Frage von PushIt, 60

Urheberrecht im Magazin?

Hi,

im September war ein internationales Magazin an unserer Hochschule und haben meinen Professor interviewt.

Unser Professor bat unsere Projektgruppe um Unterstützung, leider konnte ich genau an dem Tag nicht, so dass ich mit einem anderen Projektmitglied was vorbereitet hatte und er dies vorgestellt hat.

Ich hatte selbstständig ein großes Katastersystem für meine Stadt erstellt, damit wir damit im Projekt arbeiten können.

Nun war beim Interview ein anderes Projektmitglied, der wirklich rein gar nichts beigetragen hat und mein Professor schickte mir vor zwei Monaten den vorgefertigten Artikel. Im Artikel wurden die zwei Namen von den Projektmitgliedern erwähnt, dass sie ein Katastersystem erstellt hätten für die Stadt. Fand ich natürlich gar nicht OK, so dass ich meinem Professor geschrieben hab.

Ihm sei es gar nicht aufgefallen, dass meine Kollegen mich nicht erwähnt hätten, er es aber natürlich auch unfair und nicht OK findet. Er hat dem Magazin dann geschrieben das ich ergänzt werden soll. Das Magazin meinte vor zwei Monaten, dass es noch nicht zu spät gewesen war und sie es machen werden.

Nun ist der Artikel Online und steht auch zum Verkauf, allerdings ist mein Name nicht dabei, sondern die von beiden Kollegen, obwohl zumindest einer rein gar nichts gemacht hat dafür.

Würde gerne dagegen vorgehen, aber wie? Das ist ein bekanntes Magazin und da ich mich zurzeit auch bewerbe, wäre das von großem Vorteil. Erst zum Professor erneut? Dem Magazin schreiben? Anwalt?

Antwort
von tinalisatina, 35

Hallo,

nicht Kanonen auf Spatzen schießen. Anwalt wäre ein wenig übertrieben. Mit dem Magazin reden, warum die Ergänzung nicht gemacht wurde. War ja zugesagt. Online geht das ja eigentlich immer mit so einer Ergänzung.

Die Richtigstellung der Urheberrechte / Beteiligung muss ja auch im Sinn des Magazins sein.

Der Prof. wird da auch wenig Zeit investieren wollen.

Kommentar von PushIt ,

Hatte überlegt, dass die zwei Kommilitonen auch Kontakt aufnehmen sollten und erwähnen sollten, dass sie es nicht gemacht haben, sondern ich. Oder es soll zumindest der Name unserer Projektgruppe erwähnt werden und keine einzelnen Personen.

Kommentar von tinalisatina ,

Schwierig. Zum einen musst Du dann drei Menschen unter einen Hut bekommen. Zum anderen würde der Name einer Projektgruppe ja eher abstrakt sein. Aber Du willst (und solltest) da ja als Beteiligter genannt werden. Ich würde die Redaktion anrufen und auf das Gespräch / E-Mail mit dem Professor verweisen. Und eben auch darauf, dass Du der maßgebliche Urheber bist.

Antwort
von UweKeim, 30

Ich an deiner Stelle würde erst nochmal zum Prof. gehen. Wie viel das bringt kann ich dir aber leider nicht sagen.

Wieso ich zuerst zum Prof. gehen würde: Er hat das letzte mal mit dem Ansprechpartner von dem Magazin kommuniziert. Daher kann er dir vielleicht entweder eine E-Mail von der Person geben, oder es direkt klären.

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen. Bedenke bitte, das ist nur meine Meinung, die muss nicht richtig sein.

Kommentar von PushIt ,

Hatte überlegt, dass die zwei Kommilitonen auch Kontakt aufnehmen sollten und erwähnen sollten, dass sie es nicht gemacht haben, sondern ich. Oder es soll zumindest der Name unserer Projektgruppe erwähnt werden und keine einzelnen Personen.

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 10

Vergiss das mit dem Urheberrecht gleich wieder.

Sie haben ja nicht das Ergebnis deiner Arbeit wiedergegeben, sondern lediglich die Tatsache erwähnt, dass es gemacht wurde.

Natürlich ist es ärgerlich für dich, nicht erwähnt worden zu sein. Aber ganz ehrlich, das interessiert niemanden außer dir. Den Journalisten wird es grad egal sein, die sitzen schon an der übernächsten Geschichte. Nichts ist so uninteressant wie die Zeitung von gestern.

Kommentar von PushIt ,

Das ist eine monatliche Ausgabe.

Doch, sie haben zwar nicht mein Kataster abgebildet, wie auch, weil der andere Student hat es ja auch nicht, aber es wird geschrieben, wie ich es gemacht hab, wie ich vorgegangen bin, wofür es gemacht wurde, da der andere Student mir dabei geholfen hat, wusste er es, wie ich vorgegangen bin, allerdings hat der andere rein gar nichts damit zu tun.

Kommentar von Kristall08 ,

Monatlich oder wöchentlich oder täglich. Grad egal...

Das Ding ist gedruckt, die meisten Ausgaben schon wieder im Altpapier.

Was erwartest du? Selbst wenn sie einen Widerruf, eine Korrektur, was auch immer drucken, es wird keine Auswirkungen haben. Ein Kataster zu erstellen ist jetzt auch nicht die ganz große Kunst, man kann da kaum von Geheimnisverrat sprechen. ;)

Kommentar von PushIt ,

Nein, dass der Onlineartikel zumindest korrigiert wird.

Das Kataster hab ich mit ArcGIS erstellt, ein Geoinformationssystem. Die Grundlagen bekam ich vom Amt für Bodenmanagement, allerdings als CAD und musste mühseelig die Gebäude anpassen. Außerdem ging es im Kataster um die Brachflächen und Leerstände, die natürlich im Kataster erst identifiziert und markiert werden musste.


Vor allem reden wir hier von einem Kataster von Frankfurt/Main und nicht von einem Dorf.

Kommentar von Kristall08 ,

Interessiert in Hamburg oder München niemanden...

Sie werden auch den Online-Artikel nicht korrigieren. Viel zuviel Aufwand.

Hak es ab, so leid es mir für dich tut.

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