicht nur, dass es aufgrund der Schwerkraft zusammenfallen würde, es ist auch zeitlich nicht stabil.
Noch entstehen Sterne, aber irgendwann ist die letzte Gaswolke aufgebraucht, und später irgendwann der letzte Stern ausgebrannt.

Also, wenn es immer schon existiert hat, wie kann dann jetzt noch genügend Baumaterial für Stern vorhanden sein?
Klar kann man sich irgendwas ausdenken, warum nach unendlich langer Zeit vor einigen Milliaden Jahre plötzlich die Sternentstehung begann.
Vielleicht, weil nach unentlich langer Zeit plötzlich die Galaxien entstanden? Aus Gründen, die keiner kennt.
Das wäre aber nur eine Vermutung, und das ist noch ein höflicher Ausdruck.

Warum informierst du dich nicht einfach aus den bekannten Quellen.
Zumindest würdest du erkennen, dass es mehrere (erst mal) unabhängige Hinweise auf den Urknall gibt.
Unabhängig in dem Sinne, dass man sich für jeden Hinweis einzeln eine alternative Erklärung ausdenken müsste.
Es gibt keine alternative Deutung, die alle Hinweise erklärt.

Das ist wie mit unabhängigen Beweisen, um darauf zurückzukommen.
Wenn ein Unfall fingiert wurde, jemand an einer Ampel den Rückwärtsgang eingelegt hat und in den Wagen dahinter gefahren ist, um einen Auffahrunfall vorzutäuschen und Geld abzuzocken:
Wenn die einzigen Beweise, Menschen, die den Unfall "bezeugen", sich als die besten Kumpels des Unfall"opfers" herausstellen, die alle unabhängig von einander in der selben 300 km entfernten Stadt und am Unfallort waren, ohne dass irgend einer der vier davon wusste ...

Ich muss dir doch wohl nicht die 3 wichtigsten Hinweise auf den Urknall vorbeten?

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Kommentar von Usedefault
21.09.2016, 21:07

Ich will die 3 wichtigsten Hinweise auf den Urknall vorgebetet haben.

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Man beobachtet, dass entfernte Galaxien sich von uns entfernen und zwar umso schneller, je weiter weg sie sind. Extrapoliert man das in die Vergangenheit, müssen sie irgendwann näher aneinander gewesen sein, als sie es jetzt sind.

Je nach zeitlicher Entwicklung der Expansionsrate sind sowohl Modelle mit einem Urknall als auch Modelle ohne eines Urknalls möglich. Derzeit sind sich die meisten Wissenschaftler darüber einig, dass die aktuellen Daten auf ein Universum deuten, an dessen Anfang ein Urknall stattgefunden haben muss.

Nachtrag: Es gab irgendwann in den 70ern die sog. Steady State Theorie, die aussagte, dass das Universum sich zwar ausdehne, seine Dichte aber nicht mit der Zeit abnehme. Das ist nur dann möglich, wenn laufend Materie aus dem Nichts erzeugt wird. Diese Annahme hat sich allerdings als nicht haltbar erwiesen. Insbesondere erklärt sie afaik nicht die Hintergrundstrahlung.

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Kommentar von PhotonX
21.09.2016, 15:10

Noch ein Nachtrag: Ebenfalls gegen die Steady State Theorie spricht, dass das Universum eben doch nicht überall gleich ist. In weit entfernten Bereichen ist seine Zusammensetzung anders als hier bei uns. Im Rahmen der Urknalltheorie ist das damit zu erklären, dass wir in weiter Ferne ein jungeres Universum beobachten, da das Licht Milliarden von Jahren brauchte, um uns von diesen Bereichen aus zu erreichen. Die Steady State Theorie kann das nicht erklären, laut ihr sollte das Universum überall und immer gleich aussehen.

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Wir können heute Universen in Supercomputern simulieren, ebenso wie die Bildung von Galaxien. Es ist erst vor wenigen jahren gelungen, die Formation von Galaxien wie die Milchstraße zu simulieren. Damit es funktioniert, muss ein Universum zu grunde gelegt werden, dass expandiert und genau die Menge an dunkler Materie und dunkler Energie enthält wie wir messen. Wenn dies nicht gegeben ist, bilden sich keine Spiralgalaxien. Die Eigenschaften simulierter Universen bzw. die darin enthaltenen Galaxien entsprechen statistisch denen realer Beobachtungsdaten.

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Kommentar von Usedefault
21.09.2016, 21:12

Wenn es außerhalb des Universums unendlich viel Masse (dunkle Energie) gäbe, müsste dann nicht die G-Kraft von außen alles kaputt machen? Oder gilt das Gravitationsgesetz nur im Universum?

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Als "Beweis" wird die Hintergrundstrahlung (nicht sehr überzeugend) und die Rotverschiebung angegeben. Die Spektrallinien von weit entfernten Sternen/Galaxien sind verschoben, meist so das die Frequenz abnimmt (rotverschiebung). Beim Doppler-effekt gibt es das genau dann, wenn die Schallquelle sich entfernt, daher wird angenommen das das Universum sich ausdehnt, damit wird auf den Urknall rückgeschlossen als Ursache der Ausdehnung. Aber warum sollte es nicht auch andere Modelle geben, um eine Frequenzverminderung von Signalen zu erhalten, die mit dem Abstand steigt?

Allerdings ist die Urknall-theorie auch widersprüchlich, denn warum sollte es überhaupt zu so einem Knall kommen (Energieerhaltung, Impulserhaltung usw., warum sollte alles in einem Punkt zusammenfallen?)

Meiner Meinung nach ist Gravitation ein Windschatten-effekt durch schwere Masseteilchen (LeSage-Gravitation). Gravitation erhöht Druck und Temperatur, energiereiche radioaktive Elemente enstehen umso mehr umso größer Druck/Temperatur, das erklärt warum das Erdinnere so warm ist, und warum es in der Sonne noch viel heisser ist und dort nur Wasserstoff/Helium am Rand auftritt, in der Mitte dürften auch dort schwerere Elemente vorkommen.

Somit wäre auch die Altersbestimmung durch radioaktive Elemente (ausser C-14) hinfällig, da nicht Elemente durch Urknall/Supernova entstehen, sondern kontinuierlich.

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Kommentar von DieMilly
21.09.2016, 15:52

Diese Aluminum-Hut Antwort sollte jeder bitte ignorieren.

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Kommentar von segler1968
21.09.2016, 20:24

Das widerspricht nur leider den Experimenten. Und das Geschwurbel über die kontinuierliche Entstehung von radioaktiven Isotopen ist nun wirklich Unsinn. Physik ist kein Ponyhof.

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Das Universum expandiert bekanntlich ständig. Da bedarf zunächst die gedankliche Konstruktion des universellen räumlichen und zeitlichen Koordinatenursprungs keiner "Beweisführung". 

Fragen wie z.B. nach der ursprünglichen Herausbildung der schwachen und starken Wechselwirkungen, dem Zustand vor diesem Koordinaten-Ursprung u. dergl. füllen Bibliotheken von Hypothesen und Theorien. Dazu leistet die biblische "Genesis" keinen Beitrag.

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Hallo,

die Expansion des Raumes, der Nachweis von Gravitationswellen und die kosmische Hintergrundstrahlung sind schon recht deutliche Anzeichen, dass es einen Urknall gab ;-)

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Kommentar von Usedefault
21.09.2016, 21:32

Wann und wie wurden Gravitationswellen nachgewiesen?

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wenn es immer existiert hätte, würde es keine entwicklung geben

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Die Urknalltheorie muss nicht behaupten, dass das Universum nicht unendlich ist. Zum Beispiel könnte man von einer unendlichen Inflation in der Vergangenheit ausgehen. Die Grundaussage der Urknalltheorie lautet, dass das Universum sich ausdehnt und auskühlt. Einzelheiten resultieren beispielsweise aus der Quantentheorie, die besonders für die Zeit wichtig ist, in welcher das Universum sehr klein war.

Belege für die Urknalltheorie werden in diesem Artikel beschrieben: http://www.talkorigins.org/faqs/astronomy/bigbang.html

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Der Urknall schließt die Tatsache, dass unser Universum ewig existiert nicht aus.

Der Urknall markiert viel eher den Anfang der Expansion des Universums

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Kommentar von Usedefault
21.09.2016, 21:30

Und dann aufeinmal hat es nach unendlich viel Zeit beschlossen zu expandieren.

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